Bild eines jungen Mannes in Schwarzweiß.
Bildrechte: Universal Music

Abschiede 2018: Um diese Stars trauern wir

Ihre Musik hat uns durch den Tag begleitet, auf ihren Konzerten haben wir getanzt, wir haben sie bewundert: Diese Stars sind 2018 von uns gegangen und hinterlassen mit ihrem Tod eine große Lücke im Herzen ihrer Fans. Ein Rückblick.

Bild eines jungen Mannes in Schwarzweiß.
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Mit seinen Songs brachte DJ Avicii Millionen Menschen zum Feiern. Doch in den Texten seiner Hits lag oft Schwermut. Davon zeugt schon der Künstlername von Tim Bergling. Der Schwede benannte sich nach der tiefsten Ebene der buddhistischen Hölle: Avicii. Als er seine größten Hits "Wake Me Up" und "Hey Brother" veröffentlichte, war Avicii schon krank. Endlose Welt-Tourneen mit viel Alkohol und härteren Drogen zerstörten seine Bauchspeicheldrüse. Mit Anfang 20 litt Avicii schon unter chronischen Magenschmerzen. Dazu kamen Panikattacken und Depressionen. 2016 dann stoppte der DJ das anstrengende Tourleben. Aber das half nichts mehr. Im April wurde der 28-jährige leblos in einem Hotel im Oman aufgefunden. Seine Familie deutete in einem öffentlichen Schreiben Suizid an:

Er plagte sich mit Gedanken über Sinn, Leben, Glück. Er konnte nicht mehr. Er wollte Frieden finden.

Offiziell bestätigt wurde diese Todesursache nie.

