Ein Clown heitert ein Kind auf dem Krankenhausflur auf.
Bildrechte: IMAGO

Aktionstag "Lachen verbindet" Lachen ist die beste Medizin

Wer krank ist, hat meist wenig zu lachen. Noch weniger, wenn man als Kind im Krankenhaus landet. Der Dachverband "Clowns in Medizin und Pflege" will das ändern und veranstaltet am Samstag einen Aktionstag.

Ein Clown heitert ein Kind auf dem Krankenhausflur auf.
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Wie Patch Adams aus dem Film mit Robin Williams gehen deutschlandweit Clowns "auf Visite" in Kinderkliniken. Damit sollen Kinder für einen Moment den Ernst der Situation vergessen und einfach Lachen. Eva Ullmann vom deutschen Institut für Humor in Leipzig erklärt:

Clowns sind eine gute Unterstützung, weil sie Patienten die Angst vor Behandlungen nehmen.

Der Effekt ist sogar wissenschaftlich nachgewiesen. Eine Studie von Wissenschaftlern aus Greifwald zeigt, dass Kinder, die vor einer Operation Besuch von einem Clown bekamen, weniger Angst hatten. Stattdessen haben mehr vom "Kuschelhormon" Oxytocin im Blut, dass dafür sorgt, dass man sich "geborgen fühlt", wie Eva Ullmann erklärt.

Die Klinikclowns besuchen aber nicht nur Kinderstationen und -kliniken. Auch Seniorenheime stehen auf ihrem Programm. Ziel ist es "bunte Momente und heilsames Lachen" zu bringen.

15.000 Clowns-Visiten im Jahr

Die meisten der Clownsverbände, die sich im Dachverband "Clowns in Medizin und Pflege" organisiert haben, schaffen ihre Arbeit fast nur dank Spenden. Insgesamt haben die gut 200 Clowns, die in dem Verband organisiert sind rund 15.000 Einsätze im Jahr.

Mit dem Aktionstag "Lachen verbindet" wollen die Clowns am Samstag sich und ihre Arbeit präsentieren.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP am Wochenende | 18. November 2017 | 13:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 17. November 2017, 16:18 Uhr