Auswahl von Bierglasuntersetzern
Bildrechte: dpa

Wurde der Bierdeckel in Sachsen erfunden?

28.09.2018 | 00:00 Uhr

Die Sachsen waren schon immer ein erfindungsfreudiges Völkchen. Angeblich stammt selbst der Bierdeckel aus Sachsen. Ist das ein Fakt oder Fake?

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Manch einer sammelt ja sogar Bierdeckel aus jedem Wirtshaus, in dem er einen gehoben hat. Erfunden wurde der Bierdeckel tatsächlich bei uns in Sachsen, erklärt Dr. Holger Starke. Er ist Kurator für Wirtschafts- und Gesellschaftsgeschichte im Stadtmuseum Dresden:

Robert Sputh, ein sächsischer Unternehmer, hat sich 1892 ein Patent auf die Herstellung von runden und kantigen Deckeln erteilen lassen. Die Deckel können wegen ihrer Saugfähigkeit - wie es in der Patentschrift hieß - als Bieruntersetzer verwendet werden. Der Unternehmer hatte seine Fabrik in der sächsischen Schweiz, in der Nähe von Sebnitz und Sputh selbst wohnte in Dresden.

Dieser Vorläufer des heutigen Bierdeckels wurde zu Zeiten von Robert Sputh noch Holzfilzplatten oder auch Faserguss-Untersetzer genannt. Die Behauptung ist also ein Fakt. Übrigens die Sachsen haben nicht nur den Bierdeckel erfunden, sondern unter anderem auch den BH, den Teebeutel, die Milchschokolade, die Waschmaschine und vieles mehr.

Die MDR JUMP Morningshow sagt dem Halbwissen den Kampf an und prüft jeden Morgen um 05:20 Uhr und 07:20 Uhr die verrücktesten Internetmythen. Gemeinsam mit Experten checken Sarah und Lars den Wahrheitsgehalt der Behauptungen und klären am Ende: Ist die Behauptung Fakt oder Fake!?

Dieses Thema im Programm MDR JUMP Morningshow | 28. September 2018 | 05:20 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 28. September 2018, 05:20 Uhr