Grafik Erzgebirgstunnel
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MDR SACHSEN-Ticker | 17.05.2018 Pläne für Erzgebirgstunnel konkreter

Der MDR SACHSEN-Ticker begleitet Sie mit aktuellen Meldungen bis 13 Uhr. Redaktion: Stephan Tittel, Klaus Becker

Grafik Erzgebirgstunnel
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Die Pläne für einen grenzüberschreitenden Bahntunnel durch das Erzgebirge werden konkreter. Der tschechische Verkehrsminister Dan Tok sagte nach einem Treffen mit dem sächsischen Wirtschaftsminister Martin Dulig in Prag, man sei übereingekommen, dass der insgesamt 26 Kilometer lange Tunnel nach deutschen Vorschriften geplant und betrieben werden solle. Dies werde in einem zwischenstaatlichen Vertrag festgeschrieben, der bis Ende des Jahres unterschriftsreif sei. Derzeit ist eine Machbarkeitsstudie in Arbeit, um die Wirtschaftlichkeit des Projekts und die geologischen Bedingungen zu überprüfen. Eine neue Hochgeschwindigkeitstrasse könnte die Fahrzeit zwischen Prag und Dresden auf eine Stunde von derzeit knapp zweieinhalb verringern. Die Bauarbeiten könnten um das Jahr 2030 beginnen und würden nach derzeitigen Schätzungen rund fünf Milliarden Euro kosten.

12:25 Uhr | Leichte Entspannung im Baustellenbereich auf A4

Die Änderungen der Verkehrsführung im Baustellenbereich der A4 bei Dresden hat nach Angaben des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr zu einer Entspannung der Verkehrssituation geführt. Sprecherin Isabel Siebert sagte MDR SACHSEN, die LKW-Schlangen hätten sich in den meisten Fällen soweit aufgelockert, dass die Autofahrer überall auf die A4 auffahren könnten, wenn sie aus Richtung Chemnitz kommen. Auch die Lage auf den Umleitungsstrecken habe sich etwas entspannt. Für die Einmündung der A17 auf die A4 könne dagegen keine Entwarnung gegeben werden, so Siebert. Da die Überleitung nur einspurig sei, komme es bei hohem Verkehrsaufkommen weiter zu Rückstau auf die A17. Seit dem 5. Mai dürfen an den Baustellen auf der A4 zwischen Dresden und Wilsdruff Lastwagen eine zweite Spur nutzen.

11:25 Uhr | Eltern für Mitsprache-Fortbildung gesucht

Sachsen sucht nach engagierten Müttern und Vätern, die ehrenamtlich Elternvertreter schulen wollen. Die kostenlose Fortbildung geht am 31. August los, wie das Kultusministerium in Dresden mitteilte. Die sogenannten Elternmitwirkungsmoderatoren klären Elternvertreter über Rechte in Schulkonferenzen und Elternräten auf. Zurzeit sind 49 dieser Moderatoren aktiv. Sie haben im laufenden Schuljahr rund 700 Elternvertreter geschult. Die Fortbildung ist an sechs Wochenenden im Schuljahr 2018/19. Anmeldeschluss ist der 19. August.

11:00 Uhr | "Die Welt unter der Haut" in Herrnhut

Die Ausstellung des Leipziger Grassi-Museums "Tattoo & Piercing - Die Welt unter der Haut" ist ab heute Nachmittag im Völkerkundemuseum Herrnhut zu sehen. Gezeigt werden auch Teile des Mitmach-Projektes, bei dem Leipziger ihre Tätowierungen in einem Studio fotografieren lassen konnten. Ergänzt wird die Ausstellung mit Exponaten aus den historischen Beständen des Völkerkundemuseums. Darunter sind Skulpturen mit Körperschmuck aus Asien und Neuseeland sowie Tuschezeichnungen tätowierter Männer von der Pazifikinsel Samoa. Auch das Handwerk des Tätowierens wird thematisiert.

10:30 Uhr | Prominenter Angeklagter

Am Landgericht Leipzig soll am Mittag ein Prozess gegen den früheren Anwalt und ehemaligen FDP-Kandidaten für den Posten des Oberbürgermeisters starten. Der 57-Jährige Ulrich Keßler muss sich wegen Untreue verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, vor elf Jahren 70.000 Euro auf ein Konto überwiesen zu haben, das ein deutlich höheres Minus aufwies. Dadurch hatte eine Firma, der das Geld eigentlich gehörte, keinen Zugriff mehr auf die Summe. Ein Urteil soll Mitte Juni fallen.

