Bill Skarsgard als Clown Pennywise in "ES Kapitel 2"
Bildrechte: imago/Cinema Publishers Collection/Brooke Palmer

Können Horrorfilme süchtig machen?

05.09.2019 | 00:00 Uhr

Am 5. September kommt „ES Kapitel 2“ in die Kinos. Solche Filme spalten das Kinopublikum: Die einen wollen Horrorfilme mit Blut und Schockmomenten auf keinen Fall sehen. Andere dagegen sind regelrecht süchtig nach dem Kick im dunklen Kinosaal.

Bill Skarsgard als Clown Pennywise in "ES Kapitel 2"
Bildrechte: imago/Cinema Publishers Collection/Brooke Palmer

Nach 27 Jahren Ruhe versetzt der kinderfressende Killerclown Pennywise die US-Kleinstadt Derry wieder in Angst. Die erwachsen gewordenen Mitglieder vom „Club der Verlierer“ müssen sich wieder ihren Ängsten stellen und vereint gegen das Monster kämpfen. Horror-Liebhaber freuen sich riesig darüber. Wer einmal fingernägelknabbernd auf der Sofa- oder Kinosesselkante den Mix aus ruhigen Szenen und nervenzerfetzender Spannung durchgestanden hat, braucht den immer wieder!

Die Behauptung

"Horrorfilme können süchtig machen."

Fakt oder Fake?

Der Journalist Björn Wolfram hat auch zu Horrorfilmen recherchiert:

Die Filme können wirklich süchtig machen. Das hat einmal eine biologische Ursache: In Gefahrensituationen wird der Botenstoff Dopamin ausgeschüttet. Der hat einen euphorisierenden Effekt.

Experten sprechen da von „Angstlust“, die zu „Angstsucht“ werden kann: Dann braucht man diesen Kick immer wieder.

Der Nervenkitzel sorgt auch dafür, dass wir uns stärker spüren. Wir zucken zusammen, schreien auf, fiebern mit, bangen – das ist ein wohliges 'herausgerissen werden' aus dem oft, monotonen Alltag.

Allerdings sollte man niemanden dazu zwingen, sich dem süchtig machenden Nervenkitzel auszusetzen. Horrorfilme könnten ängstliche Menschen traumatisieren, warnen Psychologen in diesem Artikel der WDR-Wissenssendung Quarks. Selbst wenn Zuschauer in der Regel wissen, dass der dargestellte Horror gar nicht echt ist.

Die Behauptung ist also ein Fakt: Horrorfilme können tatsächlich süchtig machen.

Wer noch mehr Nervenkitzel braucht, sollte sich eine Kinokarte für „Endzeit“ holen. Die in Thüringen gedrehte Comicverfilmung läuft seit Ende August. Darin wird erzählt, wie nach einer Zombie-Apokalypse nur die Städte Weimar und Jena noch sicher sind. Zwei Frauen müssen sich an schnellen Zombies vorbei durchs Niemandsland schlagen. Thüringen ist in darin nicht wiederzuerkennen.  

Die MDR JUMP Morningshow sagt dem Halbwissen den Kampf an und prüft jeden Morgen um 05:20 Uhr und 07:20 Uhr die verrücktesten Internetmythen. Gemeinsam mit Experten checken Sarah und Lars den Wahrheitsgehalt der Behauptungen und klären am Ende: Ist die Behauptung Fakt oder Fake!?

Dieses Thema im Programm MDR JUMP Morningshow | 05. September 2019 | 05:20 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 05. September 2019, 00:00 Uhr