Kinder in einem Schwimmbecken aus der Vogelperspektive
Bildrechte: imago images / Fotoarena

Viele Grundschüler schwimmen nicht sicher

18.06.2019 | 10:36 Uhr

Alle Jahre wieder zum Beginn der Ferienzeit warnt die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft davor, dass Kinder immer schlechter schwimmen können. Immerhin, wer die Baderegeln kennt, ist sicherer im Wasser.

Kinder in einem Schwimmbecken aus der Vogelperspektive
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59 Prozent der Kinder, können nach der Grundschule nicht richtig schwimmen, warnt die DLRG. Die Gesellschaft lässt seit 14 Jahren mit Umfragen überprüfen, wie viele Kinder nach der Grundschulzeit richtig schwimmen können. Und die Ergebnisse sind alarmierend, erklärt Hilde Oberlehberg von der DLRG.

Die Schwimmfähigkeit der Kinder hat massiv abgenommen.

2010 galt gerade die Hälfte der Kinder an der Grundschule als Nichtschwimmer. In den letzten Jahren hat sich dieser Wert auf 59 Prozent erhöht. Die DLRG befürchtet, dass Deutschland sich immer mehr zum Land der Nichtschwimmer entwickelt.

Die Ursachen dafür seien vielfältig, erklärt Hilde Oberlehberg. Zum einen sei es problematisch, dass Eltern mit ihren Kindern immer seltener gemeinsam schwimmen gehen. Zum anderen hätten immer mehr Schulen das Problem, dass es keine Schwimmbäder für den Schwimmunterricht gebe. Schwimmkurse seien oft überbelegt, die DLRG habe lange Wartelisten.

Das führt in Folge dazu, dass die Kinder immer seltener Schwimmen lernen.

Außerdem sei es problematisch, dass viele Schwimmbäder in Spaßbäder umgebaut würden.

Das macht zwar Spaß, aber hilft nicht beim Schwimmen lernen.

Die DLRG fordert deshalb immer wieder besseren Schwimmunterricht und sieht auch die Eltern in der Pflicht, ihren Kindern schwimmen beizubringen. Zumindest mit der Wassergewöhnung sollten sie aber so früh wie möglich anfangen, sagt Hilde Oberlehberg.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP Bei der Arbeit | 19. Juni 2019 | 11:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2019, 10:36 Uhr

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