Razzia Leipzig
Bildrechte: MDR/xcitePRESS

Großeinsatz gegen Kriminalität Drei Haftbefehle bei Razzia in Leipzig vollstreckt

Polizei und Zoll sind in Leipzig erneut gegen Kriminelle vorgegangen. 450 Beamte waren ab dem frühen Mittwochabend im Osten und Norden der Stadt stundenlang im Einsatz - Schwerpunkt waren der Waffen- und Glücksspielbereich. Die Bilanz lässt sich sehen.

Razzia Leipzig
Bildrechte: MDR/xcitePRESS

Mit einem Großaufgebot haben Polizei und Zoll am Mittwoch den Leipziger Osten und Norden durchkämmt. Wie die Behörden am Abend mitteilten, wurden insgesamt 23 Objekte, vorrangig Handels- und Gastronomiebetriebe, durchsucht. Die Finanzkontrolleure des Zolls wollten dabei Schwarzarbeitern auf die Schliche kommen. "Wegen Leistungsmissbrauch wurden gegen drei Personen Strafverfahren und in elf Fällen Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet", hieß es in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

Im Rahmen der Durchsuchung von Wohn- und Geschäftsräumen fand das Zollfahndungsamt Dresden 63.500 Euro, 3.000 US-Dollar, zwölf Kilogramm unversteuerten Wasserpfeiffentabak und 10.500 Zigaretten. Zudem wurden gefälschte Führerscheine, Ausweispapiere, Kfz-Zulassungen sowie Handys und Computertechnik sichergestellt. Die Einsatzkräfte stellten mehrere Verstöße gegen das Glücksspiel- und Waffengesetz fest. Außerdem wurden Beweise zu Schwarzarbeit und Steuerstraftaten gesichert.

Polizisten stehen auf der Eisenbahnstraße
Polizeibeamte und Zollfahnder waren zum Großeinsatz rings um die Eisenbahnstraße ausgerückt. Der Leipziger Osten - insbesondere die Eisenbahnstraße - ist seit Jahren ein Schwerpunkt der Kriminalität in Leipzig. Bildrechte: MDR/xcitePRESS

Drei Haftbefehle vollstreckt

Auch zwei Männer, gegen die drei Haftbefehle vorlagen, gingen den Ermittlern ins Netz. Sie sind mittlerweile aber wieder auf freiem Fuß, wie eine Polizeisprecherin MDR SACHSEN mitteilte. Die gesuchten Männern hatten Geldstrafen in Höhe von 15 bis 400 Euro nicht bezahlt. Die Schulden seien inzwischen beglichen worden.

Bei der rund achtstündigen Razzia waren 450 Beamte im Einsatz. Beteiligt waren das Landeskriminalamt Sachsen, das Hauptzollamt und Zollfahndungsamt Dresden, die Polizeidirektion Leipzig, die Bereitschaftspolizei Sachsen, die Bundespolizei und die Polizeibehörde der Stadt Leipzig.

Innenminister Wöller: Keine rechtsfreien Räume in Sachsen

Innenminister Roland Wöller wollte sich am Mittwochnachmittag nicht zu Einzelheiten äußern. "Die Durchsuchungen in Leipzig sind Ergebnis umfangreicher Ermittlungen im Zusammenspiel verschiedener Behörden", sagte er lediglich. "Sie zeigen, dass wir geltendes Recht konsequent durchsetzen und in unserem Land keine rechtsfreien Räume existieren."

Bei einer der letzten Razzien waren im Juni 2017 mehr als 30 Objekte im Umfeld der Eisenbahnstraße durchsucht worden. Im Fokus standen damals Handels- und Gastronomiebetriebe.

Quelle: MDR/kk/dk/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 14.03.2018 | ab 16:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 14.03.2018 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 16. März 2018, 11:18 Uhr