Als Freiwilliger durch die Corona-Krise helfen!

01.04.2020 | 16:05 Uhr

Durch das Coronavirus fällt in manchen Bereichen deutlich mehr Arbeit als sonst an. Wir zeigen dir, wo du in der Krise selbst anpacken kannst, denn viele Einrichtungen und suchen vor allem in diesen Tagen nach freiwilligen Helfern.

In der aktuellen Zeit zeigen sich viele Menschen solidarisch. Vom freiwilligen Maskennähen bis hin zu Spontankonzerten auf dem Balkon als Zeichen der Dankbarkeit, gibt es viele Aktionen. Wenn du durch die Corona-Krise gerade zu Hause sitzt und dich fragst, wo du am besten helfen kannst, haben wir ein paar Ideen für dich zusammengefasst.

Helfer im medizinischen Bereich

Die Corona Ambulanz an der Universitätsklinik Leipzig.
Bildrechte: imago images/Christian Grube

Die große Überlastung in den Krankenhäusern gibt es derzeit offenbar (noch) nicht. Unter anderem im Uniklinikum Leipzig laufen aber die Vorbereitungen auf eine angespanntere Zeit. Das hat uns der Sprecher Markus Bien mitgeteilt:

Tatsächlich suchen wir am UKL nach freiwilligen Helfern, die wir zwar noch nicht einsetzen, aber deren Schulungen je nach Qualifikation bereits bald beginnen oder bereits begonnen haben.

Die Helfer können sich derzeit registrieren und werden zu Schulungen eingeladen, damit sie dann im Ernstfall angefragt werden können. Bisher haben sich mehr als 1.400 Menschen als Helfer angemeldet. Eine Pflicht, nach der Registrierung auch wirklich helfen zu müssen, gibt es nicht.

Es lohnt sich also bei den Krankenhäusern in der Nähe nachzufragen, ob es ähnliche Projekte mit Helfern gibt.

Helfer für die Tafeln

Bei den Tafeln in Mitteldeutschland besteht ebenfalls ein Bedarf an Freiwilligen. Bei den Einrichtungen vor Ort kannst du die Mitarbeiter unterstützen, Lebensmittel von Supermärkten abzuholen, zu sortieren und an hilfebedürftige Menschen auszuteilen. Der Landesvorsitzende der Tafel in Sachsen-Anhalt –Andreas Steppuhn – sagte uns, dass bei der Suche nach Helfern auch die aktuelle Corona-Situation berücksichtigt wird:

Gebraucht werden jüngere Menschen die nicht zu den Risikogruppen gehören.

Bei den Einrichtungen werden die Helfer dann jeweils in einen Arbeitsbereich eingewiesen und können direkt beim Tagesgeschehen der Tafel mithelfen. Von Vorteil ist übrigens, wenn man einen Führerschein hat, sagte Steppuhn.

Helfer bei Hilfsorganisationen

Die Corona-Krise stellt auch die Hilfsorganisationen bei uns vor eine besondere Situation. Durch derzeit geltende gesetzliche Regelungen wird der Einsatz von Ehrenamtlichen derzeit deutlich erschwert, sagte uns Pressesprecherin Rebekka Biederbeck von den Johannitern in Sachsen. Dennoch machen sich die Hilfsorganisationen Gedanken, wie sie die Bereitschaft von Freiwilligen bündeln und bei Bedarf abrufen können. Aus dieser Motivation heraus ist ein neues Projekt entstanden, erklärt Biederbeck:

Sachsenweit können sich Freiwillige bei #TeamSachsen anmelden und werden dann kontaktiert, falls Bedarf an ihrem Einsatz besteht.

In dem Projekt haben sich die Hilfsorganisationen Arbeiter-Samariter-Bund, die DLRG, das Deutsche Rote Kreuz, die Malteser und die Johanniter zusammengeschlossen. Auf ihrer gemeinsamen Website können Helfer, ähnlich wie beim Uniklinikum Leipzig, ihre Kontaktdaten eintragen.

Und für alle, die sich in den Tagen nicht raustrauen, haben sich die Johanniter eine Aktion einfallen lassen. Sie schicken Nähbegeisterten ein Paket mit Stoff zu, um Mundschutze daraus nähen zu lassen. Die fertigen Mundschutze werden dann von den Johannitern an die Helfer der Hilfsorganisation verteilt.

Hier gibt es übrigens noch mehr Infos zu selbstgebastelten Mundschutzen. Bei einer unserer Anleitung braucht man nicht einmal Nadel und Faden.

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