Homeschooling Sechs Tipps: So können Sie Ihre Kinder zu Hause unterrichten

Wegen des Coronavirus haben die Schulen geschlossen, in Sachsen-Anhalt mindestens bis zum 13. April. Deshalb müssen jetzt viele Eltern ihre Kinder zu Hause unterrichten. Wie das am besten funktioniert und woher es das Unterrichtsmaterial dafür gibt: ein Überblick.

Kinder werden aktuell wegen des Corona-Virus Zuhause unterrichtet.
Kinder werden aktuell wegen des Corona-Virus Zuhause unterrichtet. Bildrechte: IMAGO images / Lehtikuva / AnttixAimo-Koivisto

Viele Eltern müssen nun den Job des Lehrers übernehmen, ohne ihn gelernt zu haben. Denn wegen der Corona-Krise haben die Schulen geschlossen, die Kinder sind zu Hause und müssen dort unterrichtet werden. Bei dieser neuen Situation können diese sechs Tipps helfen.

1. Erstellen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind einen Stundenplan

Schüler sind es gewöhnt, dass sie nach einem bestimmten Stundenplan unterrichtet werden. Diese Struktur ist auch fürs Homeschooling und für den Zeitplan der Eltern wichtig. Bestimmen Sie den aber nicht einfach selbst, sondern reden Sie gemeinsam mit Ihrem Kind darüber. Bei Twitter-Userin Emily Abold sieht das beispielsweise so aus:

2. Stehen Sie mit Ihrem Kind früh auf

Ja, es klingt verlockend, wenn man sich nicht nach den frühen Schulzeiten richten muss. Allerdings ist auch das etwas, was die Kinder kennen und was für ihren Rhythmus wichtig ist. Außerdem können Sie dann viel mehr über den Tag verteilt schaffen, mehr Lernpausen geben und strukturieren. Deshalb beginnt der Plan von Emily Abold beispielsweise um 8 Uhr mit einem gemeinsamen Frühstück.

3. Vernetzen Sie sich mit den Lehrern

Bleiben Sie in Kontakt mit den Lehrern Ihres Kindes. Die Schulen handhaben es ganz unterschiedlich, wie sie Aufgaben und Arbeitsmaterial zur Verfügung stellen. Zum Beispiel über:

  • E-Mail
  • den internen Bereich der Schul-Homepage
  • die Schul-Cloud
  • Moodle
  • Padlets
  • eigene, interne Schulplattformen für den Datenaustausch

4. Nutzen Sie Online-Seiten für Unterrichtsmaterial

Im Internet gibt es viele Seiten, die Lerninhalte kostenlos aufbereitet haben. Dort können Sie auswählen, für welches Fach und welche Klasse das Unterrichtsmaterial sein soll. Hier werden Sie beispielsweise fündig:

Außerdem könnten Sie je nach Schulstoff auch YouTube-Videos nutzen. Zum Beispiel hat "Learning Level Up" viele Erklärvideos veröffentlicht, unter anderem zu einzelnen genetischen Vorgängen und Mechanismen für das Fach Biologie. Oder Sie lassen Ihr Kind Themen, die zum Unterricht passen, kreativ mit kostenlosen Online-Programmen aufbereiten.

5. Lassen Sie sich in den sozialen Medien inspirieren

Genau wie Emily Abold teilen derzeit viele Menschen in den sozialen Netzwerken ihre Ideen, Materialien und Erfahrungen. Fündig werden Sie beispielsweise auf Twitter unter dem Hashtag #Homeschooling. Auch Lehrer twittern hier und geben Tipps. Die Infos können Sie auch lesen, wenn Sie keinen Account in dem sozialen Netzwerk haben. Beispielsweise hat Twitter-User Doodleteacher diese kreativen Ideen für zu Hause veröffentlicht:

6. Achten Sie auf eine gesunde Mischung zwischen Schule und Spielen

Homeschooling bedeutet nicht, dass die Kinder den gesamten Tag Aufgaben für die Schule erledigen müssen. Deshalb ist der erwähnte Stundenplan auch so wichtig. Sorgen Sie dafür, dass noch genügend Zeit zum Spielen und für kreative Freiräume bleibt. Das können Sie auch kombinieren, in dem Sie Ihr Kind sogenannte "Serious Games" spielen lassen. Das sind Spiele, bei denen Wissen vermittelt wird. Die Plattform "digital | spielend – lernen" hat exemplarisch einige von ihnen notiert.

Quelle: MDR/jd

Zuletzt aktualisiert: 20. März 2020, 10:20 Uhr