Gegen Corona: Diese Daten sammelt die „Datenspende“-App des RKI

14.04.2020 | 08:58 Uhr

Das Robert Koch Institut will die Ausbreitung des Corona-Virus im Blick behalten. Dafür haben die Experten jetzt eine App entwickelt. Darüber können wir bestimmte Fitness-Daten an die Forscher senden. Aber auf welche Daten greift die App zurück?

Die App Corona-Datenspende vom Robert Koch Institut ist auf einem Smartphone zu sehen
Diese App soll im Kampf gegen das Corona-Virus helfen: Die Corona-Datenspende-App Bildrechte: dpa

Wer am Corona-Virus erkrankt ist ändert sein Bewegungs-Profil: Man fühlt sich oft schlapp, bewegt sich weniger und ruht sich deshalb mehr aus. Das können Fitness-Armbänder genau registrieren. Diese Daten will das Robert Koch Institut nutzen, um herauszufinden, wo sich das Corona-Virus stärker verbreitet.

Welche Daten sammelt die App „Corona-Datenspende“?

Nach eigenen Angaben haben bereits mehr als 160.000 Personen die App heruntergeladen. Das Robert Koch Institut greift mithilfe des Programms pseudonymisiert auf folgende Daten zu:

  • Gesundheits- und Aktivitätsdaten zum Schlafverhalten, Herzfrequenz und Körpertemperatur (Per Fitnesstracker)
  • Geschlecht (Vom Nutzer selbst eingetragen)
  • Alter in 5-Jahres-Schritten (Vom Nutzer selbst eingetragen)
  • Gewicht in 5 kg-Schritten (Vom Nutzer selbst eingetragen)
  • Körpergröße in 5 cm-Schritten (Vom Nutzer selbst eingetragen)
  • Postleitzahl (Vom Nutzer selbst eingetragen)

Was bringen diese Informationen?

Eine junge blonde Frau schläft
Mehr Schlaf kann ein Anzeichen auf eine Covid-19-Erkrankung sein. Bildrechte: imago/Science Photo Library

Die Forscher wollen mit den Daten den Verlauf und die Verbreitung von Covid-19 besser nachvollziehen. Der Ruhepuls, der Schlaf und die Aktivitäten des Nutzers geben Hinweise auf eine mögliche Erkrankung. Ein erhöhter Puls tritt zum Beispiel bei Fieber auf. Zusammen mit mehr Schlaf und weniger Bewegung sind das Hinweise auf eine Covid-19-Erkrankung, könnten aber auch durch eine Grippe oder eine Erkältung verursacht werden. Diese Informationen sollen zusammen mit der Postleitzahl des Nutzers auf einer Karte dargestellt werden. So können Krankheitszeichen örtlich eingegrenzt und eine Region mit mehr mutmaßlichen Corona-Infizierten erkannt werden. Kliniken könnten so besser auf eine möglicherweise bevorstehende hohe Auslastung vorbereitet werden. Auch erhöhte Maßnahmen zur Vermeidung von Infektionen könnten dort eingerichtet werden.

Wie kann ich die App herunterladen?

Der Download ist für Android- und iOS-Geräte möglich. Die Links dazu sind auf der Seite des Robert Koch Instituts zu finden.
Hier geht es zum Download.

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