Baden im Fluss: Darauf solltest du achten

Bei diesen Temperaturen locken nicht nur Freibäder und Seen, sondern auch Flüsse mit Abkühlung. Doch das Schwimmen in der Natur ist nicht immer ungefährlich. Das solltest du beachten.

Stand Up Paddling auf der Spree
Bildrechte: imago images/ Rainer Weisflog

Die Badegewässer in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bieten weiterhin überwiegend hervorragende Bedingungen.

Doch Baden in der Natur ist nicht dasselbe wie im Freibad. Das Wasser wird weder aufbereitet noch desinfiziert. Da man es trotzdem häufig schluckt, sollte das Keimrisiko nicht unterschätzt werden.

Erreger im Wasser

In verseuchtem Wasser können Erreger wie Pilze, Parasiten, Fäkalbakterien, Streptokokken oder Salmonellen schwimmen. Der schöne Badetag könnte dann mit Durchfall, Erbrechen, Übelkeit, Fieber und Hautausschlägen enden. In die Saale und die Elbe könnten durch Kläranlagen außerdem Fäkalkeime ins Wasser gelangen. Auch wenn die Wasserqualität der mitteldeutschen Flüsse sich in den letzten Jahren deutlich verbessert hat, ist es oft nicht empfehlenswert, dort zu baden. Die Stadt Magdeburg hat das Baden in der Elbe und in all ihren Nebenarmen im gesamten Stadtgebiet verboten. Der Elbe-Badetag, der seit 2002 jährlich stattfindet, ist dabei eine Ausnahme. Hunderte Badebegeisterte dürfen dann im Wasser planschen. Der Aktionstag soll auf die Bedeutung und den Schutz des Flusses aufmerksam machen.

Schiffsverkehr und gefährliche Strömungen

Das Schwimmen im Fluss ist nicht verboten. Die Polizei Sachsen-Anhalt schreibt auf ihrer Seite:

Jedermann darf die natürlichen fließenden Gewässer zum Baden benutzen.

Das gilt auch für Sachsen und Thüringen. Aber nicht nur Keime könnten gefährlich werden. Auch die Strömung und die Schifffahrt machen das Baden zu einem großen Risiko.

Man sollte nie die Strömungsverhältnisse und die Sogwirkung bei Schiffen unterschätzen, was besonders an den Stellen gefährlich wird, wo die Schifffahrt bis auf wenige Meter ans Ufer heran kommt.

heißt es auf der Seite der Polizei weiter. Und selbst wenn ein Schiff eine "Vollbremsung" macht, ist ein Anhalteweg von 500 Metern und mehr durchaus üblich.

Hinzu kommen unberechenbare, starke Strömungen, insbesondere an Flussbiegungen, Buhnenbereichen und im Umfeld von Bauwerken, wo Badende leicht mitgerissen werden können. Kommt dann noch Panik auf oder gar vorheriger Alkoholmissbrauch dazu, ist ohne einen zufällig anwesenden Rettungsschwimmer, ein Unglück nur selten zu vermeiden.

Wenn man unbedingt in einem Fluss schwimmen möchte, sollte man am Ufer entlang schwimmen. Im Notfall kann man sich an einem Ast festhalten oder einfach ans Ufer gehen. Bei einer plötzlichen starken Strömung sollte man außerdem nicht versuchen, dagegen anzuschwimmen. Mittreiben lassen ist angesagt. So kommt man hoffentlich an einem Ufer an.

Allgemeine Badeverbote:

- im Bereich bis zu 100m ober- und unterhalb von Brücken, Wehren und Hafeneinfahrten

-im Schleusenbereich

-an besonders gekennzeichneten Stellen

In jedem Fall sollte man sich über die örtliche Rechtslage korrekt informieren.

Mit Material von BR, MDR SACHSEN-ANHALT

Dieses Thema im Programm MDR JUMP Feierabendshow | 17. Juni 2021 | 15:27 Uhr

Aktuelle Themen von MDR JUMP