10:00 Uhr | Entspannung für Chemnitzer Innenstadtverkehr in Sicht

In Chemnitz haben Autofahrer ab morgen früh auf der Bahnhofsstraße wieder freie Fahrt. Wie der Verkehrsverbund Mittelsachsen mitteilte, sollen die Umbauarbeiten an der Zentralhaltestelle spätestens heute Abend abgeschlossen sein. In der kommenden Nacht könne dann die Bahnhofstraße wieder vollständig geöffnet und die Zentralhaltestelle für den Bus- und Bahnverkehr freigegeben werden. Seit Monaten stand dem Verkehr dort in jede Richtung nur eine Fahrspur zur Verfügung. Vor allem in den Hauptverkehrszeiten kam es auch auf den umliegenden Straßen zu Staus.

09:35 Uhr | Sachsenweiter Rainbowflash gegen Homophobie

Mit öffentlichen Kundgebungen wollen Lesben und Schwule heute sachsenweit für vielfältige Lebensweisen auf die Straße gehen. In zehn Städten soll mit sogenannten Rainbowflashs ein Zeichen der Verbundenheit mit jenen Menschen gesetzt werden, die wegen ihrer sexuellen Orientierung oder ihrer geschlechtlichen Identität diskriminiert werden. Geplant sind Aktionen unter anderen in Bautzen, Chemnitz, Dresden und Leipzig sowie in Plauen, Pirna, Zwickau und Wurzen. Der gegenseitige Respekt und die Akzeptanz von unterschiedlichen Lebensweisen und Identitäten stärke "nicht nur unsere Gesellschaft, sondern ist auch das beste Mittel gegen Homo- und Transphobie sowie gegen jede andere Art der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit", erklärte Tom Haus vom Landesvorstand des Lesben- und Schwulenverbandes Sachsen. Anlass ist der Internationale Tag gegen Homophobie am 17. Mai.

09:10 Uhr | Plädoyer im Prozess um Totes Baby

Am Landgericht Zwickau geht heute der Prozess um ein totes Baby in Wilkau-Haßlau in die Schlussphase. Erwartet wird das Plädoyer der Staatsanwaltschaft. Die 33 Jahre alte Angeklagte muss sich wegen Totschlags durch Unterlassen verantworten. Die mehrfache Mutter soll im August 2016 ihr Neugeborenes nicht versorgt und dann auf einer Wiese im Ortsteil Culitzsch abgelegt haben. Dort war der Leichnam rund zehn Monate später bei Mäharbeiten gefunden worden. Die Frau hatte zugegeben, für den Tod des Säuglings verantwortlich zu sein. Ihr droht eine Freiheitsstrafe von mindestens fünf Jahren.

08:40 Uhr | Zwickau unterliegt VFB Stuttgart 1:4

Caniggia Ginola Elva (Stuttgart, hinten Mitte) überwindet Torhüter Lukas Cichos (Zwickau) zum 0:3, hinten links Nico Antonitsch (Zwickau)
Bildrechte: Frank Kruczynski

Fußball-Drittligist FSV Zwickau hat ein Freundschaftsspiel gegen den VfB Stuttgart am Mittwochabend mit 1:4 verloren. Vor 4.100 Zuschauern gelang Bentley Baxter Bahn in der 90. Minute per Foulelfmeter der Ehrentreffer für den FSV. Vor dem Anpfiff wurden elf Zwickauer Spieler verabschiedet. Bereits am Montag hatte der FSV ein Freundschaftsspiel gegen Borussia Dortmund absolviert. Für Zwickau sind die Einnahmen aus beiden Partien ein wichtiger Bestandteil zur Erfüllung der Lizenzauflagen für die laufende Saison.

