Taylor Swift und Beyoncé brechen Rekorde: So waren die Grammys 2021

Am Sonntag wurden die Grammys verliehen, bei einer Social-Distancing-Gala mit riesen Staraufgebot. Zwei Sängerinnen brachen an diesem Abend Rekorde.

Sängerin Taylor Swift sitzt mit Mund-Nasen-Schutz im Publikum bei den 63. Grammy Awards im Los Angeles Convention Center.
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Die Grammy-Verleihung ist traditionell ein riesen Ereignis, bei dem sich die Stars die Klinke in die Hand geben. Es gibt ausgeklügelte Performances von Show-Größen und jede Menge kleiner, goldener Grammofone. Trotz Corona gab es am Sonntag also in Los Angeles ein Spektakel der Extraklasse zu sehen. Dieses Mal sogar erstaunlich skandalfrei. Selbst eine Performance des ultraschlüpfrigen Rap-Hits "WAP" der beiden Rapperinnen Cardi B und Megan Thee Stallion kam ohne Skandal aus.

Überhaupt gab es trotz der Pandemie zahlreiche Showeinlagen. Um die Einhaltung von Hygieneauflagen zu bewerkstelligen, wurden vier verschiedene Bühnen aufgebaut, sodass Stars und Bühnenarbeiter während der Show genug Abstand halten konnten. Zu den Highlights des Abends zählte unter anderem ein Auftritt von Dua Lipa, die ganz in violett ihren Song "Levitating" performte.

Die Preisverleihung stand ganz im Zeichen der Black Lives Matter-Bewegung. Mehrere Künstlerinnen setzten in ihren Auftritten Zeichen für die Bewegung. Mit "I Can't Breathe" von H.E.R. wurde ein Lied zum besten Song des Jahres gekürt, dass sich explizit auf den Tod von George Floyd im vergangenen Jahr bezieht, der eine neue Protestwelle auslöste.

Rekorde purzeln

Am Sonntag fielen außerdem, wie im Vorfeld von vielen schon erwartet wurde, gleich zwei Rekorde: Zum einen konnte Beyoncé vier Grammys mit nach Hause nehmen. Damit hat sie nun 28 Stück. Keine Frau hat jemals mehr Grammys gewonnen. Preise gab es unter anderem für die für beste R&B-Performance für "Black Parade". Für "Savage", einen Song, den sie zusammen mit Rapperin Megan Thee Stallion aufgenommen hat gab es auch einen Preis, genauso wie für das Video zu "Brown Skin Girl". Letzteren muss sich Beyoncé aber mit ihrer Tochter Blue-Ivy teilen, die auch eine Rolle in dem Clip übernahm. Keine Sängerin hat in ihrer Karriere je mehr Preise gewonnen als sie.

Apropos Rekorde. Noch ein anderer wurde dieses Jahr geknackt und zwar von keiner geringeren als Taylor Swift. Sie gewann für ihr Corona-Album "Folklore" den Preis für das Album des Jahres. Damit ist Swift die erste Frau, die drei Grammys in dieser Kategorie gewonnen hat. Für ihren musikalischen Auftritt bekam Swift dann auch das schönste Bühnenbild des Abends: eine heimelige Waldlandschaft.

Daneben gab es noch zwei Preise für Billie Eilish (Record of the Year für "Everything I Wanted" und einen für ihren James-Bond-Titelsong "No Time To Die"). Lady Gaga und Ariana Grande gewannen den Preis fürs beste Duett, den für die beste Solo Performance durfte Harry Styles mit nach Hause nehmen.

Alles in allem waren die Grammys dieses Jahr eine erstaunlich entspannte Zeremonie. Nur die Verlierer hatten viel zu tun: Wegen der Maskenpflicht im Publikum mussten sie sich besonders anstrengen, nur mit ihren Augen zu kommunizieren, wie sehr sie es der jeweiligen Gewinnerin doch gönnen.