Der Online-Einkauf um die Ecke: Mit regionalen Lieferdiensten Geschäfte in der Nachbarschaft unterstützen

06.04.2020 | 16:32 Uhr

Du willst auch in der Corona-Zeit lokal einkaufen? Gute Idee, denn die Geschäfte in deiner Stadt sind derzeit besonders auf dich angewiesen. Wir stellen euch die verschiedenen Plattformen in Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen vor.

Online-Shop wirbt mit Nachlässen
Bildrechte: imago images / Panthermedia / Andrey Popov

„The Show must go on“ - das gilt auch für Mitteldeutschlands Innenstädte. Mögen das Stöbern in Regalen und das nette Gespräch mit der Verkäuferin einen großen Teil des Vergnügens beim Shoppen vor Ort ausmachen, so solltest du auch jetzt an deine Lieblingsgeschäfte denken. Doch nicht jedes Geschäft hat einen Online-Shop. Umso besser, dass mal lokale Händler, mal Stadtverwaltungen Sammelplattformen ins Leben rufen. Dabei gilt: Keine Plattform ist wie die andere.

Thüringen: Weimar, Erfurt, Jena

In Weimar findest du auf einer gut strukturierten Website in den Rubriken Handeln und Handwerk, Essen und Trinken sowie Dienstleistungen alles, was du brauchst. Schon mehr als hundert Gewerbetreibende sind dabei. Das Besondere: Die Plattform führt dich nicht nur direkt zu dem Geschäft deiner Wahl, sondern organisiert auch einen Lieferservice.

Ganz ähnlich funktioniert die Plattform der „Initiative Innenstadt Jena“. Hier sind die Geschäfte jedoch mit Hilfe eines Stadtplans aufgelistet. Hilfreich sind hier die genauen Angaben, ob das Geschäft regulär geöffnet hat, oder nur Abholung beziehungsweise Lieferservice möglich sind.

Die Stadt Erfurt hatte schon vor Corona ihre eigene App. Die „Erfurt-App“ ist jetzt um eine Corona-Karte reicher, in der alle pandemiebedingten Sonderleistungen vermerkt sind. Die kannst du dir für das Handy herunterladen oder auf deinem Computer anschauen.

Sachsen-Anhalt: Magdeburg, Halle, Wittenberg

Eine besondere Erfolgsgeschichte ist die Magdeburger Plattform „Your Local“, die drei Einzelhändlern in kürzester Zeit aus dem Boden gestampft haben und besonders schnell gewachsen ist. Die Plattform kann mit einer besonders benutzerfreundlichen Oberfläche Punkten. Hier erfährst du mehr über die Entstehungsgeschichte und die weiteren Pläne der Plattform-Macher.

In der Händelstadt fehlt dagegen eine solche Plattform bis jetzt. Hilfreich ist dennoch der Web-Auftritt der „City-Gemeinschaft Halle“, dem Zusammenschluss der lokalen Händler. Auch ihre Postings in den sozialen Medien lohnen einen Blick. Dort erfährst du einiges darüber, wo du was gerade bekommst, vom Küchenstudio bis zu Fahrradverleih.

Eine vergleichbare Plattform wie für Magdeburg gibt es sonst in Sachsen-Anhalt leider nicht. Informier dich am besten auf den Facebook- und Internetseiten deiner Stadt. Unter dem Motto #kauflokal weist die Tourist-Information Wittenberg regelmäßig auf die Angebote der lokalen Geschäfte hin.

Sachsen: Dresden, Chemnitz, Görlitz

Zu groß für eine gemeinsame Plattform? Das scheint für Leipzig der Fall zu sein, hier haben wir kein Plattform-Angebot gefunden. In Dresden hingegen hat ein Online-Magazin viele lokale Einkaufsmöglichkeiten zusammengetragen. Die Geschäfte sind dabei nach Kategorien sortiert und auch besonderen Regelungen sind vermerkt.

Für Chemnitzer gibt es leider keine umfassende Übersicht. Du kannst dich aber auf der Homepage der „Werbegemeinschaften Chemnitz“ umschauen. Ob für Schuhe, Sportartikel oder Spielwaren, hier findest du Links zu einigen Läden, die Liefer- und Bestellservices möglich machen.

Last but not least, liebe Görlitzer: Schaut mal hier vorbei. Unter dem Motto „Gemeinsam sind wird stark“ findest du vom Fotografen bis zur – ja, richtig gelesen – Intarsienmanufaktur eine beeindruckende Bandbreite an Geschäften, die dich entweder beliefern, oder die du mit Gutscheinen unterstützen kannst.

Und sonst: die großen Plattformen

Wenn du in den vorgestellten Angeboten noch nicht fündig geworden bist, lohnt vielleicht ein virtueller Besuch auf größeren Plattformen. Hier findest du Angebote aus ganz Deutschland, kannst aber regionale Schwerpunkte setzen. „Shopdaheim.de“ wurde von großen Buch-Ketten gegründet, mittlerweile findest du dort aber auch viele inhabergeführte Läden. Allein für Dresden spuckt die Suchmaske etwa über ein Dutzend lokaler Buchläden heraus.

Weitere Informationen zu Corona