Dieses Bild des Asteroiden 2015 TB145, auch Totenkopf Asteroid genannt, wurde mit Radardaten vom Arecibo Observatorium der National Science Foundation in Puerto Rico erzeugt.
Bildrechte: dpa

Totenkopf-Asteroid nähert sich der Erde

10.10.2018 | 09:00 Uhr

Ein Asteroid in Form eines Totenkopfes rast auf die Erde zu - und fliegt dann vorbei. Gerade in den Tagen um Halloween wird er der Erde am nächsten sein. Wir klären, wie es zu dem Aussehen gekommen ist und wann man den Asteroiden besonders gut sehen kann.

Dieses Bild des Asteroiden 2015 TB145, auch Totenkopf Asteroid genannt, wurde mit Radardaten vom Arecibo Observatorium der National Science Foundation in Puerto Rico erzeugt.
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Ein Himmelskörper in Form eines Totenkopfes? Horror- und Grusel-Fans könnten daran ihre Freude haben. Mit amtlichem Namen heißt der Totenkopf-Asteroid übrigens 2015 TB145 und ist ein alter Bekannter.

Kürbis- oder Totenkopfform

Entdeckt wurde der Asteroid 2015 in Hawaii, als er relativ nah an der Erde vorbei flog, in rund 500 000 Kilometern Entfernung. Jetzt kommt er uns aber nicht so nah: Er fliege in einer Entfernung von etwa 40 Millionen Kilometern an der Erde vorbei und sei selbst mit großen Teleskopen nur als Lichtpunkt zu erkennen, erklärt Astronom Eike Günther von der Landessternwarte Thüringen in Tautenburg im MDR JUMP-Interview.

Der nächste Vorbeiflug an der Erde, der auch relativ dicht ist, ist im Jahr 2088.

Außerdem habe der Asteroid einen Durchmesser von 600 Metern. Weitere Details seines Steckbriefes: Asteroid 2015 TB145 ist "ziemlich schwarz" und dreht sich in fünf Stunden einmal um die eigene Achse. Dazu gehören noch zwei Krater, die seien jeweils etwa 100 Meter groß. Aber wie kommt es nun zum Grusel-Aussehen des Himmelskörpers? Astronom Günter erzählt, da gebe es ein paar Radarbilder des Asteroiden, da könne man alles reinphantasieren. Eben auch einen Totenkopf. Oder einen Kürbis.

Gefahr für die Erde in Zukunft?

Da die Umlaufbahn des Asteroiden um die Sonne drei Jahre und 17 Tage betrage, werde er voraussichtlich 2021 wieder vorbeifliegen. Nach Ansicht unserer Experten besteht aber auch weiterhin keine Gefahr für die Erde. In den nächsten 100 Jahren, wahrscheinlich auch in den nächsten 500 Jahren, wird er die Erde nicht treffen.

Übrigens: 2015 TB145 ist derzeit nur auf der Südhalbkugel zu sehen. Und dann braucht man noch ein großes Teleskop. Aber auch damit wird 2015 TB145 nur als kleiner Lichtpunkt zu sehen sein. Sternengucker schauen also beim diesjährigen Besuch in die Röhre.

Dieses Thema im Programm MDR JUMP bei der Arbeit | 10. Oktober 2018 | 10:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 10. Oktober 2018, 08:59 Uhr

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