Eine Mutter mit zwei Kindern beim Winterspaziergang in einem verschneiten Park
Bildrechte: Colourbox.de

Ist kalte Luft schlecht für die Lunge?

14.03.2019 | 00:00 Uhr

Wer gesund ist, bekommt es im Alltag kaum mit: Wie beim Atmen Luft in die Lungen strömt - und mühelos wieder hinaus. Ist die einströmende Luft aber zu kalt, soll sie Lungen und Bronchien schädigen, sagt ein Gerücht. Fakt oder Fake?

Eine Mutter mit zwei Kindern beim Winterspaziergang in einem verschneiten Park
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Wenn es draußen kalt ist, dann gibt es nichts Schöneres als einen Winterspaziergang mit der ganzen Familie. Manche Leute gehen bei der Kälte sogar joggen. Doch Vorsicht, denn angeblich soll die kalte Luft für die Lungen und Bronchien gar nicht gut sein.

Fakt oder Fake?

Wir haben beim Sportwissenschaftler Dr. Ingo Froböse nachgefragt. Er erklärt: Richtig kalte Luft ab minus fünf Grad führt zu kleinen Entzündungen in den Lungenbläschen. Daher kommt auch der Hustenreiz, den manche bei kalter Luft verspüren.

Dementsprechend heißt das: Ja, es ist was dran, dass kalte Luft Lungen und Bronchien Schaden zufügen kann, aber immer nur dann, wenn es viel häufiger als bei einem normalen Spaziergang gemacht wird!

Sport bei kalter Luft ist für Gesunde übrigens auch kein Problem. Erst, wenn es kälter als -15 Grad ist, sollte man darauf verzichten, um seine Atemwege nicht zu sehr zu reizen.

Die Behauptung ist Fakt. Kalte Luft ist nicht gut für Lunge und Bronchien, aber nur, wenn man draußen Sport macht.

Die MDR JUMP Morningshow sagt dem Halbwissen den Kampf an und prüft jeden Morgen um 05:20 Uhr und 07:20 Uhr die verrücktesten Internetmythen. Gemeinsam mit Experten checken Sarah und Lars den Wahrheitsgehalt der Behauptungen und klären am Ende: Ist die Behauptung Fakt oder Fake!?

Dieses Thema im Programm MDR JUMP Morningshow | 14. März 2019 | 05:20 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 14. März 2019, 05:20 Uhr