08:25 Uhr | Runder Tisch zu Leipziger Neuseenland

In Leipzig sollen ab heute die Weichen für eine künftige Nutzung der Seenlandschaft gestellt werden. Bislang gibt es unterschiedliche Vorstellungen, ob der Naturschutz oder der Freizeitsport überwiegen sollten. Ein runder Tisch will klare Verhältnisse schaffen. Etwa 20 Vertreter von Behörden, Vereinen, Verbänden und Initiativen beraten darüber, wie es mit dem Wassertourismus im Leipziger Neuseenland weitergehen soll. Einfließen sollen sowohl die Interessen von Anglern und Wassersportlern, als auch die Naturschutzbelange speziell der wertvollen Auen- und Fließgewässer von Weißer Elster und Pleiße.

08:05 Uhr | Kein Ankerzentrum für Flüchtlinge in Sachsen

In Sachsen wird es für die Unterbringung von Flüchtlingen und zügige Anerkennungsverfahren kein sogenanntes Ankerzentrum geben. Das stellte Ministerpräsident Michael Kretschmer in einem Gespräch mit der "Freien Presse" klar. Kretschmer verwies auf die bestehenden drei Aufnahmeeinrichtungen in Dresden, Chemnitz und Leipzig, in denen auch das Bundesamt für Migration schon präsent sei. Damit sei man in Sachsen weit vorangegangen, so Kretschmer in einem Gespräch mit dem MDR. SPD-Politiker Henning Homann begrüßte die Klarstellung Kretschmers. Sachsen sei mit seinen bisherigen drei Erstaufnahmezentren gut aufgestellt. - Bundesinnenminister Seehofer hatte vorgeschlagen, in jedem Bundesland Unterbringung und Anerkennungsverfahren an einem Ort zu bündeln. Sachsens Innenminister Wöller wollte, dass sich der Freistaat bereits in der Pilotphase an dem Projekt beteiligt. Das war auch in der Koalition auf Kritik gestoßen.

07:54 Uhr | "Vergebung" für Tellkamp?

Dresdens Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch wirbt dafür, den Schriftsteller Uwe Tellkamp wegen seiner umstrittenen Äußerungen nicht auszugrenzen. Die Linken-Politikerin erklärte in der neuen Ausgabe des "Zeit"-Magazins, man müsse unterschiedliche Meinungen aushalten. Tellkamp hatte bei einer Veranstaltung im März den meisten Flüchtlingen unterstellt, sie würden nicht vor Krieg und Verfolgung fliehen, sondern wollten in Sozialsysteme einwandern. Klepsch hatte die Diskussionsrunde zu Meinungsfreiheit und Flüchtlingspolitik im Dresdner Kulturpalast organisiert und wird deshalb ebenfalls von vielen Seiten kritisiert.

07:30 Uhr | Zoo holt die Pampa nach Leipzig

Im Zoologischen Garten Leipzig wird am Vormittag der erste Teil der neuen Südamerika-Anlage eröffnet. Hier können die Besucher Tiere beobachten, die in den Landschaften Pampa, Pantanal und Patagonien beheimatet sind. Darunter sind auch einige Arten, die im Leipziger Zoo bislang nicht zu sehen waren, zum Beispiel Pampashasen, Darwin-Nandus und Papybaras - die größten lebenden Nagetiere. Der Bau der Anlage kostete rund fünf Millionen Euro. Noch einmal so viel Geld wird in den zweiten Abschnitt, ein Feuerland-Gelände, fließen.

Bildmontage zeigt Tiere
Bildrechte: Zoo Leipzig

07: 13 Uhr | Land unter in der Faschingshochburg

Die Stadt Wittichenau ist gestern von einem besonders heftigen Gewitter erwischt worden. Wie die Rettungsleitstelle Ostsachsen mitteilte, standen innerhalb kurzer Zeit der Markt und angrenzende Straßen unter Wasser. Die Freiwilligen Feuerwehren von Wittichenau und den Ortsteilen mussten bis 21 Uhr ingesamt neun Mal ausrücken. Dabei wurden vor allem vollgelaufene Keller ausgepumpt.

06:54 Uhr | Wer war's?

Die Mitarbeiter des Leipziger Stadtordnungsdienstes sollen künftig eine individuelle Kennzeichnung an ihrer Dienstkleidung tragen. Dieser Vorschlag des Jugendparlaments setzte sich nach einer kontroversen Debatte im Stadtrat durch. Die Jugendvertreter wollen erreichen, dass bei Bürgerbeschwerden im Nachgang herausgefunden werden kann, welcher Mitarbeiter welche Sanktion verfügt hat. Allerdings lehnt Ordnungsbürgermeister Heiko Rosenthal ein Namensschild ab. Deswegen soll es eine anonymisierte Kennzeichnung geben. Die Form wird noch geprüft.

