Jungen zeigen verschiedene Plakate.
In rund 1.800 Städten weltweit werden am Freitag Menschen für mehr Klimaschutz demonstrieren. (Archivbild) Bildrechte: MDR/Michael Gerdes

Auch in sieben Städten Sachsen-Anhalts "Fridays for Future": So viele Demonstrationen wie noch nie

1.800 Städte aus 110 Ländern wollen sich am Freitag an den bisher größten "Fridays for future"-Demonstrationen beteiligen. Auch in sieben Städten Sachsen-Anhalts finden Proteste statt. Die Veranstaltungen im Überblick.

Jungen zeigen verschiedene Plakate.
In rund 1.800 Städten weltweit werden am Freitag Menschen für mehr Klimaschutz demonstrieren. (Archivbild) Bildrechte: MDR/Michael Gerdes

Am Freitag sollen sich weltweit so viele Städte an den "Fridays for future"-Demonstrationen beteiligen wie bisher noch nie. Laut der Website fridaysforfuture.org soll es in etwa 1.800 Städten in rund 110 Ländern Proteste für mehr Klimaschutz geben. Auch in mehreren Städten in Sachsen-Anhalt finden erneut Demonstrationen statt. Unter anderem in Magdeburg, Halle, Dessau, Wittenberg und Salzwedel wollen Schüler auf die Straße gehen.

Am Dienstag hatten sich rund 12.000 Wissenschaftler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz hinter die Schüler gestellt. Die Anliegen der jungen Menschen seien berechtigt und gut begründet, heißt es im Aufruf der Gruppierung "Scientists4Future".

Eine Menschenmasse vor einem Dom, eine Person trägt ein Eisbärenkostüm
Die "Fridays for Future"-Demonstrationen finden seit Wochen auch in Magdeburg statt. Bildrechte: MDR/Michael Gerdes

Auch Wissenschaftler aus Magdeburg sind Teil der Gruppe, wie die Universität Magdeburg mitteilte. Psychologie-Professorin Ellen Matthies erklärte: "Die Zeit läuft uns davon." Um eine ökologische Katastrophe abzuwenden, müsse dringend gehandelt werden.

Die Gruppe "Magdeburger Scientists for Future" wird sich auch an der Demonstration am Freitag auf dem Domplatz beteiligen.

Wegen der Demonstrationen kann es in den jeweiligen Städten zu Verkehrsbehinderungen kommen.

Unterstützung von Steinmeier, Kritik von Tullner

Inspiriert von der 16-jährigen Schwedin Greta Thunberg, die seit letztem Sommer jeden Freitag vor dem schwedischen Parlament streikt, gehen seit mehreren Monaten junge Menschen in ganz Deutschland auf die Straße und fordern ein Umdenken in der Klimapolitik und echten Klimaschutz.

In den vergangenen Wochen streikten jeweils weit über 10.000 Schüler in ganz Deutschland. Dafür erhielten sie Rückendeckung unter anderen von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Dass die Schüler wegen ihrer Aktionen den Unterricht verpassen, stößt allerdings auch auf Kritik, unter anderem von Bildungsminister Marco Tullner (CDU).

Quelle: MDR/aso

Dieses Thema im Programm MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 15. März 2019 | 06:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 15. März 2019, 11:11 Uhr