Corona-Überbrückungshilfe für Mittelständler und Solo-Selbstständige kommt

Nach den Corona-Soforthilfen der Bundesregierung gibt es jetzt eine neue Überbrückungshilfe in Milliardenhöhe. Gedacht ist sie für den Mittelstand und Solo-Selbstständige.

Restaurant zu Corona-Zeiten in Leipzig: Fast alle Tische vom Freisitz sind leer. Nur ein Mann sitzt da.
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Um mittelständische Unternehmen und Solo-Selbstständige zu unterstützen und ihnen durch die Corona-Krise zu helfen, stellen der Bund und die Länder einige Milliarden Euro zur Verfügung. Das Besondere: Das Geld muss nicht zurückgezahlt werden.

Wie viel Geld gibt es?

Insgesamt stehen 25 Milliarden Euro zur Verfügung. Die Antragsteller können bis zu 150.000 Euro bekommen - 50.000 Euro pro Monat. Denn bei bestätigtem Antrag gibt es Geld für die Monate Juni, Juli und August. Die Auszahlung könnte noch diesen Monat erfolgen.

Bei Unternehmen mit Umsatzausfällen in Höhe von 70 Prozent oder mehr, werden 80 Prozent der Fixkosten übernommen. Bei einem Umsatzrückgang zwischen 50 Prozent und 70 Prozent ist es die Hälfte und bei einem Rückgang zwischen 40 und 50 Prozent sind es 40 Prozent der Fixkosten. Dazu gehören zum Beispiel die Miete, Pacht, Versicherungskosten und Stromkosten.

Wer bekommt das Geld?

Unternehmen und Organisationen aller Branchen können den Antrag stellen, wenn ihr Umsatz in den Monaten April und Mai 2020 zusammengerechnet um mindestens 60 Prozent zum Vorjahr zurückgegangen ist.

Das Überbrückungsgeld können beantragen: Zum Beispiel Gaststätten, Reisebüros, Auto-Zuliefer-Betriebe, Bühnentechniker, Veranstaltungsagenturen, Bus-Unternehmen, Onlinehändler, aber auch gemeinnützige Organisationen oder Jugendherbergen. Das Geld können auch Solo-Selbstständige beantragen, sie dürfen aber nicht entgangene Lohnkosten in Rechnung stellen.

Wie kann man das Geld beantragen?

Das Geld wird durch den zuständigen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer beantragt. Dazu müssen sie sich auf einer Online-Plattform anmelden. So solle Missbrauch vorgebeugt werden.

Verlängerung möglich

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier will Mitte August prüfen, ob die Überbrückungshilfen, wenn nötig, verlängert werden können.

Mit Material der Nachrichtenagentur AFP.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP - Die Themen des Tages | 09. Juli 2020 | 19:40 Uhr

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