Überblick: Hilfreiche Corona-Apps

Ob zur Kontaktverfolgung oder zum Überblick über aktuelle Corona-Regeln: einige Apps können uns auch während der Pandemie den Alltag erleichtern. Wir haben für euch eine Übersicht der nützlichsten Anwendungen.

Frau scannt mit ihrem Telefon einen QR-Code.
Bildrechte: IMAGO / Thomas Müller

Corona-Warn-App der Bundesregierung

Benachrichtigt werden, wenn man sich in der Nähe einer infizierten Person aufgehalten hat – im Kern kann die Corona-Warn-App der Bundesregierung genau das. Die kostenlose App misst über Bluetooth, ob sich die Nutzer 15 Minuten oder länger näher als ungefähr zwei Meter gekommen sind. Die Daten und Standorte der Nutzer bleiben verschlüsselt und anonym.

Ab dem 16.April soll sie außerdem durch ein Check-In per QR Code erweitert werden. Im Unterschied zur Luca App wird hierbei keine Herausgabe von persönlichen Daten gefordert. Mittlerweile liefert die App außerdem Infos zur aktuellen Corona-Situation in Deutschland, wie Inzidenz- oder R-Werte.

Die App ist kostenfrei für Android und Apple zum Download verfügbar.

Kontaktverfolgung mit der Luca App

Zuletzt rückte die Luca App immer wieder in den Fokus der Öffentlichkeit. Das lag vor allem an dem Modellprojekt in Rostock. Mecklenburg-Vorpommern war das erste Bundesland, das die App nutzte. In Mitteldeutschland verwenden bislang fünf Kreise die App, z.B. der Salzlandkreis in Sachsen-Anhalt oder die Stadt Chemnitz in Sachsen.

Die Handhabung ist einfach: Die Nutzer tragen Informationen, wie Name oder Adresse, ein und können diese dann mithilfe eines QR-Codes bei Gastronomen oder Händlern hinterlassen. Im Falle einer Infektion können die Daten dann direkt verschlüsselt an das jeweilige Gesundheitsamt übermittelt werden – nur sie können die Daten auslesen.

Erhältlich ist die „Luca app“ kostenfrei im Google Play Store und im App Store

„Darf ich das?“ - aktuelle Regeln in einer App

Die App „Darf ich das?“ möchte ihren Nutzern einen Überblick über die oft unübersichtlichen Corona-Regeln geben. Sie informiert über die örtlichen Beschlüsse und aktuelle Inzidenzen. Entwickelt wurde die Anwendung von Softwareentwicklern aus Köln. Verfügbar ist die App für Android- und Apple-Geräte.

Das gleiche Ziel hat auch die App „CoroBuddy“. Bislang steht sie aber nur Android-Usern zur Verfügung. Entwickelt wurde die App von einem Würzburger Start-Up, das zum Großteil aus Studenten besteht. Die iOS-Anwendung befindet sich in der Entwicklung, ein Veröffentlichungsdatum wurde jedoch noch nicht festgelegt.

Hilfreich für die Wissenschaft: Corona-Datenspende-App

Nutzer können bei dieser App ihre Daten von Fitness-Trackern und Smartwatches freiwillig zur Verfügung stellen. Mit den Daten, die dann verschlüsselt an das Robert-Koch-Institut gehen, können neue Erkenntnisse über die Ausbreitung des Virus oder potentielle Symptome erkannt werden. Die Informationen der Nutzer werden dabei ausschließlich zu wissenschaftlichen Zwecken genutzt und sind so anonymisiert, dass kein Nutzer erkennbar wird.

Die App gibt es kostenlos im App Store und bei Google Play.

Info über Auslastung von Geschäften mit der „crowdless“ App

Diese App informiert Nutzer kostenlos über Auslastung von Geschäften. Mithilfe eines Ampelsystems können Nutzer so vor dem Einkaufen schnell erkennen, ob Orte stark oder mäßig besucht sind. Für kleinere Geschäfte liefert die App aktuell keine Informationen. So können überfüllte Geschäfte und Warteschlangen vermieden werden. Entwickelt wurde die App von einem britischen Start-Up, das von der Europäischen Weltraumorganisation ESA unterstützt wird.

Die App kann kostenfrei im App Store und im Google Play Store heruntergeladen werden.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP am Wochenende | 03. April 2021 | 13:10 Uhr

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