Diese Corona-Regeln gelten bei uns ab Montag

Bund und Länder haben neue Regelungen für den Lockdown vereinbart. Doch die Länder setzen sie jeweils etwas unterschiedlich um. Was gilt in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ab Montag?

Die Tische und Stühle vor einem Restaurant in Jena sind zusammengeräumt
Bildrechte: imago images/Jacob Schröter

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Sachsen

Das Land Sachsen bekommt eine neue Corona-Schutzverordnung. Ab dem 8. März sollen die Kontaktbeschränkungen gelockert werden. Dann sind private Treffen mit bis zu zwei Haushalten und maximal fünf Personen möglich. Kinder bis 14 Jahren werden dabei nicht mitgezählt. Wenn der Inzidenzwert in einer Region unter 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in der vergangenen Woche liegt, sind Treffen mit insgesamt bis zu zwei weiteren Haushalten möglich. Außerdem gibt es die folgenden neuen Regelungen:

  • Die Ausgangssperre wird aufgehoben. Das gilt auch für die 15-Kilometer-Regel.
  • Im Einzelhandel soll Einkaufen per Termin ermöglicht werden. Das "Click & Meet"-Verfahren erlaubt dann eine Kundin oder einen Kunden pro 40 Quadratmeter. Notwendig ist dann die Speicherung von Daten zur Kontaktnachverfolgung. Sinkt der Inzidenz-Wert in Sachsen und der Region unter 50 werden Öffnungen wieder ohne Termin möglich.
  • Buchhandlungen, Blumenläden, Gartenmärkte, Baumärkte: Ab 8. März zählen sie zu den "Waren des täglichen Bedarfs" und dürfen mit Beschränkungen der Anzahl der Kunden im Laden öffnen.
  • Körpernahe Dienstleistungen dürfen wieder angeboten werden. Nach Friseuren ist also auch die Öffnung von Kosmetik-, Massage-, Tattoo- und Nagelstudios erlaubt.
  • Fahrschulen dürfen wieder öffnen.
  • Bis zu 20 Kinder und 14 Jahren dürfen draußen gemeinsam Sport machen. Liegt der Inzidenzwert im Land und in der Region unter 50, dann ist Sport in Gruppen bis 10 Personen im Freien erlaubt. Das gilt nicht für Mannschaftssportarten, bei denen sich Teilnehmende berühren.
  • Liegt der Inzidenzwert an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 100, werden diese Lockerungen wieder zurückgenommen.

Gestapelte Stühle auf Tischen eines Gastronomiebetriebes
Bildrechte: imago images/ Sven Simon

Sachsen-Anhalt

Der sogenannte "Sachsen-Anhalt-Plan" sieht ab Montag folgende Lockerungen vor:

  • Treffen von zwei Hausständen sind erlaubt. Der Hausstand, der zu Besuch kommt, darf maximal aus fünf Personen bestehen. Kinder unter 14 Jahren zählen nicht dazu.
  • Nach Friseuren dürfen auch Kosmetik-, Nagel- und Tattoo-Studios öffnen. Das gilt auch für die Fußpflege.
  • Termin-Shopping wird im Einzelhandel erlaubt. Allerdings mit begrenzter Kundenzahl.
  • Mit Termin ist es möglich Museen, Galerien, Bibliotheken, Gedenkstätten, Archive und botanische Gärten zu besuchen. Dabei muss die Kontaktnachverfolgung möglich sein.
  • Sport ist im Außenbereich mit bis zu fünf Personen inklusive Trainer möglich. Für Kinder und Jugendliche gilt eine maximale Personenzahl von 20.

Thüringen

Der Freistaat Thüringen hat derzeit die deutschlandweit höchste 7-Tage--Inzidenz. Am 5. März liegt dieser Wert laut RKI bei 129. Da die von Bund und Ländern vereinbarten Lockerungen erst ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100 gelten, wird es in Thüringen am Montag noch keine Lockerungen geben. Die neue Verordnung gilt ab dem 14. März. Dann können Buchläden und körpernahe Dienstleistungen erlaubt werden.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP Nachrichten | 05. März 2021 | 09:00 Uhr

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