App oder Zettel: So unterschiedlich läuft die Kontaktnachverfolgung

Einkaufen oder ins Restaurant: An vielen Stellen müssen derzeit mögliche Kontakte nachverfolgbar sein. Dafür gibt es verschiedene Lösungen, wodurch das Einkaufen kompliziert wird.

Frau scannt mit ihrem Telefon einen QR-Code.
Bildrechte: IMAGO / Thomas Müller

An Tischen sitzen Menschen, trinken Kaffee und essen Kuchen: Seit einigen Wochen ist es in vielen Regionen wieder möglich, die Gastronomie zu besuchen. Dabei gelten oft strenge Vorschriften. Zum Beispiel auch, dass Kontakte nachverfolgbar sein müssen. Doch die Umsetzung ist sehr unterschiedlich.

Viele Apps verfügbar

Egal ob die Corona-Warn-App, die Luca-App oder viele weitere. In der Moritzbastei in Leipzig kann beispielsweise auch die App "pass4all" genutzt werden. Es wird klar: Wer einkaufen oder in die Gastronomie gehen möchte, der muss im Zweifel viele verschiedene Apps auf dem Handy installiert haben. Einige Geschäfte setzen wiederum nur auf die traditionelle Lösung mit Zettel und Papier. Zum Beispiel im Fahrradladen Little John Bikes im Leipziger Zentrum:

Wir haben Kontaktnachverfolgungslisten, wo sich der Kunde eintragen muss. Die werden regelmäßig alle 14 Tage auch vernichtet, wenn nichts ist.

Kay Rahm, Fillialleiter

Im Modegeschäft Steinbruch in Leipzig hätten sich die Mitarbeitenden am liebsten auch die Luca-App gewünscht, da sie oft von Kundinnen und Kunden nachgefragt wird. Doch in Sachsen ist der Einsatz dieser Software nicht zugelassen.

Eine MDR JUMP-Stichprobe unter Kundinnen und Kunden in Leipzig zeigt jedoch: Besonders die Variante mit der Corona-Warn-App wird gut bewertet, da viele Funktionen mit nur einem Programm abgedeckt werden können. Doch nicht in jedem Bundesland ist diese Variante nutzbar.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP am Abend - Die Themen des Tages | 04. Juni 2021 | 19:10 Uhr

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