Diese Regeln ändern sich im verlängerten Lockdown in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen

Die Bundesregierung hat eine Verlängerung des Lockdowns bis 14. Februar beschlossen. Die bisherigen Beschränkungen bleiben weitestgehend bestehen. Ein paar Details ändern sich allerdings doch.

Frau mit FFP2-Maske schiebt einen Einkaufswagen.
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Oberflächlich ändert sich mit den Beschlüssen von Bund und Ländern vom Dienstag relativ wenig. Bis 14. Februar sollen die Regeln, weitgehend so bleiben, wie sie sind. Der Teufel steckt allerdings im Detail. So übernimmt Sachsen die Beschlüsse von Bund und Ländern größtenteils. In Sachsen-Anhalt gibt es eine erste Lockerung, um Kinderbetreuung während des Lockdowns zu erleichtern und in Thüringen wird über härtere Ausgangsbeschränkungen gestritten.

Sachsen

  • In öffentlichen Verkehrsmitteln und Geschäften müssen künftig medizinische Masken getragen werden. Das können OP- oder FFP2-Masken sein. Mitte nächster Woche soll es dazu die sächsische Verordnung geben, in der auch die Standards und Maskenzertifizierungen aufgelistet sein sollen.
  • Wo es die Tätigkeiten zulassen, werden Arbeitgeber verpflichtet, Home Office zu ermöglichen. Ab 25. Januar gilt eine Rechtsverordnung des Bundesarbeitsministeriums - zunächst befristet bis 15. März 2021.

Daneben ändert sich nicht viel. Schulen und Kitas bleiben weiter geschlossen, Kontaktbeschränkungen bleiben weiter bestehen. Die sächsische Verordnung soll im Lauf der nächsten Woche angepasst und veröffentlicht werden. Dann soll auch die verschärfte Maskenpflicht in Kraft treten.

Sachsen-Anhalt

  • Dort, wo Menschen im öffentlichen Raum eng aufeinandertreffen, soll eine Pflicht zum Tragen medizinischer Masken eingeführt werden. Beispielsweise in Geschäften oder in Bus und Bahn. Selbstgenähte Stoffmasken haben dann, in diesen Bereichen zumindest ausgedient.
  • Dazu kommt, dass in Altenheimen FFP2-Masken zur Pflicht werden.
  • Der öffentliche Nahverkehr soll weiter entzerrt werden, damit vor allem zu Spitzenzeiten weniger Menschen zusammenkommen.
  • Für Hotspots mit besonders hohen Infektionszahlen sollen noch strengere Maßnahmen ergriffen werden. Diese sollen auch so lange gelten, bis die betroffenen Landkreise sich wieder einer von Inzidenz von 50 annähern.
  • Die Kontaktbeschränkungen werden für die Betreuung von Kindern etwas gelockert. So soll es möglich sein, dass sich Familien oder Nachbarn die Betreuung von Kindern bis 14 Jahren teilen können.

Thüringen

Thüringen will in der neuen Verordnung weitgehend die Beschlüsse der Bund-Länder-Konferenz vom Dienstag übernehmen. Also eine Verlängerung des Lockdowns bis Mitte Februar und eine strengere Maskenpflicht. Unklar ist noch, ob in die Verordnung auch strengere Ausgangsbeschränkungen aufgenommen werden, wie es das Gesundheitsministerium möchte. Noch ist die Verordnung nicht fertig und beschlossen, allerdings soll sie am kommenden Dienstag schon in Kraft treten.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP Nachrichten | 21. Januar 2021 | 06:00 Uhr

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