Diese Stars sind 2018 gestorben

DJ Avicii auf einem Konzert in Schweden 2014
Avicii zählte zu den erfolgreichsten DJs der Welt: 2011 gelang ihm mit "Levels" der Durchbruch. 2014 musste er einige Live-Auftritte absagen, weil er sich Gallenblase und Blinddarm entfernen ließ. 2016 verabschiedete er sich mit gerade 26 Jahren von seinen Fans. Er arbeitete aber weiter im Studio und produzierte unter anderem mehrere Stücke mit der britischen Sängerin Rita Ora. Avicii starb im April 2018. Bildrechte: imago/xxPPE
DJ Avicii auf einem Konzert in Schweden 2014
Avicii zählte zu den erfolgreichsten DJs der Welt: 2011 gelang ihm mit "Levels" der Durchbruch. 2014 musste er einige Live-Auftritte absagen, weil er sich Gallenblase und Blinddarm entfernen ließ. 2016 verabschiedete er sich mit gerade 26 Jahren von seinen Fans. Er arbeitete aber weiter im Studio und produzierte unter anderem mehrere Stücke mit der britischen Sängerin Rita Ora. Avicii starb im April 2018. Bildrechte: imago/xxPPE
Dolores O'Riordan
Im Januar verließ uns Cranberries-Sängerin Dolores O'Riordan mit nur 47 Jahren. "Zombie" aus dem Jahr 1994 war ihr größter Hit. Die irische Band verkaufte weltweit Millionen Tonträger, aber der Erfolg hielt nicht ewig. Dolores litt an einer bipolaren Störung. Mit ihren Stimmungen schwankte auch ihr Alkoholkonsum. Im Rausch ertrank sie in einer Hotelbadewanne in London. Sie hinterließ einen Ehemann und einen Sohn, den sie über alles liebte. Bildrechte: IMAGO/IPP
Jens Büchner
Er wurde im Fernsehen als Auswanderer bekannt, war Café-Inhaber und Schlagersänger: Jens Büchner. Der TV-Auswanderer war durch die Vox-Sendung "Goodbye Deutschland" bundesweit bekannt geworden. Mit seiner damaligen Freundin und dem gemeinsamen Sohn zog er 2010 aus Bad Schmiedeberg in Sachsen-Anhalt nach Mallorca. Er veröffentlichte mehrere Schlager, trat am Ballermann auf und nahm Anfang 2017 an der RTL-Dschungelshow "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" teil. Jens Büchner ist am 17.11. im Alter von 49 Jahren gestorben. Bildrechte: IMAGO
US-Präsident George Bush lacht während der Konferenz neben dem strahlenden sowjetischen Staats- und Parteichef Michail Gorbatschow am 2. Dezember 1989 auf dem sowjetischen Kreuzer «Maxim Gorki» vor der Mittelmeerinsel Malta.
In seiner Amtszeit endete der Kalte Krieg, er trug maßgeblich zur Wiedervereinigung Deutschlands bei, Kanzlerin Merkel würdigt ihn als einen "Glücksfall der deutschen Geschichte": George H. W. Bush. An den republikanischen US-Präsidenten von 1989 bis 1993 erinnern sich auch politische Gegner als "Patrioten und bescheidenen Diener" seines Landes. Außenpolitisch machte sich Bush um die deutsche Einheit verdient und vertrieb 1991 die irakischen Besatzer aus Kuwait. Innenpolitisch kosteten ihn Wirtschafts- und Finanzprobleme 1992 die Wiederwahl. Der frühere US-Präsident George H. W. Bush ist am 30.11. im Alter von 94 Jahren gestorben. Bildrechte: dpa
Rolf Hoppe
Seinen Durchbruch hatte er mit dem oscarprämierten Film «Mephisto», bekannt geworden ist der frührere DDR-Star mit dem Märchenklassiker "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel": Rolf Hoppe. 1995 hatte Hoppe - geboren im thüringischen Ellrich - am Rande von Dresden einen Bauernhof gekauft und das Theater gegründet, wie es im Internetauftritt des Hoftheaters heißt. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat den Tod des Dresdner Schauspielers bedauert: "Ein Großer hat diese Welt verlassen und wir sind traurig". Hoppe war am 14. November in seinem Haus im Stadtteil Weißig gestorben, drei Wochen vor seinem 88. Geburtstag am 6. Dezember. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Burt Reynolds
Vom Footballspieler zum Sexsymbol in Hollywood; er war eines der Aushängeschilder der US-Filmbranche: Burt Reynolds. Der Amerikaner war in den 1970er und 1980er Jahren ein Kassenmagnet der US-Filmbranche. Das Abenteuerdrama "Beim Sterben ist jeder der Erste" und die Actionkomödie "Ein ausgekochtes Schlitzohr" wurden zu Hits. Trotz Millionengagen war das Leben der Hollywood-Ikone ein Wechselbad mit Bankrott und millionenschwerer Scheidung. Burt Reynolds starb am 06.09. im Alter von 82 Jahren. Bildrechte: dpa
Dieter Thomas Heck, 2007
Er war der "Mister Hitparade", drückte der ZDF-Sendung 15 Jahre lang seinen Stempel auf, insgesamt stand er 50 Jahre lang auf der Bühne: Dieter Thomas Heck. Der Showmaster moderierte von 1969 bis 1984 die "ZDF-Hitparade" 183 Mal live aus Berlin. Daneben stand er für große Samstagabendshows wie "Melodien für Millionen" und "Musik liegt in der Luft" oder "Die Schlagerparade der Volksmusik" vor der Kamera. Heck erhielt 2017 die Goldene Kamera für sein Lebenswerk. Der Showmaster starb am 23.08. im Alter von 80 Jahren in Berlin. Bildrechte: IMAGO
