Benzin & Diesel: Deshalb wird Tanken immer teurer

Alle, die mit dem Auto unterwegs sind, sehen es regelmäßig an der Tankstelle: Die Preise sind hoch. Deutlich höher als noch vor wenigen Monaten. Und sie steigen weiter.

Blick auf einen Zapfhahn mit Bio-Kraftstoff E10.
Tanken wird immer teurer. Bildrechte: imago/Gerhard Leber

Ein Liter Diesel für 1,35 Euro und ein Liter Super E10 für 1,50 Euro: Solche Preise sind in den vergangenen fünf Monaten keine Seltenheit. Der ADAC zeigt: Die Preissteigerung ist enorm. Mindestens 25 Cent mehr pro Liter seit Dezember 2020 müssen Autofahrer zusätzlich bezahlen.

Laut dem Bundeskartellamt liegen die Preise derzeit "ähnlich hoch wie Anfang 2020", bevor durch die Corona-Pandemie die Benzinpreise deutlich gesunken sind.

Diagramm: So entwickelte sich der Benzinpreis in den vergangenen Monaten.
Bildrechte: Quelle: ©ADAC

Preissprung zum Jahresanfang

Besonders zum Jahresanfang gab es einen großen Sprung nach oben. Andreas Hölzel vom ADAC sagte MDR JUMP, dass eine neue CO2-Abgabe dafür verantwortlich ist:

Bei Benzin macht das etwa sieben Cent mehr aus je Liter, bei Diesel acht Cent. Nicht zu vergessen ist die Wiedereinführung der alten Mehrwertsteuer auf 19 Prozent.

Und die Preise werden jährlich weiter ansteigen. Denn der C02-Preis für Brennstoffe kostet seit Anfang 2021 pro Tonne 25 Euro und steigt bis 2025 auf 55 Euro. Pro fünf Euro/Tonne wird Benzin um brutto 1,4 Cent und Diesel um 1,6 Cent teurer. Bis 2025 klettert der Preis für Benzin dadurch insgesamt um 15,4 Cent und für Diesel um 17,6 Cent.

Weiterer Grund: Ölpreis

Auch der Rohstoff-Preis ist angestiegen. Es wird weniger Erdöl gefördert, die Öl-Reserven der USA sind kleiner geworden. Erst vor ein paar Tagen gab es erneut einen Preissprung, schreibt der ADAC:

Spürbar angezogen hat der Preis für Rohöl. Ein Barrel der Sorte Brent kostet derzeit rund 66 US-Dollar, vor einer Woche waren es noch etwa 64 Dollar.

ADAC

Wie kann ich sparen?

Je nach Tageszeit lassen sich etwa 12 Cent pro Liter sparen. Das hat eine neue Untersuchung des Bundeskartellamts ergeben. Die Kraftstoffpreise sind im Schnitt meistens am Morgen, zwischen 5:00 Uhr und 8:00 Uhr am höchsten und am Abend zwischen 18:00 Uhr und 22:00 Uhr am niedrigsten.

Besonders auffällig ist: Günstige Tankstellen bleiben oft relativ günstig, während teure auch im Tagesverlauf teuer bleiben.


Mit Material von dpa und AFP.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP Nachrichten | 11. März 2021 | 09:00 Uhr

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