Kind wird von Mutter geweckt
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Acht Uhr morgens ist es zu früh zum Lernen

15.08.2019 | 00:00 Uhr

Nicht nur Schüler, sondern auch Eltern beschäftigt immer wieder die Frage: Fängt der Unterricht zu zeitig an? Können sich die Kinder vor Müdigkeit überhaupt so zeitig schon konzentrieren?

Kind wird von Mutter geweckt
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Schlafforscher Dr. Hans-Günter Weeß, weiß ob acht Uhr zu früh zum Lernen ist:

Ja, das stimmt für Schüler, die in der Pubertät und weiter sind. Denn wir alle werden mit Eintritt der Pubertät eher zu Eulen. Das heißt, wir können genetisch bedingt erst sehr spät einschlafen und nicht mehr gut früh aufstehen. Viele Studien haben gezeigt, insbesondere bei Schülern, dass die morgens um 7:45 Uhr Mathematikaufgaben schlechter lösen, als wenn sie die um 8:45 Uhr oder sogar um 9:45 Uhr lösen.

Also ist der Schulstart unfair gegenüber Schülern, die gerne früh aufstehen und Schülern, die gerne ausschlafen?

Eine Chancengleichheit zwischen Schülern, die etwas „lerchiger" sind, also abends ein bisschen früher müde werden und denen die „euliger" sind, also die abends etwas später müde werden, hätten wir erst wenn Klausuren nach 11:00 Uhr geschrieben werden.

Für die meisten älteren Schüler ist der Schulanfang morgens um acht also wirklich zu früh, sie können noch keine Höchstleistungen bringen.

Schlafforscher und Buchautor Hans-Günter Weeß
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Unser Experte Hans-Günter Weeß ist Schlafforscher und erforscht seit 20 Jahren die Nachtruhe.

Die MDR JUMP Morningshow sagt dem Halbwissen den Kampf an und prüft jeden Morgen um 05:20 Uhr und 07:20 Uhr die verrücktesten Internetmythen. Gemeinsam mit Experten checken Sarah und Lars den Wahrheitsgehalt der Behauptungen und klären am Ende: Ist die Behauptung Fakt oder Fake!?

Dieses Thema im Programm MDR JUMP Morningshow | 15. August 2019 | 05:20 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 15. August 2019, 05:20 Uhr