Alle Schulen sollen öffnen: So läuft es in Mitteldeutschland

Alle Schülerinnen und Schüler sollen im März wieder in Präsenz unterrichtet werden. Das ist das Ergebnis der Kultusministerkonferenz. Gilt das auch für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen?

Ein Fünftklässler meldet sich während des Präsenzunterrichts.
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Alle Schülerinnen und Schüler werden noch im März wieder zur Schule gehen. Davon geht die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Britta Ernst, gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland aus. Auch in Mitteldeutschland ist das für die meisten Klassen geplant.

Sachsen: Präsenz ab 15. März

In Sachsen sind Kitas und Grundschulen bereits geöffnet. Das soll so bleiben. Auch Abschlussklassen werden weiterhin Präsenzunterricht angeboten bekommen.

  • Ab dem 10. März werden die Regelungen erweitert. Dann sollen auch Förderschulen in festen Gruppen und Klassen Unterricht in den Schulen durchführen.
  • Weiterführende Schulen werden ab dem 15. März geöffnet. Oberschulen und Gymnasien bieten dann Wechselunterricht an. Die Klassen werden also in Gruppen eingeteilt, die abwechselnd von zu Hause und vor Ort unterrichtet werden. Eine Voraussetzung sollen dann negative Coronatests sein. Diese sollen einmal pro Woche an Schülerinnen und Schülern ab Klassenstufe fünf durchgeführt werden. Lehrerinnen und Lehrer sollen sich zweimal pro Woche testen lassen.

Wenn es genügend Selbst-Test-Sets an den Schulen gibt, sollen diese Tests auch genutzt werden. Kultusminister Christian Piwarz sagte:

Sobald diese Tests an den Schulen sind, soll es eine Testpflicht geben.

Wer sich nicht testen lässt, oder ein Ergebnis einer anderen Testeinrichtung vorzeigen kann, darf die Schule nicht besuchen. Die Voraussetzung für die genannten Öffnungen an den Schulen: Ein Inzidenzwert unter 100.

Leiterin einer Grundschule, bindet einem Schüler am Eingangstor der Schule einen Mundschutz an.
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Sachsen-Anhalt: Inzidenz unter 50 für Regelbetrieb

In Sachsen-Anhalt gibt es drei mögliche Stufen. Diese richten sich nach den Inzidenzwerten in den jeweiligen Regionen. Bei einem Inzidenzwert von unter 200 sind Grund- und Förderschulen im Regelbetrieb geöffnet. Alle anderen Jahrgangsstufen öffnen im Wechselunterricht. Sinkt der Inzidenzwert regional unter 50, dann findet an allen Schulen Regelbetrieb statt. Wie die Woche organisiert wird, gibt das Ministerium bis zum Donnerstag der Vorwoche bekannt. Ab 8. März darf nur der Landkreis Mansfeld-Südharz alle Schulen im Regelbetrieb öffnen. Der Burgenlandkreis hingegen muss die Schulen geschlossen halten.

Nach einer langen Pause kehren die Schüler der letzten Klasse aufgrund der Corona-Virus-Krankheit COVID-19 wieder zum Gymnasium zurück
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Thüringen: Unterschiedliche Situation in Kreisen

Viele Landkreise in Thüringen haben noch immer mit hohen Inzidenzwerten zu kämpfen. In dem Bundesland gelten für Schulen diese Regeln: Derzeit können die Klassenstufen eins bis sechs im eingeschränkten Regelbetrieb die Schulen besuchen. Wie dieser eingeschränkte Betrieb aussieht, liegt in Ermessen der Schulen. Außerdem wechseln auch höhere Klassenstufen in den eingeschränkten Regelbetrieb, allerdings nur, wenn in der Region der Inzidenzwert in den vergangenen sieben Tagen unter dem Wert von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern gelegen hat.

Alle Schulen werden ab einem Inzidenzwert von 200 geschlossen, ab 150 wird dieser Schritt bereits empfohlen. Aufgrund der hohen Infektionswerte im Land gibt es beim aktuellen Schulbetrieb große Unterschiede. Die 7-Tage-Inzidenz liegt laut RKI derzeit in einigen Landkreisen bei über 200, sodass hier Schulschließungen drohen oder bereits angekündigt wurden.

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