Wie können wir unsere Lieblingsläden vor Ort unterstützen?

Letzte Änderung: 03.04.2020 | 13:27 Uhr

Das Café um die Ecke, die Stammkneipe, der kleine Laden für alles oder die Lieblingspizzeria – für lokale Geschäfte ist die Corona-Krise wirtschaftlich besonders bedrohlich. Wir geben Tipps, wie ihr die Läden in eurer Stadt trotz Kontaktverbot unterstützen könnt.

Ein Hinweis, auf ein geschlossenes Geschäft
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Der Einzelhandel steht still. Bis auf wenige Ausnahmen wie Lebensmittelgeschäfte oder Apotheken, sind die Läden geschlossen. In Sachsen-Anhalt und Thüringen noch mindestens bis zum 19. April, in Sachsen bis zum 20. April. Es gibt trotzdem viele Möglichkeiten, jetzt Geld in die Kassen deiner Lieblingslokalitäten zu spülen, damit die auch nach der Corona-Krise noch existieren. Allerdings ist es nicht ganz so einfach herauszufinden, wer gerade noch offen hat und eventuell liefert. Oder wer Hilfe braucht, weil gerade gar nichts geht. Wir haben daher einen Überblick zusammengestellt.

Speisen zuhause genießen

Abholservice für Pizza mit extra eingerichtetem Schalter
Bildrechte: imago images / Emmanuele Contini

Hol dir das Restaurant oder Café um die Ecke einfach in deine eigene Küche! Viele Gastronomie-Betriebe bieten ihre Gerichte und Getränke zum Mitnehmen an oder liefern sogar zu dir nach Hause. In Magdeburg gibt es mit YourLocal zum Beispiel eine Plattform, die eine Übersicht an Läden und die direkte Möglichkeit zum Bestellen bietet. In Leipzig wollen die Locals Restaurants, Blumenläden, Fahrradgeschäfte, Schreibwarenhändler und viele andere kleine Geschäfte miteinander vernetzen. Auf der Seite Local Heros Leipzig kann man auf einen Blick sehen, wer in diesen Zeiten auch liefert.

Örtliche Buchhandlungen unterstützen

In Sachsen und Thüringen sind auch die Buchläden von den Schließungen betroffen. Die Zustellung per Post ist allerdings erlaubt. Viele Buchhandlungen bieten mittlerweile einen Bestellservice an. Wer lokal einkaufen möchte, sollte etwas Geduld mitbringen und nicht direkt auf die großen Online-Anbieter ausweichen. Denn auch der Einzelhandel muss sich auf die neue Situation einstellen und die eigenen Abläufe daran anpassen.

Gutscheine kaufen und später einlösen

Alle Veranstaltungen wegen Corona abgesagt: Plakatwand an einem Club
Bildrechte: imago images / snapshot / M. Krause

Jetzt zahlen und später genießen. Unter diesem Motto könnt ihr eure Lieblingsläden ebenfalls unterstützen; und zwar mit einem Gutschein. Der hilft kleineren Geschäften, ihre Fixkosten zu zahlen und ihr könnt euch jetzt schon auf ein leckeres Essen oder die neue Kleidung freuen. Unter dem Hashtag #supportyourlocal gibt es bereits eine bundesweite Sammlung an Läden, die nun Gutscheine verkaufen. Mit dabei sind auch viele Lokale aus Mitteldeutschland. In Thüringen gibt es die Möglichkeit, mit dem Lokalhelden-Ticket die Gastronomie zu unterstützen. In Pirna liefert „Kaufe in Pirna“ die Möglichkeit, Gutscheine für lokale Läden zu erwerben. Und auch für die Leipziger Clubs könnt ihr jetzt Gutscheine erwerben, um bald wieder dort tanzen zu können.

Spenden für dein Lieblingslokal

Auch die klassische Spende kann deinem Lieblingslokal jetzt finanziell aus der Patsche helfen. In Halle haben die Betreiber des Unverpackt-Ladens "Abgefüllt" zum Beispiel kurzerhand eine Crowdfunding-Kampagne für Hallenser Geschäfte gestartet. Auch über die bundesweite Kampagne #hilfdeinemkino sind Spenden möglich. Diese Aktion setzt auf eine weitere, ungewöhnliche Maßnahme. Statt Geld könnt ihr eurem Kino Zeit schenken. Ihr schaut auf der Webseite die Werbung, die ihr normalerweise vor einem Film seht. Anzeigenkunden bleiben damit erhalten.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP Morningshow | 03. April 2020 | 10:10 Uhr

Weitere Informationen zu Corona