Wegen Corona Geld zurück von der Autoversicherung?

23.04.2020 | 14:09 Uhr

Die Ausgangsbeschränkungen führen dazu, dass weniger Auto gefahren wird. Das könnte auch bedeuten, dass Autofahrer bei der Versicherung Geld zurück bekommen. Erste Versicherer haben schon ein Entgegenkommen angekündigt.

Blick auf die leere Autobahn 14 im Salzlandkreis. Bei Sonnenschein ist kein einziges Auto zu sehen
Bildrechte: MDR/Luca Deutschländer

Weil wegen der Corona-Krise der Autoverkehr zurückgegangen ist, könnten Autobesitzer Geld von ihrer Versicherung zurückbekommen. Die HUK Coburg und die Allianz haben bereits signalisiert, ihren Kunden am Ende des Jahres möglicherweise eine Erstattung zu überweisen.

Wer dieses Jahr wesentlich weniger gefahren ist, als im Vertrag geschätzt, kann bei seiner Versicherung einen Nachlass beantragen. Genaue Details sind allerdings noch offen.

Weniger Fahrten, weniger Schäden

Hintergrund ist, dass durch die Ausgangsbeschränkungen während der Corona-Krise der Autoverkehr zurückgegangen ist. Die HUK Coburg schätzt beispielsweise, dass ein Drittel weniger gefahren wurde, als üblich.

Das ist wichtig für die Berechnung der Versicherungsprämie. Denn grob gesagt gilt, je mehr gefahren wird, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit eines Schadens, den die Versicherung bezahlen muss. Entsprechend höher fallen dann auch die Kosten für die Versicherung aus.

Wenn man wegen der Corona-Krise nun wesentlich weniger fährt, sinkt auch die Schadenswahrscheinlichkeit entsprechend. Und die Versicherer wollen diese mögliche Ersparnis nun weitergeben.

Regelung unter Vorbehalt

Die meisten Versicherungen wollen aber erst Ende des Jahres entscheiden, ob sie wirklich Geld zurückgeben wollen. Die Entscheidung hängt auch davon, was im restlichen Jahr so passiert und wie viel die Versicherungen für Schäden durch Stürme und Naturkatastrophen bezahlen müssen.

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