Das tut sich im Februar am Sternenhimmel

Dicke Jacke an und dann raus in die Nacht: Die Nächte gerade bieten gute Bedingungen für Sternenfans – wenn das Wetter passt.

Sternenhimmel im Februar
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Für Sternenfreunde hat der Winter im Prinzip einen klaren Vorteil: Man muss nicht so lange warten, bis man sich am Himmel umgucken kann – schließlich wird es noch immer früh dunkel. Wenn man dann einigermaßen dick eingepackt gegen die Kälte ist, kann man auf spannende Entdeckungen hoffen. Jedenfalls, wenn das Wetter passt. Nur leider ist das, wenn man ehrlich ist, dieser Tage eher selten der Fall.

Blick auf den Nachthimmel über einem Maisfeld
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Doch wenn der Himmel mal nicht von Wolken verhangen ist, zeigt sich zum Beispiel gegen 20 Uhr am Südhimmel das prominenteste Wintersternbild: der Himmelsjäger Orion. Er sieht immer noch ziemlich beeindruckend aus, sinkt aber nach und nach Richtung Horizont.

Ein bisschen östlich davon sieht man den bläulich-weißen Sirius funkeln. Er ist der Hauptstern im Sternbild Großer Hund - und der hellste Stern am Nachthimmel. In diesem Monat erreicht er seine größte Beobachtungshöhe. Sirius ist Teil des sogenannten Wintersechsecks, zu dem auch die Sterne Prokyon im Kleinen Hund, Pollux in den Zwillingen, Kapella im Fuhrmann, Aldebaran, das rote Auge des Stiers, und der bläuliche Fixstern Rigel im eben schon erwähnten Orion gehören.

Der Frühling schickt seine Boten vor

Am nordwestlichen Himmel steht das „Himmels-W“ Kassiopeia. Im Laufe des Monats sinkt es immer mehr Richtung Horizont ab. Auch am östlichen Himmel kann man schon erahnen, dass der Frühling nicht mehr allzu fern ist. Knapp über dem Horizont steht da das Sternbild Löwe mit seinem Hauptstern Regulus.

Sternschnuppenmäßig steht im Februar nicht wirklich viel an, soweit man das sagen kann. Am frühen Abend des 24. Februar gibt es immerhin das Maximum des Meteorschauers der Delta Leoniden. Hier lohnt es sich in Richtung des Sternbild des Löwen zu schauen. Als möglicher Mutterkörper der in unserer Erdatmosphäre verglühenden Gesteinspartikel wird der wird der Asteroid (4450) Pan gehandelt.

Nicht viel los bei den Planeten

Auch die Planeten machen sich leider gerade ziemlich rar. Merkur - Fehlanzeige. Jupiter, Saturn – nada. Auch die sonst oft so gut zu sehende Venus zum Beispiel taucht erst Ende April überhaupt wieder am Himmel auf. Und selbst dann ist sie abends nur schlecht zu beobachten.

Eine Sternschnuppe leuchtet am Nachthimmel
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Als einziger Planet ist der Mars jeweils während der ersten Nachthälfte noch gut zu sehen, erst im Sternbild Widder, später dann im Stier. Doch auch seine Helligkeit nimmt im Laufe des Februars immer weiter ab. Das liegt daran, dass der Mars sich immer weiter von uns entfernt.

Spannend könnte es noch einmal am 18. Februar werden. Dann sollten bis etwa Mitternacht der Mars und der Mond gemeinsam im Fernglas beobachtbar sein. Das könnte ziemlich hübsch aussehen!

Apropos Mond: Gute Bedingungen zum Sterngucken sollte es am 11. Februar geben, dann ist nämlich Neumond – und wenig Licht stört Euren Blick, zum Beispiel ja vielleicht auf die Milchstraße. An dem Tag beginnt übrigens im chinesischen Kalender das neue Jahr. Es beginnt das Jahr des Ochsen. Am 13. Und 14. Februar sollte dann kurz nach 18 Uhr eine extrem schmale Mondsichel am Dämmerungshimmel zu beobachten sein – auch das kann ein spannender Anblick sein.

Vollmond ist dann wieder am 27. Februar, wenn unser Erdtrabant im Sternbild Löwe steht. Dieser Vollmond wird manchmal Schneemond genannt.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP am Wochenende | 31. Januar 2021 | 17:40 Uhr

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