Nach Brechreiz und Durchfall Ursache der Erkrankungen im Ferienlager Rauenstein weiter unklar

In einem Ferienzentrum in Rauenstein im Kreis Sonneberg sind erneut mehrere Gäste erkrankt. Mittlerweile ist ihre Zahl auf 46 angestiegen. Die Kinder im Alter von 13 bis 16 Jahren und Erwachsenen aus Brandenburg klagen über Brechreiz und Durchfall und müssen ärztlich behandelt werden. Zwei Jugendliche kamen wegen Vorerkrankungen vorsorglich ins Krankenhaus. Die anderen Erkrankten werden direkt im Camp von Notärzten und Sanitätern betreut. Am Donnerstagvormittag wurde in dem Ferienlager Quarantäne verhängt. Derzeit sind mehr als 200 Menschen dort in den Ferien. Die Ursache für die erneute Erkrankung ist noch nicht klar. Ein Suhler Labor untersucht Stuhlproben, die Ergebnisse werden noch am Donnerstagnachmittag erwartet. Je nachdem, was dabei herauskommt, soll dann über die weiteren Schritte entschieden werden. Ein Großaufgebot an Rettungskräften ist vor Ort.

Ferienlager Rauenstein Kinder und Betreuer klagen über Brechdurchfall

Gleich mehrere Kinder und Betreuer, die derzeit im Ferienlager in Rauenstein sind, haben sich in der Nacht zu Donnerstag plötzlich übergeben. Dort wurde am Donnerstagvormittag Quarantäne verhängt.

Rettungskräfte und Polizei auf dem Gelände des Ferienlagers in Rauenstein, wo wieder Kinder und Betreuer erkrankt sind.
Rettungskräfte und Polizei am Donnerstag auf dem Gelände des Ferienlagers in Rauenstein, wo wieder Kinder und Betreuer erkrankt sind. Bildrechte: MDR/Bettina Ehrlich
Rettungskräfte und Polizei auf dem Gelände des Ferienlagers in Rauenstein, wo wieder Kinder und Betreuer erkrankt sind.
Rettungskräfte und Polizei am Donnerstag auf dem Gelände des Ferienlagers in Rauenstein, wo wieder Kinder und Betreuer erkrankt sind. Bildrechte: MDR/Bettina Ehrlich
Ein Polizei- und ein Feuerwehrauto stehen an einer Straße.
Über das Gelände wurde eine Quarantäne verhängt, nachdem 20 Kinder und Betreuer über Übelkeit klagen. Bildrechte: MDR/Bettina Ehrlich
Ein Rettunsgwagen vom Katastrohoenschutz steht auf einem Platz, davor mehrere Einsatzkräfte.
Bereits vor zwei Wochen glich das Camp einem Lazarett. Mehr als 40 Kinder und ihre Betreuer mussten wegen des Norovirus ärztlich behandelt werden. Bildrechte: MDR/News 5/Steffen Ittig
Mehrere Bungalows stehen auf einer Wiese.
Daraufhin wurde das Zentrum mit Zeltplatz und bis zu 160 Betten in 16 Finnhütten gesperrt. Bildrechte: MDR/News 5/Steffen Ittig
Ein Auto, dessen Kofferraum offensteht und in dem mehrere Putzmittel liegen, steht neben einer Ferienhaus.
Eine Spezialfirma hat das komplette Feriencamp in der vergangenen Woche gereinigt und desinfiziert. Bildrechte: MDR/Bettina Ehrlich
Zwei Männer sitzen auf einer Bank an einem Tisch.
Betreiber Matthias te Kampe und Jürgen Köpper Bürgermeister der Gemeinde Frankenblick (rechts) waren bei den Reinigungsarbeiten vor Ort. "So etwas hatten wir noch nie und erleben wir auch hoffentlich nie wieder." sagte te Kampe nach dem Vorfall. Bildrechte: MDR/Bettina Ehrlich
Zwei Frauen putzen ein Haus.
Mehrere Mitarbeiter waren mit den Reinigungsarbeiten beschäftigt. Nach dem Check des Gesundheitsamtes vergangenen Freitag wurde das Camp wieder freigegeben. Derzeit halten sich etwa 200 Menschen dort auf. Bildrechte: MDR/Bettina Ehrlich
Mehrere Rettungskräfte stehen auf einem Platz.
Seit Donnerstagvormittag sind Feuerwehr und Notarzt mit einem Großaufgebot im Ferienlager in Rauenstein und behandeln die Erkrankten. Bildrechte: MDR/Bettina Ehrlich
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Dieses Thema im Programm MDR FERNSEHEN | THÜRINGEN JOURNAL | 12. Juli 2018 | 19:00 Uhr

Die Kinder und einige Erwachsen haben sich in der Nacht zu Donnerstag plötzlich übergeben, sagte der Betreiber Matthias te Kampe MDR THÜRINGEN . Notärzte und Sanitäter versorgen gerade die Erkrankten. Ob auch wieder das Norovirus dahinter steckt, muss noch untersucht werden. Das Gesundheitsamt ist vor Ort und überprüft die Anlage. Die Erkrankten werden streng von den Gesunden getrennt, um eine weitere Ansteckung zu vermeiden, dafür wurden zum Beispiel weitere Toiletten aufgestellt.

Vor knapp zwei Wochen hatten sich dort schon einmal 45 Kinder, Jugendliche und Betreuer aus Frankfurt am Main und Berlin mit dem Norovirus angesteckt. Das gesamt Camp wurde daraufhin kurzzeitig unter Quarantäne gestellt. Das Feriencamp glich einem Lazarett. Krankenhäuser in Sonneberg, Hildburghausen aber auch Coburg und Saalfeld nahmen die Patienten auf. Offenbar hatten die Teilnehmer das Virus eingeschleppt. Vergangenen Freitag überprüfte das Gesundheitsamt die Anlage und gab sie wieder frei. Eine Spezialfirma hatte das komplette Feriencamp gereinigt und desinfiziert. Dem Betreiber entstand nach eigenen Angaben ein Verlust von rund 25.000 Euro.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm MDR THÜRINGEN - Das Radio | Die Nachrichten | 12. Juli 2018 | 08:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 12. Juli 2018, 20:20 Uhr