Der ESA Astronaut Alexander Gerst steht vor einem Foto der internatiolalen Raumstation.
Bildrechte: ESA/ P.Sebirot

Astro-Alex fliegt wieder in den Himmel Mitteldeutschland begleitet Alexander Gerst ins All

17.04.2018 | 15:06 Uhr

166 Tage hat Alexander Gerst 2014 im All verbracht. Etwa 2.500 Mal ist er in dieser Zeit mit der Internationalen Raumstation ISS um die Erde geflogen. Bald geht es für ihn wieder ins All: als erster deutscher Kommandant der ISS - mit dabei auch Technik und Erinnerungsstücke aus Mitteldeutschland.

Der ESA Astronaut Alexander Gerst steht vor einem Foto der internatiolalen Raumstation.
Bildrechte: ESA/ P.Sebirot

Alexander Gerst hat eine Mission im Sinne der Wissenschaft: Im All hat er bei seiner Mission vor vier Jahren 100 Experimente durchgeführt. Dabei ging es zum Beispiel um das Testen von Krebsmedikamenten und speziellen Materialien und Flüssigkeiten. Alexander Gerst war bei einem Weltraumspaziergang sogar für sechs Stunden außen an der ISS unterwegs.

Der Astromaut Alexander Gerst ist in einem Raumanzug außerhalb der ISS zu sehen.
Bildrechte: Alexander Gerst

Am 6. Juni geht es für Astro-Alex wieder ins All. Diesmal zusammen mit dem Russen Sergej Prokopjew und der US-Astronautin Serena Auñón-Chancellor. Zur Mission "Horizons" werden sie in Kasachstan abheben. Alexander Gerst ist dann der erste deutsche Kommandant der ISS.

Alexander Gerst schwebt durch die ISS.
Bildrechte: NASA

Bei der neuen Mission ins All soll es bei den Experimenten unter anderem um die biomechanischen Eigenschaften eines ruhenden menschlichen Muskels in der Schwerelosigkeit gehen. Mit dabei ist auch ein Experiment des Instituts für Luft- und Raumfahrttechnik der TU Dresden. Das Analysesystem soll das Astronautentraining an Bord der ISS überwachen und auswerten und so die vielen Kabel, die dazu bisher nötig waren, überflüssig machen.

Mitnehmen wird er auch eine Zeitkapsel des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt. Sie enthält Zeitdokumente und Fotos von Schülern und Schülerinnen, die das heutige Leben von Jugendlichen widerspiegeln. Erst auf der ISS wird Alex Gerst die Zeitkapsel versiegeln und sie nach seiner Rückkehr auf die Erde an das Haus der Geschichte in Bonn übergeben, wo sie nach 50 Jahren wieder geöffnet werden soll. Auch Schüler aus Mitteldeutschland haben Fotos für die Kapsel ausgesucht.

Alexander Gerst schaut aus der Raumstation auf den blau leuchtenen Erdball.
Bildrechte: NASA

Es ist so schön auch Botschaften von meinen Mitmenschen mitzunehmen und denen damit die Möglichkeit zu geben, mit mir in den Weltraum zu fliegen. Jeder der mir eine Botschaft mitgegeben hat, fliegt mit mir zur Raumstation - das finde ich eine tolle Sache. Das ist inspirierend für mich.

Mit einer Gruppe von Schülern aus Wittenberg wird Alexander Gerst auch chatten und ihnen von seinen Erlebnissen im All berichten.

Damit die Verpflegung im All nicht zu einseitig wird, durfte sich Astro-Alex ein paar Gerichte aussuchen, die er mitnimmt. Mit dabei Käsespätzle mit Speck, Maultaschen und Hühnerrahm-Geschnetzeltes. Außerdem gibt es 16 Standardgerichte - darunter ist vielleicht auch eine Original Thüringer Rostbratwurst.

Alexander Gerst lächelt in die Kamera.
Bildrechte: ESA / S. Corvaja

ISS-Kommandant Alexander Gerst Alexander Gerst ist der dritte deutsche Astronaut auf der ISS. Er hat Geophysik an der Universität Karlsruhe und Geowissenschaften in Wellington, Neuseeland studiert. 2009 begann seine Ausbildung zum Astronauten im Europäischen Astronautenzentrum (EAC). Nach Alex Gerst wurde übrigens auch ein Asteroid benannt. Ihr könnt ihm auch auf Twitter unter @Astro_Alex folgen, um seine schönen Aufnahmen aus dem All zu sehen.

So schön war Astro-Alex erster Ausflug in den Weltraum

Dieses Thema im Programm MDR JUMP am Nachmittag | 17. April 2018 | 16:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 17. April 2018, 15:06 Uhr

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