Ein grüner Bus fährt durch eine Straße.
Flixbus bedient derzeit nach eigenen Angaben fünfzehn Städte in Thüringen. Bildrechte: dpa

Haltestellen auf dem Prüfstand Flixbus erwägt teilweisen Rückzug aus Thüringen

Der Fernbusanbieter Flixbus bedient rund 400 Haltepunkte in Deutschland. Diese werden nun "kritisch geprüft", wie das Unternehmen mitteilte. Auch die Haltestellen in Eisenberg und Zella-Mehlis stehen auf der Kippe.

Ein grüner Bus fährt durch eine Straße.
Flixbus bedient derzeit nach eigenen Angaben fünfzehn Städte in Thüringen. Bildrechte: dpa

Der Fernbusanbieter Flixbus überprüft, ob er Haltepunkte in Thüringen ersatzlos streicht. Wie Unternehmenssprecher Sebastian Meyer dem Radiosender MDR JUMP bestätigte, sei das eine Reaktion auf die geplante Mehrwertsteuersenkung bei Bahntickets.

Als privater Anbieter müsse Flixbus auf die Wirtschaftlichkeit seines Angebots achten. Eine einseitige und deutliche Bevorteilung eines Wettbewerbers würde dementsprechend dazu führen, dass das Angebot von derzeit rund 400 Haltestellen in Deutschland kritisch geprüft werden müsse. In Thüringen stehen die Haltepunkte Eisenberg und Zella-Mehlis auf der Kippe.

Bundesweit stehen rund 30 Prozent des Netzes auf dem Prüfstand. Im kürzlich beschlossenen Klimapaket der Bundesregierung ist festgeschrieben, die Mehrwertsteuer im Fernverkehr der Deutschen Bahn ab 2020 von 19 auf sieben Prozent zu senken. Für Fernbusse sieht das Gesetz keine steuerlichen Vergünstigungen vor.

Die möglichen Streichungen sollen laut Meyer frühestens 2021 in Kraft treten. Zunächst müsse aber die Entwicklung 2020 abgewartet werden.

Quelle: MDR THÜRINGEN/mm

Dieses Thema im Programm MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 08. November 2019 | 17:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 08. November 2019, 15:13 Uhr