Wo sind Schulen und Kitas geschlossen?

Schulen und Kitas müssen ab einer Inzidenz von 165 schließen. Das sagen die neuen, bundesweiten Corona-Regeln. In Mitteldeutschland sind viele Landkreise betroffen.

In einem Klassenzimmer stehen die Stühle auf den Tischen.
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Viele Schülerinnen und Schüler können nicht mehr in den Präsenzunterricht. Durch Änderungen am Infektionsschutzgesetz entscheidet jetzt bundesweit der Inzidenzwert in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt über Schulschließungen. Liegt der Wert drei Tage lang über 100, wechseln alle Schulformen zwei Tage später in den Wechselunterricht. Ab einem Wert von 165 über drei Tage werden die Schulen zwei Tage später geschlossen.

Welche Regionen in Mitteldeutschland sind betroffen?

In Mitteldeutschland sind viele Schulen und Kitas betroffen. Fast alle Schulen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen müssen mindestens den Wechselunterricht umsetzen. In vielen Kreisen ist der Wert so hoch, dass die Schulen und Kitas geschlossen werden müssen. Welche Kreise und kreisfreien Städte in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen betroffen sind, wird in der interaktiven Karte ersichtlich.

Die Daten sind am 26. April aktualisiert worden. Es ist möglich, dass einzelne Landkreise schärfere Regelungen erlassen.
Eine
Liste aller geschlossenen Schulen und Kitas in Thüringen gibt es hier.

  • Ab Dienstag wird auch im Landkreis Wittenberg der Wechselunterricht eingeführt.
  • Ab Mittwoch müssen auch die Schulen in Weimar, im Altmarkkreis Salzwedel und im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge schließen.

Welche Ausnahmen gibt es?

Von den Schulschließungen können laut den bundesweiten Regelungen Abschlussklassen und Förderschulen ausgenommen werden.

In Sachsen heißt es dazu: "Ausnahmen gibt es für die Schülerinnen und Schüler an den Förderschulen und in den Abschlussklassen. Sie können ihre Schulen weiterhin besuchen." Zu den Abschlussklassen gehört auch die Klassenstufe vier an Grundschulen.

Auch in Thüringen können Abschlussklassen und Förderschulen weiterhin im Wechselunterricht beschult werden. Auch hier gehören die vierten Klassen an Grundschulen zu den Abschlussklassen.

In Sachsen-Anhalt können die Kreise und kreisfreien Städte darüber entscheiden.

In einem Klassenzimmer stehen die Stühle auf den Tischen.
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Wie wird die Notbetreuung geregelt?

In Sachsen bekommen Kinder bestimmter Personen und Berufsgruppen in den Grundschulen eine Notbetreuung. Das gilt auch für Kitas.

In Sachsen-Anhalt soll eine Notbetreuung vor allem für "Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf, Kinder von alleinerziehend Berufstätigen und Kinder von Eltern, bei denen mindestens ein Elternteil im Bereich der kritischen Infrastruktur arbeitet" angeboten werden. Die einzelnen Kreise entscheiden selbst darüber.

An Schulen und in Kitas in Thüringen wird für bestimmte Personengruppen ebenfalls eine Notbetreuung angeboten. Möglich ist dies zum Beispiel, wenn ein Elternteil im Gesundheitswesen oder anderen bestimmten systemrelevanten Berufen arbeitet.

Prinzipiell gelten ähnliche Regelungen, wie bei vorhergehenden Schulschließungen.

Wann werden die Schulen und Kitas wieder geöffnet?

Wurde die Notbremse gezogen, dauert es einige Zeit, bis diese wieder gelockert werden darf. Laut der bundesweiten Regelungen muss der Inzidenzwert fünf Tage lang unter 165 liegen, damit zwei Tage später die Schulen wieder geöffnet werden dürfen.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP am Abend - Die Themen des Tages | 23. April 2021 | 19:10 Uhr

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