02.05.2019 | 08:10 Uhr 5G-Smartphone und Flugtaxi: Technologiemesse öffnet in Dresden

Ab Donnerstag verwandelt sich das Kongresszentrum in Dresden in einen Abenteuerspielplatz für Technologiefans. Zum ersten Mal findet die Messe "connect-ec" statt. Dass sie in Dresden gastiert, ist kein Zufall.

von Stephan Hönigschmid

Die weltweit ersten faltbaren Smartphones, die ersten 5G-Smartphones, vernetzte Elektro-Autos und fliegende Taxen: Das verspricht die Messe "connect-ec". Am Donnerstag öffnet sie im Dresdner Kongresszentrum ihre Türen. Dabei sind die ersten beiden Tage für das Fachpublikum reserviert, bevor am Wochenende auch die breite Öffentlichkeit vorbeischauen kann.   

Wer sich auf den Weg macht, der trifft gleich vor dem Eingang auf einen gut sichtbaren Schiffscontainer. Dieser gehört dem Dresdner Start-up "Cloud and Heat" und veranschaulicht das Thema Energiesparen. Darüber hinaus bringt er den Menschen nahe, wie die oft abstrakt beschworene Cloud, in der die Daten gespeichert sind, im richtigen Leben aussieht. "In unserem Container können sich die Besucher ansehen, wie unsere wassergekühlten Serverschränke funktionieren", erklärt Marketing-Mitarbeiterin Sarah Günther und fügt an: "Wir zeigen, wie die Wärme der Server in einen Heizkörper eingespeist wird."

Die Abwärme von Rechenzentren nutzen

"Cloud and Heat" baut und betreibt energieeffiziente Rechenzentren. Es nutzt deren Abwärme auf einem konstanten Temperaturniveau von 60 Grad zum Heizen von Gebäuden oder für die Anbindung an das Fern- und Nahwärmenetz. Zunächst hatte die Firma die Server in Einfamilienhäuser eingebaut. Dieses Konzept brachte aber nicht den gewünschten Erfolg. Deshalb setzt "Cloud and Heat" jetzt auf die Container. Dank ihrer Flexibilität ermöglichen sie es, fast überall auf der Erde ein Rechenzentrum mit hoher Leistung und wenig Energieverbrauch zu errichten. Unter anderem haben die Dresdner das schon in Norwegen getan. 

Ein weißer Schiffscontainer mit einem blau-weißen Logo drauf und einem eingebauten Fenster.
Diesen Container von "Cloud and Heat" können die Besucher auf der Messe unter die Lupe nehmen. Bildrechte: Cloud&Heat

Flugtaxi hautnah erleben

Während die Technik von "Cloud and Heat" schon im Einsatz ist, mutet die Erfindung eines anderen Dresdner Unternehmens, das auf der Messe zu Gast ist, noch futuristisch an. Das Team von "FLÜGELaeronautics" präsentiert im Inneren des Kongresszentrums sein Flugtaxi. "An unserem Stand haben wir ein 1:5-Modell, mit dem wir den Messegästen unser Flugtaxi erklären können", sagt Unternehmensgründer Diego Schierle. Zudem gebe es ein 1:1-Skelettmodell, um die Funktionsweise beim Start und in der Luft zu demonstrieren.

"Beim Start werden die Flügel eingeklappt und das Flugtaxi steigt mit Hilfe eines Elektromotors in die Luft. Wenn es die Reiseflughöhe erreicht hat, wird ein Verbrennungsmotor gezündet", erläutert Schierle. Viel Platz braucht das Flugtaxi übrigens nicht. Mit einer Breite von 2,50 Meter passt es in jede Toreinfahrt.

Modell eines Flugtaxis in verschiedenen Flugphasen. „FLÜGELaeronautics X-1 in unterschiedlichen Darstellungen der Transition“
Das Flugtaxi "FLÜGELaeronautics X-1" zeigt die Dresdner Firma an ihrem Stand im Maßstab 1:5. Bildrechte: FLÜGELaeronautics

Mitmach-Workshops für die Besucher

Um das Programm abzurunden, bieten die Veranstalter der Messe neben den zahlreichen Ständen auch noch Workshops an. "Wir möchten, dass die Besucher einen konkreten Mehrwert haben. Unter anderem können sie lernen, was sie beachten müssen, wenn sie sich zu Hause ein optimales WLAN-Netz aufbauen wollen. Außerdem erfahren sie, wie sie sehenswerte Fotos und Videos mit ihrem Smartphone erstellen", sagt der Chefredakteur der Zeitschrift "connect", Marc Oliver Bender, der die Messe mitorganisiert hat. 

In dieser Form findet die Messe zum ersten Mal statt. Zuvor hatte "connect" bereits mehrfach Konferenzen zu dem Thema abgehalten. Die Veranstalter haben sich bewusst für Dresden als Veranstaltungsort entschieden und können sich nach eigenen Angaben vorstellen, die Messe in der Stadt zu etablieren. Eine Rolle spielen bei diesen Überlegungen das an der TU Dresden angesiedelte 5G-Lab sowie die reichlich 1.500 Mikroelektronik- und Kommunikationstechnikunternehmen in der Stadt.

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 02.05.2019 | ab 8:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden

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