Alles Wichtige für die Herbstferien unter Corona-Bedingungen

Die Infektionszahlen steigen und die Herbstferien nähern sich langsam. Damit aber auch die Frage, ob man mit den Kindern nochmal wegfahren sollte, oder lieber nicht.

Warteschlange für Corona-Test am Flughafen
Bildrechte: imago images / Ralph Peters

Corona macht die Urlaubsplanung nicht gerade einfach. Vor allem für die Herbstferien tun sich viele Fragezeichen auf. Manche Gebiete können wegen der exponentiell ansteigenden Infektionszahlen innerhalb von ein paar Tagen zum Risikogebiet werden.

Die Kurzform ist, dass es keine pauschale Antwort auf diese Frage gibt. Jedes Land und einzelne Regionen haben eigene Bestimmungen und Voraussetzungen für eine Einreise. Die Risikogebiete auf der Liste des Robert-Koch-Instituts solltest du aber definitiv meiden.

Was passiert, wenn mein Urlaubsort zum Risikogebiet wird, während ich dort bin?

Grundsätzlich musst du dann nach der Rückkehr in Quarantäne und einen Corona-Test machen. Erst, wenn der negativ ist, darfst du aus der Quarantäne. Wie die Einreise in so einem Fall verlaufen kann hat unser MDR JUMP-Reporter Kais Harrabi aufgeschrieben.

Die gute Nachricht ist allerdings: In solchen Fällen bekommen die Rückkehrer in der Zeit, die sie wegen der Quarantäne nicht arbeiten können, einen Ersatz für den entfallenen Arbeitslohn gezahlt. Denn zum Zeitpunkt ihrer Abreise haben sie ja nichts falsch gemacht.

Darf ich überhaupt in ein Risikogebiet fahren?

Die Fahrt in ein Risikogebiet ist nicht grundsätzlich verboten, die Bundesregierung appelliert aber an die Bürger, dieses Gebiete zu meiden. Außerdem drohen finanzielle Konsequenzen, wenn man in ein Risikogebiet fährt: Denn wer wissentlich in ein Risikogebiet fährt, muss natürlich genauso wie alle anderen nach der Rückkehr in Quarantäne, bis ein negatives Testergebnis vorliegt. Wer in dieser Zeit nicht von zu Hause aus arbeiten kann, hat dann keinen gesetzlichen Anspruch auf finanzielle Entschädigung.

Bekomme ich mein Geld zurück, wenn mein Urlaubsort zum Risikogebiet wird?

Pauschalreisende können ihr Geld in voller Höhe zurückfordern, wenn das Auswärtige Amt für die betreffende Urlaubsregion eine Reisewarnung ausspricht. Ab ersten Oktober wird dieser Prozess von der Bundesregierung vereinfacht. Erklärt das Robert-Koch-Institut ein Gebiet zum Risikogebiet, erlässt das Auswärtige Amt automatisch eine Reisewarnung.

Wenn man allerdings keinen Pauschalurlaub gebucht hat, sondern nur ein Hotel ohne Anreise, bleibt man aber eventuell auf Stornokosten sitzen. In solchen fällen stellt das Hotel die Leistung zur Verfügung und muss sich für eine Reisewarnung nicht interessieren.

Was ist, wenn ich bloß durch ein Risikogebiet durchfahre?

Wenn du auf der Durchfahrt an einer Raststätte halt machst, dann zählt das immer noch als "Durchreise". Einzige Bedingung ist, dass du keinen Kontakt zu anderen Menschen haben darfst.

Die Pflicht zu Corona-Test und Quarantäne gilt nicht für Personen, die nur durch ein Risikogebiet gereist sind, dort aber keinen Zwischenaufenthalt hatten. Eine kurze Rast etwa auf einem Autobahn-Parkplatz gilt nicht als solcher Zwischenaufenthalt. Das fällt noch unter den Begriff der „Durchreise“, sofern man keinen Kontakt zu anderen Menschen hatte, mit denen man nicht sowieso schon die ganze Zeit unterwegs war.

Sind Corona-Tests immer noch kostenlos?

Wenn du aus einem Risikogebiet zurückkommst, dann ist der Test für dich kostenlos. Kommst du aus einem Nicht-Risikogebiet zurück, musst den Test selbst bezahlen.

Was gilt für Besuch aus Risikogebieten?

Für Besucher, die aus Risikogebieten zu dir nach Hause kommen, gelten die gleichen Regeln wie für Reiserückkehrer. Bis zum negativen Testergebnis müssen sie in Quarantäne.

Mit dem Resturlaub diesen Herbst eine Reise zu machen wird aber definitiv nicht so einfach. Der ADAC hat aber ein paar praktische Tipps parat: Statt an den Strand könnte man lieber ins Binnenland fahren, so zum Beispiel ins Alte Land südlich der Elbe im Stadtstaat Hamburg und in Niedersachsen gelegen. Dort gibt es das größte zusammenhängende Obst-Anbaugebiet Europas. Auch Städtetrips oder die Weinlese an der Mosel seien interessante Ideen. Dazu kämen Outdoorziele wie der Harz.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP Nachrichten | 29. September 2020 | 15:00 Uhr

Weitere Informationen zu Corona