Sachsen macht Grundschulen und Kitas auf

Als erstes Bundesland in Mitteldeutschland holt Sachsen die kleinen Kinder aus dem Lockdown. Grundschulen und Kindergärten sollen ab 15. Februar wieder öffnen.

die evangelische Grundschule Sömmerda im Online-Präsenz-Unterricht.
Bildrechte: MDR/Grit Hasselmann

Sachsen will Kindertagesstätten und Grundschulen landesweit von Montag an (15.02.) wieder öffnen. Es sei mitten in der Corona-Pandemie ein vorsichtiger Öffnungsschritt im Interesse der Kinder, sagte der sächsische Kultusminister, Christian Piwarz (CDU). In Grundschulen soll die Präsenzpflicht vorerst ausgesetzt werden. Das bedeutet, dass Eltern selbst entscheiden können, ob sie ihr Kind in die Schule schicken. Die Schulpflicht gelte aber weiterhin. Wer sein Kind noch nicht in die Schule schickt, muss es zu Hause weiter beschulen. 

Inzidenzwerte lassen vorsichtigen Schulbetrieb zu

Der Kultusminister begründete die Öffnung der Einrichtungen für die Jüngsten mit Inzidenzwerten unter 100. Landkreise, die noch über diesem Wert liegen, müssten in den nächsten zwei bis drei Wochen unter 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen kommen. Andernfalls müssten Kitas und Schulen wieder schließen. Der Inzidenzwert liegt in Sachsen aktuell laut Robert-Koch-Institut bei 91.

Präsenzunterricht für höhere Klassen erst im März

Alle anderen Schüler sollen spätestens vom 8. März an wieder in die Schule gehen dürfen. Eine Ausnahme bilden die Abschlussklassen, die schon seit Mitte Januar wieder an den Schulen präsent sind. Sachsen will die neue Corona-Schutzverordnung an diesem Freitag beschließen. Einige Bundesländer haben Kitas und Grundschulen schon geöffnet, etwa Niedersachsen, Bremen und Hessen. 

Dieses Thema im Programm MDR JUMP-Nachrichten | 09. Februar 2021 | 14:00 Uhr

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