06:37 Uhr | In Dresden sollen nur noch kommunale Besen kehren

Stadtreinigung Dresden am Neujahrsmorgen
Bildrechte: MDR/L. Müller

Dresden will seine Stadtreinigung wieder komplett in die eigene Hand nehmen. Finanzbürgermeister Peter Lames plane, den Vertrag mit dem Entsorger Veolia Mitte 2020 auslaufen zu lassen, schreiben die "Dresdner Neuesten Nachrichten". Die Stadt hatte vor 14 Jahren 49 Prozent der Anteile an den Veolia-Vorgänger Cleanaway verkauft. Die Vereinbarung sieht vor, dass Dresden die Anteile 2020 zurückkaufen kann. Der Preis stehe noch nicht fest, genügend Geld sei aber da, hieß es. Die Stadt geht davon aus, dass sie das Unternehmen mit etwa 380 Mitarbeitern profitabel betreiben kann.

06:10 Uhr | Keine Betriebspause bei Siemens in Görlitz

Bei Siemens in Görlitz wird es keine befristete Werksschließung nach Pfingsten geben. Wie Unternehmenssprecher Bernhard Lott auf Anfrage von MDR SACHSEN mitteilte, wurden mit den Beschäftigten stattdessen individuelle Vereinbarungen getroffen. Der Konzern hatte vergangene Woche eine einwöchige Betriebspause für alle Werke der Kraftwerkssparte angekündigt, um Kosten zu sparen. In Görlitz wird dagegen jedem Mitarbeiter freigestellt, wann er bis zum Jahresende die fünf arbeitsfreien Tage in Anspruch nehmen wird.

05:32 Uhr | Verlässt die "Ostrale" das Ostragehege und Dresden?

Die Chemnitzer Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig hat der Kunstausstellung "Ostrale" angeboten, von Dresden in ihre Stadt umzuziehen. Das berichtet die "Dresdner Morgenpost" und verweist auf eine entsprechende Absichtserklärung. Darin bietet Chemnitz der "Ostrale" einen langfristigen Vertrag und finanzielle Unterstützung von bis zu 250.000 Euro im Jahr an. Mögliche Standorte könnten ein früherer Industriestandort in Hauptbahnhofnähe und die ehemaligen Wandererwerke sein. Bestätigt wurden die Pläne bislang nicht. Das Kunstprojekt "Ostrale" gibt es seit 2007. Der Stadt Dresden ist aber die nötige Sanierung der Ausstellungsräume im Ostragehege mit mehr als 13 Millionen Euro zu teuer.

05:20 Uhr | Baum verursacht tödlichen Unfall

Zwei zerstörte Unfallwagen stehen auf gegenüberliegenden Seiten der regennassen Kreisstraße zwischen Ponickau und Liega im Kreis Meißen.
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Bei einem Verkehrsunfall bei Schönfeld im Landkreis Meißen sind ein Autofahrer getötet und einer schwerverletzt worden. Nach Polizeiangaben wollte ein 63-Jähriger gestern Abend auf der Kreisstraße zwischen Ponickau und Liega einem umgestürzten Baum ausweichen. Dabei prallte sein Wagen frontal in ein entgegenkommendes Auto. Dessen 55 Jahre alter Fahrer wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Der 63-Jährige starb noch an der Unfallstelle. Wegen der Bergungsarbeiten war die Kreisstraße mehr als vier Stunden gesperrt. Der Baum war laut Polizei vermutlich während eines Unwetters am Nachmittag auf die Straße gestürzt.

05:05 Uhr | Tunesier in Heimat ausgeflogen

Sachsen hat 19 Asylbewerber nach Tunesien abgeschoben. Nach Angaben des Innenministeriums, wurden sie gestern vom Flughafen Leipzig/Halle aus in ihre Heimat ausgeflogen. Elf von ihnen hätten zuvor in Haft gesessen. Im vergangenen Jahr hatte Sachsen insgesamt 112 ausländische Straftäter aus der Haft abgeschoben, 2016 waren es 38.

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Fernsehen | MDR SACHSENSPIEGEL | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 17. Mai 2018, 15:30 Uhr