Badegewässer in Mitteldeutschland fast überall Top

Der Sprung in den nächsten See ist sicher – zumindest was die Wasserqualität angeht. Fast alle Gewässer in Mitteldeutschland haben bei einem Test ausgezeichnet abgeschnitten.

Die Badegewässer in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bieten weiterhin überwiegend hervorragende Bedingungen. Wie die Europäische Umweltagentur EEA in einem aktuellen Bericht mitteilte, wiesen 89,9 Prozent aller im Jahr 2020 analysierten deutschen Seen, Flüsse und Küstengewässer eine ausgezeichnete Wasserqualität auf. Nur elf der 2304 Badestellen bekamen Mängel attestiert, weil dort zu viele bedenkliche Bakterien im Wasser entdeckt worden waren.

Qualität könnte besser sein

Am schlechtesten unter allen Gewässern in Mitteldeutschland hat das Strandbad Obhausen im Saalekreis abgeschnitten. Es bekam die Note "mangelhaft". Hier wird ein Badeverbot empfohlen, mindestens aber das Aufstellen von Warntafeln. Nur ein "ausreichend" hat der Stausee Kelbra im Süden Sachsen-Anhalts an der Grenze zu Thüringen bekommen. Zwei weitere Gewässer bekamen die Note "gut": der Wolmirslebender Schachtsee in der Börde und das Strandbad Aga bei Gera. Alle anderen Gewässer bekamen ein ausgezeichnetes Zeugnis von der EEA.

Das wurde untersucht

Die in Kopenhagen ansässige EEA hat für den jährlich erscheinenden Bericht Daten aus der Badesaison 2020 zu 22.276 Gewässern analysiert, die sich in den EU-Mitgliedstaaten einschließlich Großbritannien sowie in Albanien und der Schweiz befinden. Die Umweltexperten schauten dabei auf die Belastung der Gewässer mit Fäkalbakterien, die beim Menschen zu Krankheiten führen können. Die Wasserqualität richtet sich nach der nachgewiesenen Menge dieser Bakterien, die vor allem von Abwässern und aus der Landwirtschaft herrühren.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP Nachrichten | 01. Juni 2021 | 13:00 Uhr

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