Sind Corona-Schnelltests der Weg aus der Krise?

Corona-Schnelltests könnten helfen, eine Rückkehr zur Normalität zu ermöglichen und die Pandemie in den Griff zu bekommen. Doch die Tests haben immer noch große Macken.

Antikörper-Bluttest für Coronavirus COVID-19
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Ein Besuch im Pflegeheim oder im Krankenhaus ist immer noch ein risikoreiches Unterfangen: Schleppt ein Besucher das Corona-Virus ein, könnte das katastrophale Folgen für die Bewohner haben. Corona-Schnelltests könnten da Abhilfe schaffen.

Ursula Marschall, die leitende Medizinerin der Barmer Krankenkasse setzt durchaus Hoffnung in die Schnelltest. Allerdings in strengen Grenzen:

So ein Schnelltest gibt ja nur Auskunft darüber, ob jemand im Moment des Tests hochinfektiös ist, oder nicht.

Je nach Test bekomme man in 15 Minuten eine Antwort. Die Tests sind also schneller, aber auch unzuverlässiger erklärt Marschall. Bis zu vier Prozent der Testergebnisse könnten falsch negativ sein. Im Klartext: Von 100 Tests könnten vier ein negatives Testergebnis anzeigen, obwohl die getestete Person Corona hat und infektiös ist.

Diese vier Prozent können zum Beispiel für die Bewohner eines Altenheims verheerend sein.

In bestimmten Kliniken werden die Tests trotzdem schon eingesetzt, sagt Marschall. Sie kämen beispielsweise bei Not-Operationen zum Einsatz, bei denen nicht auf ein reguläres Testergebnis am nächsten Tag gewartet werden könne.

Hoffnung ruht unterdessen auch auf Weiterentwicklungen des sogenannten PCR-Verfahrens, das bei regulären Corona-Tests zum Einsatz kommt. Der Bund fördert die Entwicklung eines neuen Tests, der innerhalb von 39 Minuten ein Ergebnis liefern soll. Bisher braucht ein PCR Test mehrere Stunden, um anzuschlagen. Die Genauigkeit dieses neuen Schnelltests liegt bisher bei 98 Prozent.

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