„Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ wird neu verfilmt

Das Original aus dem Jahr 1973 steht bei vielen Familien jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit auf dem Programm. Nun wird der Film, der teils in Dresden gedreht wurde, neu aufgelegt – in Norwegen.

Endlich kann der Prinz (Pavel Trávnícek) sein Aschenbrödel (Libuse Safránková) in die Arme schließen.
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Die Melodie des Filmes ist so einprägsam wie das Weihnachtsbaumschmücken in der Kindheit. Sie macht gute Laune und läutet die Weihnachtsstimmung ein. Nicht umsonst läuft der Klassiker bei vielen Fernsehsendern öfter in der Vorweihnachtszeit.

Der Film erfreut sich aber offenbar nicht nur in Deutschland großer Beliebtheit. Auch in Norwegen gehört er fest zur Vorweihnachtstradition. Und genau dort wird er derzeit neugedreht. Schauplatz ist das Freilichtmuseum Maihaugen in Lillehammer. Dort sind 200 historische Gebäude aufgestellt.

Popstar in der Hauptrolle

Astrid Smeplass: Die neue Aschenbrödel
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Im Klassiker von 1973 spielt die tschechische Schauspielerin Libuše Šafránková die Hauptrolle. Viele verehren sie für die mutige junge Frau, die sie in dem Film gespielt hat. Heute ist die 67-Jährige in einer tschechischen TV-Serie zu sehen und begeistert dort das Publikum.
Im neuen Film spielt Astrid Smeplass die Hauptrolle. Sie ist vor allem im Norwegen auch unter dem Namen Astrid S. bekannt und dort ein richtiger Pop-Star. Die 24-Jährige wurde in Norwegen durch eine Castingshow bekannt und steht ihrer neuen Herausforderung als Schauspielerin mit Demut entgegen.

Aschenbrödel als Vorbild

Als Kind hat sie selbst Aschenbrödel bewundert und freut sich nun umso mehr, selbst in die Rolle schlüpfen zu dürfen. Dem norwegischen Rundfunk NRK sagte sie:

Ich denke, es ist ein wichtiger Film, weil ich in der Originalversion wirklich zu Aschenbrödel aufgeschaut habe. Ich hoffe, dass viele junge Mädchen den Film sehen und denken können, dass sie wirklich so hart und mutig sein wollen wie Aschenputtel.

Für die Rolle als Aschenbrödel musste Smeplass erst reiten, galoppieren und das Schießen mit Pfeil und Bogen lernen. Und auch Stunts soll es bei den Dreharbeiten geben. Mehr wollte sie dem Rundfunk NRK aber noch nicht verraten.

Das Original ist keine Konkurrenz

Drei Haselnüsse für Aschenbrödel
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In so große Fußstapfen eines so erfolgreichen Films zu treten, ist für die Sängerin Smeplass nicht leicht. Sie selbst hofft, dass die neue Version auch gut ankommt. Vielleicht ja sogar so gut wie der Klassiker aus den 70ern:

Das Original ist fantastisch und hat einen besonderen Platz im Herzen vieler. Dann können wir nur hoffen, dass die Leute diese Version auch sehen werden.

Wird der neue Film mithalten können?

Wir haben euch auf Facebook gefragt, was ihr von der norwegischen Neuauflage haltet.

Viele stehen einer Neuverfilmung skeptisch gegenüber. So auch Karina:

Ich glaube nicht, dass man das machen sollte. Der Film ist Kult, gehört zur Weihnachtszeit und hat irgendwie seinen ganz eigenen Zauber. Das sollte man einfach so lassen.

Auch Sylvia ist sich noch nicht sicher, ob der neue Film eine gute Idee ist, aber sie will ihm eine Chance geben:

Dazu müsste ich die Neuverfilmung erst einmal sehen, um mir ein Urteil zu erlauben. Aber so oft wie ich das Märchen gesehen habe, werde ich bestimmt vergleichen. Warten wir mal ab.

Nikita steht einer Neuauflage völlig offen gegenüber. Allein schon, weil sie findet, dass das bei anderen Filmen schon gut gelungen sei:

Ich wäre neugierig und einige der neu verfilmten Märchen finde ich super umgesetzt, mit viel Liebe zum Detail.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP am Vormittag | 11. März 2021 | 11:45 Uhr

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