Wie Betrüger per Smartphone an Geld und Daten wollen

Immer wenn eine neue Technologie eingeführt wird, werden auch Kriminelle darauf aufmerksam. Besonders das Smartphone hat es Betrügern angetan.

Frau guckt verwirrt auf Smartphone
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Kettenbriefen bei WhatsApp, falsche Anrufer, Schadsoftware per SMS. Seit 2007 das erste Apple iPhone vorgestellt wurde, sind Smartphones nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken. Dementsprechend interessant sind sie auch für Betrüger geworden, die mit verschiedensten Maschen an Daten und Geld kommen wollen.

Ping-Anrufe

Einen Anruf von einer unbekannten Nummer hat wahrscheinlich jeder schon mal bekommen. Der erste Impuls ist - natürlich - zurückrufen. Genau darauf setzten die Betrüger bei Ping-Anrufen. Die Nummern, von denen angerufen wird gehören meist zu speziellen Anschlüssen, sodass für die Anrufe eine hohe Gebühr fällig wird.

So kannst du dich schützen:

Phishing per SMS

Erst vergangenen Winter machte eine besonders perfide Phishing-Methode per SMS die Runde. Betrüger verschickten massenhaft SMS, die ein Paket ankündigen und einen Link zur angeblichen Paketverfolgung beinhalten. Wer auf den Link geklickt hat, wurde aufgefordert ein Programm zu installieren. Mit diesem Programm konnten Betrüger das Handy kapern und SMS abfangen, mitlesen und selbst verschicken.

Die Masche ist perfide und wird immer weiter verfeinert. So beinhalten manche der SMS sogar eine persönliche Anrede. Und mittlerweile werden diese falschen Benachrichtigungen sogar per WhatsApp verschickt. Da wird dann zum Beispiel versprochen, dass man ein neues Smartphone gewinnen kann, wenn man einen Link anklickt und ein Programm herunterlädt.

So kannst du dich schützen:

  • Klicke auf keinen Fall auf den Link in der SMS!
  • Sperre über dein Betriebssystem die Nummer des Absenders, sodass er dir keine weiteren SMS schicken kann.
  • Du kannst bei deinem Mobilanbieter eine sogenannte Drittanbietersperre einrichten lassen, mit der sich die allermeisten Kosten vermeiden lassen, die Schadprogramme verursachen.
  • Halte das Betriebssystem deines Handys immer möglichst aktuell.

Phishing per Anruf

Noch fieser ist es, wenn Betrüger direkt anrufen. Beispielsweise geben sie sich als Mitarbeiter einer Bank aus und fragen nach deinen Sicherheitsinformationen und deiner PIN. Meist behaupten die Anrufer, dass es sich um einen besonders dringenden Fall handelt, in dem du sofort aktiv werden musst.

Dieses Aufbauen von Druck sollte dich aber definitiv hellhörig werden lassen. Solche einfachen Phishing-Anrufe, in denen nach Login-Daten gefragt wird seien überraschen effektiv, heißt es beim Internet-Sicherheitsdienst Norton.

So kannst du dich schützen:

  • Deine Bank wird dich NIEMALS nach deiner PIN fragen
  • Falls du einen unerwarteten Anruf erhältst, sag, dass du zurückrufen wirst. Kontaktiere dann deine Bank über die Telefonnummer, die du sowieso hast oder auf deren Website findest. Am besten von einem anderen Telefon aus.

Spam in den sozialen Netzwerken

Von Facebook und Instagram über Soundcloud zu Twitter: In den sozialen Netzwerken wimmelt es von Fake-Profilen, die Spam-Nachrichten mit Links zu Schadsoftware verschicken. Von angeblichen schönen Frauen, die einen kennenlernen wollen, über Dienste, bei denen man Follower kaufen kann, sind die Maschen recht vielfältig. Alle haben aber eines gemeinsam: Sie sind fake.

So kannst du dich schützen:

  • Klicke auf keinen Fall auf Links, die du von Unbekannten zugeschickt bekommst.
  • Melde die Absender von solchen Spam-Nachrichten beim jeweiligen Netzwerk und blockiere sie.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP Feierabendshow | 22. Juni 2021 | 15:45 Uhr

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