Britney Spears: Wurde sie sogar im Schlafzimmer abgehört?

Laut einer neuen Doku blieb Britney Spears fast keine Privatsphäre mehr. Ihr Browserverlauf, Anrufe oder Notizen sollen kontrolliert worden sein, in ihrem Schlafzimmer befand sich demnach sogar ein Abhörgerät.

Britney Spears
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Die Sängerin Britney Spears steht seit mehr als dreizehn Jahren unter der Vormundschaft ihres Vaters, Jamie Spears. Nach ihrem öffentlichen Zusammenbruch, bei dem sie sich z. B. ihren Kopf kahl rasierte und mit ihren Kindern in ihrer Villa verbarrikadierte, hat er das Sagen über wichtige Entscheidungen. Eine turbulente Reise: Mit einem emotionalen Plädoyer vor Gericht versuchte sie Ende Juni das Ende der Vormundschaft zu erreichen. Mittlerweile hat ihr Vater dafür sogar einen Antrag vor Gericht eingereicht, räumte aber in seinem Verhalten als ihr Vormund keinen Fehler ein.

Die Dokumentation „The New York Times Presents: Controlling Britney Spears” bringt mitten in diesem Kampf brisante Details ans Licht. Eine ehemalige Security-Mitarbeiterin von Britney erzählt, dass die Pop-Ikone nicht nur ihre Medikamente unter Aufsicht einnehmen musste. Demnach sollen auch ihre Nachrichten, Notizen, Anrufe und ihr Browserverlauf kontrolliert worden sein. Und sogar in ihrem Schlafzimmer soll sich ein Aufnahmegerät befunden haben.

Nun ermittelt das FBI

Laut der Filmzeitschrift „Deadline“ ermittelt deswegen jetzt das FBI. Wenn Britney tatsächlich nichts von diesen Aufnahmen gewusst hat, drohen Jamie Spears rechtliche Konsequenzen. Auch Britneys Anwalt Matthew Rosengart äußert sich über diese Informationen empört und bezeichnete das Verhalten des Vaters als entsetzlich und skrupellos.

Mathew Rosengart, Anwalt der Popsängerin Britney Spears, verlässt das Stanley Mosk Gericht nach einer Anhörung zur Vormundschaft der Sängerin.
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Er hat eine unglaubliche Grenze überschritten. Obwohl es noch keine Beweise gibt, rechtfertigen die Anschuldigungen eine ernsthafte Untersuchung.

Neue Netflix-Doku enthüllt Grund der Vormundschaft

Mittendrin ist außerdem eine neue Netflix-Doku über die Sängerin erschienen. Die Produzentinnen von "Britney vs. Spears", Erin Lee Carr und Journalistin Jenny Eliscu, offenbarten den Grund der Vormundschaft mithilfe bislang unter Verschluss gehaltener Gerichtsdokumente. Aufgrund von „Anordnungen im Zusammenhang mit der Unterbringung von Demenzkranken“ kam alles zustande. Dabei arbeitete die damals 26-jährige Britney sogar noch.

Sie selbst war an der Produktion der Serie nicht beteiligt, dafür aber einige ihrer Weggefährten. So auch ihr damaliger Manager Sam Lufti, der ihren Eltern oft ein Dorn im Auge war. Sie warfen ihm vor, am Zusammenbruch von Britney einen maßgeblichen Anteil zu haben und Drogen in ihrem Essen zu verstecken. Aus dieser Situation wollte ihre Familie Britney anscheinend retten. Als sie die Vormundschaft beantragten, gaben sie der Pop-Ikone nicht einmal die Möglichkeit, Einspruch einzulegen. Ihr damaliger Manager sei so gefährlich, dass es besonders schnell gehen musste.

Nach dem Urteil versuchte Britney immer wieder, einen eigenen Anwalt zu bestimmen. In privaten SMS-Nachrichten zwischen ihr und ihrem Ex-Freund Adnan Ghalib wird deutlich, wie verzweifelt die Sängerin schließlich war.

Ich hasse mein Leben. Bitte sprich mit einem Anwalt.

Britney äußert sich bei Instagram zur Doku

Was Britney Spears im vergangenen Jahrzehnt tatsächlich durchleben musste, kann sie selbst am besten erzählen. Ihr emotionales Statement vor Gericht zeigte aber bereits die Verzweiflung, mit der die Pop-Ikone die Vormundschaft ihres Vaters beenden will. Bei Instagram erzählt sie, dass sie die Doku bereits gesehen habe. An manchen Stelle habe sie sich ein wenig gewundert und vor allem wolle sie vom Drama Abstand nehmen, der Inhalt gehöre der Vergangenheit an.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP am Abend | 29. September 2021 | 21:15 Uhr

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