Viele Patienten sitzen in einem Wartezimmer einer Landarztpraxis.
Patienten warten oft lange auf Termine bei Niedergelassenen Ärzten. Bildrechte: dpa

Einführung einer Sperre? Ärzte fordern Sanktionen für Termin-Schwänzer

Immer wieder kommt es vor, dass Patienten Termine bei Ärzten blocken, diese dann aber nicht wahrnehmen. Patienten, die Termine dringend benötigen, leiden darunter. Niedergelassene Ärzte fordern daher Sanktionen für Patienten, die Termine nicht wahrnehmen.

Viele Patienten sitzen in einem Wartezimmer einer Landarztpraxis.
Patienten warten oft lange auf Termine bei Niedergelassenen Ärzten. Bildrechte: dpa

Die niedergelassenen Ärzte in Deutschland fordern Sanktionen für Patienten, die vermittelte Arzttermine nicht wahrnehmen. Der NAV-Virchow-Bund erklärte, rund 30 Prozent der über Servicestellen vergebenen Termine würden unentschuldigt versäumt.

Wer sich über die Vermittlungsstellen der Kassenärztlichen Vereinigungen einen Termin besorge und ihn dann ohne Absage platzen lasse, solle vier Wochen lang für alle weiteren Termine gesperrt werden. "Wir befinden uns in einem Solidarsystem, in dem es ein gesetzliches Wirtschaftlichkeitsgebot gibt", erklärte der Vorsitzende des NAV-Virchow-Bunds, Dirk Heinrich.

Wer keine Terminmoral zeige, "verhält sich unsolidarisch gegenüber anderen Patienten und unangemessen gegenüber den begrenzten Ressourcen im System". Der Gesetzgeber müsse bei den 2016 eingerichteten Terminservicestellen daher deutlich nachschärfen. "Denn diese Schwänzer nehmen denen die Termine weg, die wirklich dringend einen brauchen", kritisierte Heinrich.

Dieses Thema im Programm MDR AKTUELL RADIO | 06. Dezember 2018 | 11:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 06. Dezember 2018, 12:12 Uhr

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