Corona-Gipfel: Medizinische Masken und Lockdown bis Mitte Februar wahrscheinlich

Der Lockdown soll verlängert, die Maskenpflicht verschärft werden und mehr Menschen sollen von zu Hause aus arbeiten. So steht es in der Beschlussvorlage des Bundes.

Lockdown geschrieben in Scrabble-Buchstaben
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Heute treffen sich die Länderchefs zu einem weiteren Corona-Gipfel. Laut der Nachrichtenagentur AFP soll dabei der Lockdown bis Mitte Februar verlängert werden. Die Nachrichtenagentur Reuters meldet zudem, dass das Kanzleramt die Schulen grundsätzlich erst nach dem 15. Februar öffnen will. Zugleich soll eine Arbeitsgruppe eingerichtet werden, die mögliche Öffnungsschritte vorbereitet, wenn die Inzidenz unter 50 sinkt. Ausgangssperren könnten ausgeweitet werden auch auf Gegenden, die nicht als Hotspot gelten.

Verschärfte Maskenpflicht

Laut der Beschlussvorlage des Bundes ist das Tragen von medizinischen Masken in Bussen, Bahnen und Geschäften vorgesehen. Allerdings sollen dabei nicht nur FFP2-Masken vorgeschrieben sein, sondern auch das Tragen von deutlich billigeren OP-Masken könnte ausreichen. Auch diese bieten einen wesentlich besseren Schutz als Alltagsmasken etwa aus Stoff.

Kommt die Homeoffice-Pflicht?

Die Regeln für Homeoffice könnten heute zumindest verschärft werden. Die Vorlage des Bundes sieht das vor. Experten hatten diese Maßnahme besonders betont, weil dadurch deutlich weniger Pendler in Bussen und Bahnen sitzen. Berlins Bürgermeister Michael Müller (SPD) sagte dem ZDF, dass die Diskussion ums Homeoffice im Mittelpunkt des Bund-Länder-Treffens stehe. Möglicherweise müssten Arbeitgeber künftig begründen, warum ihre Mitarbeiter ins Büro kommen sollen.

Mit Material von AFP und Reuters.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP Nachrichten | 19. Januar 2021 | 10:00 Uhr

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