Hochzeit wegen Corona geplatzt

Tina und René aus Meerane wären jetzt eigentlich verheiratet. Doch das Coronavirus hat ihre Hochzeitspläne zunichte gemacht. Im MDR JUMP-Interview erzählt Tina die ganze Geschichte.

Wegen der Corona-Krise müssen wir derzeit ja auf alles Mögliche verzichten. Was aber, wenn man ausgerechnet jetzt den schönsten Tag des Lebens geplant hatte - die eigene Hochzeit? Tina und René aus Meerane wollten sich ursprünglich am 18. April das Ja-Wort geben. Doch sie haben wegen des Coronavirus ihre Pläne auf Eis gelegt.

Tina, wann habt ihr erfahren dass ihr nicht heiraten könnt?

Eigentlich erst eine Woche vorher. Es hieß plötzlich, dass unser Kind nicht zur Trauung mitdarf. Das war wohl eine Auflage vom Bürgermeister.

Was war das für ein Gefühl, als klar wurde: die Hochzeit wird abgesagt?

Es war schon ein bisschen traurig. Also wir hatten damit gerechnet, dass die Feier ausfällt, aber die Trauung hätten wir vielleicht durchgezogen. Aber es war ja leider dann der Fall, dass unser Kind nicht dabei sein sollte und dass diese Trauung in einem Büro hätte stattfinden sollen.

Ihr hattet ja bestimmt schon alles vorbereitet, oder?

Ja. Die Blumen waren in Auftrag gegeben. Das Kleid hätte ich noch abholen müssen. Essen, Lokalität war auch schon geplant. Alle Einladungen waren verschickt.

Wie viele Gäste wollten kommen?

Etwa 65. Die hatten alle schon bestätigt, dass sie kommen wollen. Jetzt mussten sie umplanen, aber damit hatten sie auch schon fast gerechnet.

Gibt es schon einen Nachholtermin?

Ja. Eventuell in einem halben Jahr. September oder Oktober.

Soll die Hochzeit im 2. Anlauf dann wie geplant stattfinden?

lächelndes Pärchen
René und Tina aus Meerane wollen heiraten Bildrechte: MDR JUMP

Wir wollen es dann noch mal so versuchen, wie wir es jetzt geplant hatten. Wenn man uns dann wieder einen Strich durch die Rechnung macht, dann werden wir es wohl ein bisschen kürzer und kleiner halten. Wir hoffen ganz stark, dass alles klappt.

Im Moment finden Trauungen in unseren drei Bundesländern statt, allerdings unter Auflagen. In Sachsen darf man sich in Anwesenheit von maximal 15 Besuchern das Ja-Wort geben. In Sachsen-Anhalt und Thüringen sind außer dem Brautpaar und dem Standesbeamten lediglich die Trauzeugen sowie die Eltern und Kinder des künftigen Ehepaars zugelassen.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP am Wochenende | 26. April 2020 | 12:10 Uhr

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