Ein Smartphone mit ebay-Logo auf einer Computertastatur
Betrügereien im Netz sind leider keine Seltenheit. Bildrechte: IMAGO

Landgericht Magdeburg Prozess gegen mutmaßlichen Ebay-Betrüger aus Hettstedt

Wegen Abzocke im Internet steht seit Montag ein Mann aus Hettstedt vor Gericht. Er soll in mehr als 400 Fällen über Ebay Geld für Klimaanlagen kassiert haben – ohne jedoch die Ware an die Kunden zu liefern. Laut Anklage wurden bei dem Betrug rund 150.000 Euro erbeutet.

Ein Smartphone mit ebay-Logo auf einer Computertastatur
Betrügereien im Netz sind leider keine Seltenheit. Bildrechte: IMAGO

Am Landgericht Magdeburg hat am Montag der Prozess gegen einen mutmaßlichen Ebay-Betrüger aus Hettstedt begonnen. Dem 43-Jährigen wird vorgeworfen, in 429 Fällen Klimageräte und hochwertige Ventilatoren im Internet angeboten und auch das Geld dafür kassiert zu haben – jedoch ohne die Ware zu liefern.

Laut Gericht sollen der Angeklagte und weitere unbekannt gebliebene Mittäter dadurch zu rund 150.000 Euro gelangt sein. Der Betrug soll sich innerhalb von sieben Tagen zwischen Ende Juli und Anfang August 2018 abgespielt haben.

Mit gefälschten Papieren bei Ebay angemeldet

Wie es vom Gericht weiter heißt, soll der Angeklagte bereits Anfang März 2018 mit gefälschten französischen Papieren in Bernburg eine GmbH gegründet haben. Über diese soll er dann zunächst ordnungsgemäß Waren verkauft haben, um positive Bewertungen zu erhalten. Als dann die Abwicklung der Transaktion über "PayPal" nicht mehr zwingend vorgeschrieben war, sollen die Kunden in Vorkasse gegangen sein und den fälligen Betrag auf ein Konto bei der Sparkasse überwiesen haben, das der Angeklagte zuvor eingerichtet hatte.

Bezahlen mit "PayPal"

Mit "PayPal" kann beim Online-Einkauf und -Verkauf über ein virtuelles Konto bargeldlos bezahlt werden. Das US-amerikanische Unternehmen hat nach eigenen Angaben mehr als 192 Millionen aktive Nutzer, die in mehr als 100 Währungen zahlen können.

Der Angeklagte befindet sich seit Oktober 2018 in Untersuchungshaft. Im Ermittlungsverfahren hat er bereits die Vorwürfe gestanden. Für den Prozess sind sieben weitere Verhandlungstermine vorgesehen. Neben elf Zeugen soll sich auch ein psychiatrischer Gutachter äußern.

Quelle: MDR/agz

Dieses Thema im Programm MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 15. April 2019 | 17:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 15. April 2019, 14:40 Uhr