Diese Probleme auf Schulwegen konnten wir bei "Vorsicht, Zuckertüte!" schon lösen!

Jeden Tag begeben sich unsere ABC-Schützen auf ihren teils gefährlichen Schulweg. Im Rahmen der Aktion "Vorsicht Zuckertüte!" setzen wir uns seit vielen Jahren für sie ein und haben bisher schon viel erreicht.

Schulkinder mit Ranzen auf dem Heimweg.
Bildrechte: imago/stock&people

Wir haben uns auch 2021 der Probleme auf Schulwegen angenommen, die ihr uns geschildert habt. Wir sind in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen auf der Suche nach Lösungen, um die Schulwege sicherer zu machen.

Gefährlicher Fußgängerüberweg in Bad Klosterlausnitz

Bei uns hat sich Julia aus Bad Klosterlausnitz (Thüringen) gemeldet, deren Tochter dieses Jahr zum ersten Mal in die Schule geht. Ihr macht ein Fußgängerübergang auf dem Schulweg große Sorgen. Der Zebrastreifen liegt hinter einer Kurve und ist für Autofahrer schlecht einsehbar. Viele Autofahrer würden daher gar nicht anhalten, sagt Julia.

Auf unsere Nachfrage teilte uns die Gemeinde Bad Klosterlausnitz mit, man teile die Sorgen der Eltern. Die betreffende Straße sei aber eben eine Landesstraße und für die ist die Gemeinde nicht zuständig. MDR JUMP hat dann beim Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr nachgefragt. Hans Joachim von der Osten sagte uns:

Der Fußgängerüberweg liegt am Schmalen Garten, das ist ein Biergarten, und wurde dort in der Köstritzer Straße vor zehn Jahren erneuert. In Absprache mit der Gemeinde und auch mit der Unteren Straßenverkehrsbehörde. Der Überweg entspricht aus unserer Sicht uneingeschränkt den Anforderungen an die Verkehrssicherheit.

Zebrastreifen
Bildrechte: colourbox

Das Landesamt sieht also keinen Handlungsbedarf. Deshalb ist die Gemeinde selbst nach unserer Nachfrage aktiv geworden und hat eine Lösung gefunden. Sie bringt zwei neue Schilder an, die in ausreichendem Abstand zum Zebrastreifen aufgestellt werden. So werden Autofahrer frühzeitig gewarnt.

Zwei Bushaltestellen für Schüler in Beierfeld liegen direkt hinter einer steilen Kurve

Auch Yvette aus Beierfeld hat sich mit ihren Sorgen bei „Vorsicht Zuckertüte!“ gemeldet. Sie schilderte uns, dass in Beierfeld (ein Ortsteil von Schwarzenberg im Erzgebirge) eine Bushaltestelle für Schüler direkt nach einer steilen Kurve liegt. Autofahrer können so Schulkinder erst spät sehen und werden auch nicht gewarnt. Erst vor kurzem sei ein Kind fast von einem LKW erfasst worden.

Kind
Kinder auf dem Schulweg (Symbolfoto) Bildrechte: Colourbox.de

Wir haben für eine Lösung Bürgermeister Joachim Rudler angerufen. Er erzählte uns, dass die Gemeinde sich schon um die betreffende Stelle gekümmert habe. So wurde an der Bushaltestelle ein erhöhter Bordstein eingebaut, den Autos auch nicht so einfach überfahren könnte. Weil die Stelle aus Sicht von Eltern aber immer noch gefährlich ist, will die Gemeinde nochmal nachbessern. Bürgermeister Joachim Rudler sagte:

Es gibt die Möglichkeit eines Schildes „Achtung! Schulweg“. Das ist blau und da sind Schulkinder drauf. Das ist ein Warnschild, dass dort ein Schulweg ist.

Der Bürgermeister Joachim Rudler hat MDR JUMP versprochen, jetzt solche Warnschilder aufzustellen.

Direkt vor der Kreativitätsschule in Halle beschleunigen die Autos wieder

Im letzten Jahr haben wir uns um ein Problem gekümmert, dass uns die „Erste Kreativitätsschule Sachsen-Anhalt“ in Halle (Sachsen-Anhalt) geschildert hat. In der Straße an der Schule gibt es viele weitere Schulen und Kitas. Deshalb ist diese Straße auch weitgehend mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 30 versehen. Leider eben nur „weitgehend“: Direkt vor der „Krea Halle“ endet die Begrenzung und die Autos können wieder auf 50 km/h beschleunigen. Das ist gefährlich für die Schulkinder auf dem Weg in den Unterricht.

Schild Ende Tempo-30-Zone
Bildrechte: imago/Christian Ohde

Mehrere Anfragen bei der Stadt Halle blieben unbeantwortet. Auf Nachfrage von MDR JUMP sicherte im letzten Jahr Tobias Teschner, Leiter des Fachbereichs Sicherheit, dann zu: Der Fall werde geprüft und die Geschwindigkeitsbegrenzung ausgeweitet. Zudem werde ein Schild angebracht, das auf die Schule hinweist. Ein Jahr später haben wir bei der Schule nachgefragt. Schulleiter Michael Arndt sagte uns:

Da hat sich sehr schnell was getan. Die Stadt kam auch schnell auf uns zu. Nur die geeignete Firma dafür war nicht so schnell zu finden. Aber Anfang Dezember dann wurde die Begrenzung auf Tempo 30 für unsere Schule dann erweitert.

Auch da hat sich unser Einsatz also gelohnt.

Dieses Thema im Programm DIE MDR JUMP MORNINGSHOW | 06. September 2021 | 07:50 Uhr