So läuft die Mundschutzpflicht in Sachsen

20.04.20 | 16:45 Uhr

Sachsen hat am Montag zwar einige Lockerungen eingeführt, dafür aber auch eine Mundschutzpflicht in Bus, Bahn und im Einzelhandel. So läufts bisher.

Seit Montag gilt nun also die Mundschutzpflicht in Sachsen. Wer mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren möchte, oder einkaufen geht, muss einen Mundschutz tragen, entweder einen richtigen oder ein Tuch oder einen Schal vor Mund und Nase. So soll eine weitere Ausbreitung des Corona-Virus verhindert werden.

Die Stadt Dresden hat am Montag damit beispielsweise aber begonnen, kostenlose Masken zu verteilen, die von Dresdner Unternehmen hergestellt wurden, bei bildeten sich lange Schlangen vor dem Rathaus.

In Leipzig scheint die Umsetzung der neuen Verordnung gut zu funktionieren:

Die LVB bestätigte das dem MDR: Die Menschen hielten sich überwiegend an die neue Verordnung. Das Unternehmen setze auch darauf, dass sich die Fahrgäste untereinander auf die Mundschutzpflicht aufmerksam machen. Weitere Aktionen zur Information, wie Aufkleber an den Bahnen, sollen in den kommenden Tagen folgen.

Die meisten halten sich an die Pflicht

Auch im Einzelhandel herrscht Mundschutzpflicht. Einige kleinere Geschäfte berichten, dass Ausnahmen für Kunden gemacht würden, wenn sie noch keine Mundschutz hätten. Im Großen und Ganzen scheinen die Sachsen sich aber an die neue Verordnung zu halten.

Sachsen war das erste deutsche Bundesland, dass eine Mundschutzpflicht eingeführt hat. Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder zog heute nach. Dort soll ab kommender Woche ebenfalls eine solche Pflicht eingeführt werden. Und auch in Mecklenburg-Vorpommern gilt ab 27. April eine Maskenpflicht.

Nach aktuellem Stand soll die Maskenpflicht in Sachsen bis zum 3. Mai gelten.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP Nachrichten | 20. April 2020 | 16:00 Uhr

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