Das werden die Corona-Regeln in der kommenden Woche

Der Lockdown wird verlängert. Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt. Die angedachte Oster-Ruhe wurde zurückgenommen. Doch was gilt in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in Zukunft?

Schüler beobachten vor einem Gymnasium ihre Klassenkameraden durch das Fenster.
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Bis zum 18. April wird der aktuelle Lockdown verlängert. Das haben Bund und Länder beschlossen. Die Notbremse, mit der Lockerungen zurückgenommen werden können, soll konsequent durchgesetzt werden. Doch in Mitteldeutschland werden die Regeln unterschiedlich umgesetzt.

Das ist in Sachsen geplant

Die aktuelle Corona-Schutzverordnung gilt bis 31. März. Derzeit sind die Regelungen, die ab dem 1. April gelten sollen, nur als Entwurf vorhanden. Diese können noch vom Kabinett verändert werden. Nach derzeitigem Stand sollen in Sachsen die folgenden Regeln gelten:

  • Schulen sollen nach Ostern offen gehalten werden. Auch, wenn der Inzidenzwerte in einer Region über 100 liegt. Voraussetzung soll dann eine Testpflicht sein, die auch in Grundschulen gelten soll. Zwei Tests pro Woche sollen dafür sorgen, dass weiterhin Unterricht in Präsenz stattfinden kann.
  • Es sollen sich zwei Hausstände mit maximal fünf Personen treffen dürfen.
  • Arbeitgeber müssen ihren Angestellten mindestens einen Corona-Test pro Woche kostenlos zur Verfügung stellen. Wenn ein Kundenkontakt besteht, muss dieser zweimal pro Woche angeboten werden.
  • Geschäfte, Zoos und Museen sollen ab dem 6. April auch unabhängig von der regionalen Inzidenz öffnen dürfen. Der Zutritt soll für Besucherinnen und Besucher nur mit einem tagesaktuellen Corona-Test ermöglicht werden.
  • Wenn es das Infektionsgeschehen zulässt, sollen Modellprojekte zu möglichen weiteren Öffnungen erlaubt sein. Geplant war ein solches Projekt zum Beispiel in Augustusburg.

Das ist in Sachsen-Anhalt geplant

In Sachsen-Anhalt sollen die neuen Corona-Regeln am 29. März in Kraft treten. Bereits vorher beschlossene Öffnungsschritte für Geschäfte und Kultureinrichtungen bleiben bestehen. Allerdings soll die Notbremse konsequent bei einer Inzidenz von über 100 gezogen werden.

  • Es soll eine „Experimentierklausel“ eingeführt werden. In solchen Versuchen sollen nach Ostern auch Gastronomen und Tourismus öffnen dürfen. Dafür müssen Tests und Nachverfolgung gesichert sein. So sollen Erfahrungen für die Zukunft gesammelt werden.
  • In Gebieten mit einer Inzidenz über 100 darf ich ein Hausstand nur mit einer weiteren Person treffen.
  • Schulen sollen mit umfangreichen Tests auch über einer Indiens von 100 weiterhin geöffnet bleiben.
  • Auch der Einzelhandel bleibt geöffnet. Das Modell „Click & Meet“ wird fortgesetzt.

Eingeklappte Sonnenschirme eines Cafés stehen in der Altstadt auf einem sonst belebten Platz
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Das ist in Thüringen geplant

In Thüringen soll ab dem 1. April eine neue Schutzverordnung gelten.

  • Nach den Osterferien sollen die Corona-Regeln im Einzelhandel gelockert werden. Wenn die Sieben-Tage-Inzidenz landesweit unter 200 liegt, könnten dann ab 12. April Geschäfte mit „Click & Meet“ öffnen. Der Zutritt soll nur mit negativem Corona-Test möglich sein. Da der Inzidenzwert derzeit über 200 liegt, ist dieser Öffnungsschritt nach derzeitigem Stand nicht möglich.
  • Unter ähnlichen Bedingungen könnten Zoos und Tierparks ab 10. April öffnen.
  • Private Treffen sind mit einem weiteren Hausstand und insgesamt maximal zu fünft möglich.
  • Liegt der Inzidenzwert über 100 werden keine weiteren Öffnungsschritte unternommen.
  • Auch in Thüringen sind Modell-Projekte erlaubt. Ab Montag dürfen Geschäfte in Weimar für drei Tage öffnen. Dann darf mit negativem Corona-Test eingekauft werden.

Schillerstraße in Weimar mit dem Schillerhaus (links).
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Dieses Thema im Programm MDR JUMP Nachrichten | 22. März 2021 | 06:00 Uhr

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