Britney Spears Vater will Vormundschaft abgeben

Seit mehr als 13 Jahren steht die Pop-Ikone Britney Spears unter der Vormundschaft ihres Vaters. Dagegen kämpft die Sängerin bereits seit mehreren Jahren an. Nun hat Jamie Spears offenbar seinen Rücktritt als Vormund angekündigt.

Bildcombo zeigt Jamie Spears, 2012 und Britney Spears, 2017
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Nach etlichen öffentlichen Auseinandersetzungen und emotionalen Vorwürfen gibt es nun eine Wendung im Vormundschaftsstreit zwischen Britney Spears und ihrem Vater Jamie: Laut US-Medien will dieser nun als ihr Vormund zurücktreten. Demnach soll er am Donnerstag eine Erklärung beim Gericht eingereicht haben. Als Grund nannte der Anwalt von Jamie Spears den „öffentlichen Streit“ mit seiner Tochter.

Jamie Spears sieht keinen Fehler in seinem Verhalten

Die Anwälte von Britneys Vater betonen weiterhin, dass er im besten Interesse seiner Tochter gehandelt habe. Deswegen gäbe es auch eigentlich keine Gründe, ihn aus seinem Amt als Vormund zu entfernen, zitierte TMZ.com aus den Gerichtsunterlagen. Durch den öffentlichen Streit mit seiner Tochter um die Vormundschaft sei er aber zur Zielscheibe „ungerechtfertigter“ Angriffe geworden.

Es gibt in der Tat keine tatsächlichen Gründe für die Suspendierung oder Absetzung von Herrn Spears als Vormund.

Jamie Spears werde laut der Erklärung zurücktreten, „wenn die Zeit reif ist“. Er wolle nun mit dem Gericht und dem Anwalt seiner Tochter zusammenarbeiten, um einen geordneten Übergang zu einem neuen Vormund vorzubereiten.

Für Britneys Anwalt, Mathew Rosengart, ist dieser Rücktritt ein großer Sieg. In einer Mitteilung, die vom Branchenblatt Variety veröffentlicht wurde, sagte er, dass Jamie Spears sofort abtreten solle. Er wolle außerdem weiter prüfen, ob sich der Vater als Vormund am Vermögen seiner Tochter bereichert habe, so Rosengart.

Seit 13 Jahren trifft er Entscheidungen für sie

Seit 2008 steht Britney Spears unter der Vormundschaft ihres Vaters. Nach ihrem Ehe-Aus mit Kevin Federline rasierte sie sich ihre Haare ab, wurde in eine Entzugsklinik eingeliefert und verlor das Sorgerecht für ihre Kinder. Als sie sich mit diesen in ihrer Villa verbarrikadierte, übernahm ihr Vater die Vormundschaft. Seitdem darf die Sängerin quasi keine Entscheidungen selbstständig treffen.

Im Juni und Juli hatte sie ihrem Vater bei Gerichtsanhörungen heftige Vorwürfe gemacht. Sie erklärte in emotionalen Ansprachen, dass sie sich ausgenutzt fühle und große Angst vor ihm habe. Währendessen erhielt sie immer wieder Unterstützung von ihren Fans – zum Beispiel unter dem Hashtag #freebritney – oder bekannten Gesichtern, wie Christina Aguilera.

Die nächste Anhörung im Vormundschaftsstreit ist für Ende September angesetzt.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP bei der Arbeit | 13. August 2021 | 11:27 Uhr

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