Diese Corona-Regeln gelten im Juli in Mitteldeutschland

In Sachsen und Thüringen gelten ab 1. Juli neue Corona-Verordnungen, in Sachsen-Anhalt kommt sie Mitte des Monats. Dank immer weiter sinkender Inzidenzen gibt es viele Lockerungen und kaum noch Einschränkungen.

Durchgestrichen mit orangem Klebeband ist ein Schild mit der Aufschrift „Maskenpflicht - Cover your mouth and nose!“ in der Innenstadt
Bildrechte: dpa

Auf dieser Seite:

Sachsen

  • Schulen und Kitas:

Ab 1. Juli müssen sich Schülerinnen und Schüler nur noch einmal pro Woche testen, sofern die Inzidenz stabil unter zehn liegt. Auch sollen Schulen und Kitas unabhängig von der Inzidenz geöffnet bleiben. Bei einem Wert über 100 gehen Grund- und Förderschulen sowie Kitas in den eingeschränkten Regelbetrieb mit festen Gruppen und Klassen. An weiterführenden Schulen wird dann im Wechselmodell unterrichtet. Unabhängig davon können Einrichtungen bei lokalen Ausbrüchen sofort geschlossen werden. Die Schulbesuchspflicht bleibt weiterhin ausgesetzt

  • Masken:

Liegt die Inzidenz unter 10, entfällt die Maskenpflicht im Freien. Unabhängig von den Infektionszahlen muss der Mund-Nase-Schutz auch weiterhin in Geschäften, in Bussen und Bahnen, bei körpernahen Dienstleistungen und in Gesundheitseinrichtungen getragen werden.

  • Veranstaltungen:

Veranstaltungen sind wieder möglich – mit entsprechendem Hygienekonzept. Bei über 1.000 Teilnehmern gilt eine Testpflicht. Auch Clubs und Diskos dürfen wieder öffnen, wenn die Inzidenz unter zehn liegt. Auch hier müssen negative Tests vorgewiesen werden, es sei denn man ist geimpft oder genesen.

  • Impfen:

Wer sich gegen Corona impfen lassen möchte, für den sieht es jetzt deutlich besser aus als in den vergangenen Monaten: Ab Anfang Juli ist ein Besuch im Impfzentrum auch spontan ohne Termin möglich. Ab 2. Juli gelte das Angebot für den Impfstoff von Astrazeneca, in den kommenden Tagen dann für die Vakzine von Biontech und Moderna.  

Die Kontaktbeschränkungen entfallen bei einer Inzidenz unter zehn. Die neue Verordnung gilt bis 28. Juli.

Sachsen-Anhalt

  • Testpflicht:

Wegen der niedrigen Infektionszahlen braucht man in etlichen Bereichen keinen Negativ-Test mehr. U.a. ist die Testpflicht in Kultureinrichtungen, bei Stadtführungen, in der Gastronomie - auch in Innenräumen, sowie beim Sport und außerschulischen Angeboten für Kinder und Jugendliche ausgesetzt. An den Schulen bleibt es bislang bei zwei Pflichttests pro Woche.

  • Masken:

In Bussen und Bahnen, beim Einkaufen und wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, muss weiter eine Maske getragen werden. Allerdings reicht ein medizinischer Schutz. FFP2-Masken sind nicht mehr zwingend.

  • Freizeit:

Viele Einrichtungen sind wieder geöffnet, darunter Schwimmbäder und andere Sportanlagen, Fitnessstudios, Diskos, die Innenbereiche von Freizeitparks und Zoos. Teils werden negative Corona-Tests am Einlass gefordert. Bei privaten Feiern sind bis zu 50 Gäste zugelassen. Ansonsten sind die Kontaktbeschränkungen durch Empfehlungen ersetzt worden: Man solle sich nicht mit mehr als zehn Personen gleichzeitig treffen, am besten nur im Freien und größere Ansammlungen vermeiden.

Die aktuelle Corona-Schutzverordnung gilt noch bis 14. Juli.

Thüringen

  • Testpflicht:

Ab 1. Juli wird an den Schulen nicht mehr getestet. Allerdings bedeutet der Wegfall der Testpflicht, dass die Schulpflicht wieder für alle gilt. Auch in vielen anderen Bereichen braucht man keinen Test mehr. Ausnahmen sind Clubs und Diskos, körpernahe Dienstleistungen, Tanz- und Ballettunterricht sowie Chor- und Orchesterproben.

  • Veranstaltungen:

Konzerte und andere Veranstaltungen sind wieder erlaubt, müssen aber spätestens drei Werktage im Voraus angemeldet werden. Entscheidend ist zudem die Teilnehmerzahl. Kommen mehr als 70 Leute unter freiem Himmel zusammen, muss das angezeigt werden, in geschlossenen Räumen gilt das schon ab 30 Teilnehmern. Ab 1000 Menschen braucht man eine Genehmigung.

  • Masken:

Medizinische oder FFP2-Masken müssen weiter beim Einkaufen sowie in Bussen und Bahnen getragen werden. Auch in öffentlichen Gebäuden ist ein Mund-Nase-Schutz weiter nötig. Kinder dürfen dort aber auch eine Stoffmaske tragen.

  • Kontakte:

Bei privaten Treffen soll es nur noch Empfehlungen geben. Im Entwurf für die neue Verordnung wird geraten, sich nur mit Angehörigen des eigenen und eines weiteren Haushaltes zu treffen oder mit nicht mehr als zehn anderen Menschen. Geimpfte und genesene Personen nicht mitgerechnet. Private Feiern sollten möglichst im Freien stattfinden.

Die neuen Regeln sollen am 1. Juli in Kraft treten und bis Ende des Monats gelten.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP Nachrichten | 01. Juli 2021 | 05:00 Uhr

Weitere Informationen zu Corona