Schauspieler Wolfgang Völz posiert mit einer Plüschfigur von Käpt'n Blaubär, der er seine Stimme verleiht, am 11.12.1999 in Mülheim.
Er lieh seine Stimme Käpt'n Blaubär und Hollywoodstar Walter Matthau. Auch mit der "Raumpatrouille Orion" erreichte er Millionen an den Fernsehgeräten: Wolfgang Völz. Der Schauspieler stand in mehr als 600 Fernseh- und rund 150 Kinofilmen vor der Kamera. Er war der Butler in der ARD-Serie "Graf Yoster gibt sich die Ehre" und Sir John in den Edgar-Wallace-Parodien "Der Wixxer" und "Neues vom Wixxer". Der Schauspieler Wolfgang Völz ist im Alter von 87 Jahren, am 04.05., gestorben.  Bildrechte: dpa
Stephen Hawking
Er galt als Popstar der Wissenschaft: Stephen Hawking. Der Professor für Mathematik der Universität Cambridge forschte unter anderem zum Ursprung des Kosmos und zu Schwarzen Löchern. Der an der Muskel- und Nervenkrankheit ALS erkrankte und fast völlig bewegungsunfähige Hawking konnte sich nur mit Hilfe eines Computers verständigen. Hawking war am 14. März im Alter von 76 Jahren in seinem Haus in Cambridge gestorben. Bildrechte: IMAGO
Aretha Franklin
Im August ist Aretha Franklin mit 76 Jahren von uns gegangen. Die "Queen Of Soul" war Sängerin, Songschreiberin, Pianistin, aber auch Feministin. Sie drehte Otis Reddings Song "Respect" um, in dem er mehr Respekt von seiner Frau einfordert. Für unzählige Sängerinnen war sie ein schillerndes Vorbild. Zum Beispiel Beyoncé Knowles verdankte Aretha das Selbstvertrauen, um ans Mikro zu treten. Bildrechte: IMAGO
France Gall
Ihren Hit "Ella, elle l'a" konnte jeder mitsingen, der die Achtziger miterlebt hat. France Galls Popsong war 1987 wochenlang auf Platz eins der deutschen Charts. 1965 hatte die französische Sängerin ihren Durchbruch, als sie für Luxemburg den Grand Prix Eurovision de la Chanson gewann. Ende der 60er sang France Gall auch auf Deutsch. "Kilimandscharo" und "Zwei Apfelsinen im Haar" zählen zu ihren bekanntesten Songs. Sie starb im Januar an Krebs. Bildrechte: IMAGO
Demba Nabé alias Boundzound
Im Mai starb Demba Nabé alias Boundzound. Er war neben Peter Fox und Dellé einer von drei Frontmännern der elfköpfigen Berliner Gruppe Seeed. Deren Musikmix setzt sich aus Reggae- und Dancehall-Elementen zusammen. Noch kurz vor dem Tod von Nabé hatte die Band für den Herbst 2019 eine Tournee angekündigt. Zahlreiche Konzerte waren innerhalb 30 Minuten ausverkauft. Inzwischen hat die Band angekündigt, trotz des Verlustes weitermachen zu wollen. Bildrechte: IMAGO
Jürgen Marcus
Einen Hit des Schlagersängers Jürgen Marcus kennen die meisten: "Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben" ist ein absoluter Ohrwurm. Jürgen Beumer, wie er im richtigen Leben hieß, startete seine Karriere in der deutschen Aufführung des Musicals "Hair" und veröffentlichte bis 2018 unglaubliche 40 Alben. Mitte Mai starb der Schlagersänger an einer Lungenkrankheit. Bildrechte: IMAGO
Montserrat Caballé
Montserrat Caballé wird den meisten mit ihrem ergreifenden Duett mit "Queen"-Frontmann Freddie Mercury im Gedächtnis bleiben. Der Song "Barcelona" wurde 1992 die Hymne der Olympischen Spiele, da war aber Freddie Mercury schon tot. Die Spanierin Caballé war eine der bekanntesten Operndiven der Welt, die mit den großen Orchestern und Dirigenten auftrat. Dabei blieb sie immer bodenständig und humorvoll. Bildrechte: imago/xPOP-EYE
Abi Ofarim
Im Mai starb der israelische Musiker Abi Ofarim. Er wurde in den 60ern als Duo mit seiner Ehefrau Esther bekannt. Zu den größten Hits von "Esther und Abi Ofarim" gehörten "Morning of My Life" oder auch der von den Bee Gees geschriebenen Hit "Cinderella Rockafella". Mit dem landeten sie sogar vor den Beatles auf Platz 1 der Charts. Später konzentrierte sich Ofarim auf seine Karriere als Musikproduzent und kümmerte sich beispielsweise um die Sängerin Margot Werner. Bildrechte: Imago/
Joseph Jackson
Ohne seinen Vater Joseph wäre Michael Jackson vermutlich nie der Superstar der 80er und 90er geworden. Der frühere Kranführer erkannte das Talent seiner Söhne Jackie, Tito, Jermaine, Marlon und Michael und brachte die "Jackson 5" auch durch unerbittliche Härte zum Erfolg. Zu seinem harten Drill gehörten lange und anstrengende Proben. Jahre später erzählte Michael Jackson, wie hart ihr Vater zu ihnen war. Joe Jackson gab später Schläge mit dem Riemen zu. Der Musikunternehmer und Talentmanager starb im Juni mit 89 Jahren. Bildrechte: Imago/Lionel Hahn
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Diese Stars werden uns fehlen - ihre Musik wird uns aber weiter glücklich machen.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP am Abend | 21. Dezember 2018 | 20:10 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 20. Dezember 2018, 16:07 Uhr

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