#fitwiediefeuerwehr - Gräfenhainichen hat die fitteste Freiwillige Feuerwehr Mitteldeutschlands!

Stand: 12. August 2021, 15:30 Uhr

Es ist offiziell: Die fitteste Freiwillige Feuerwehr Mitteldeutschlands kommt aus Gräfenhainichen! Mit einer beeindruckenden Zeit von 3 Minuten und 34 Sekunden konnten sich die Kameraden im intensiven Fitness-Parcours durchsetzen. Damit gewinnen sie nicht nur den Titel „Fitteste Freiwillige Feuerwehr Mitteldeutschlands“, sondern auch ein üppiges Preisgeld von 5.000 Euro.

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Die fitteste Freiwillige Feuerwehr Mitteldeutschlands kommt aus Gräfenhainichen! Mit einer beeindruckenden Zeit von 3 Minuten und 34 Sekunden konnten sich die Kameraden im intensiven Fitness-Parcours durchsetzen.

Herzlichen Glückwunsch an die Freiwillige Feuerwehr Gräfenhainichen! Mit ihrer Zeit von 3 Minuten und 34 Sekunden konnte sich das Team im Fitness-Parcours vor allen anderen Mitstreitern behaupten. Nun ist klar: Die fitteste Freiwillige Feuerwehr Mitteldeutschlands kommt aus Sachsen-Anhalt. Mit diesem Sieg verdienen sich die Gräfenhainicher den Titel und ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro.

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Gräfenhainichen hat die fitteste Freiwillige Feuerwehr Mitteldeutschlands

Die Gewinner stehen fest: Gräfenhainichen entschied das Rennen für sich und holte den Titel der fittesten Feuerwehr nachhause. Damit dieser Sieg auf gebührend gefeiert werden konnte, gab es im Dorf eine Siegesfeier.

Das große Finale blieb bis zuletzt spannend

Im letzten Duell gaben die Feuerwehren aus Georgenthal und Haarhausen noch einmal alles, um die Bestzeit der Gräfenhainicher zu übertreffen. Dabei holten sich die Haarhausener mit einem Vorsprung von 5 Sekunden den Tagessieg, konnten aber im Ranking nicht am Erstplatzierten vorbeiziehen. Für Peter von der Freiwilligen Feuerwehr aus Gräfenhainichen war die Aktion ein voller Erfolg – nicht nur, weil sein Team den Sieg nachhause holen konnte.

Wir haben zwei Wochen lang ganz tolle Feuerwehren aus ganz Mitteldeutschland gesehen, die alle gezeigt haben, was sie draufhaben. Da war einfach alles dabei!

Aus über 230 Bewerberinnen und Bewerbern wurden zu Beginn des Wettkampfs 20 Wehren ausgewählt, die sich in einem intensiven Parcours beweisen mussten. Begleitet wurden sie dabei von MDR-Reporterin Tina Sawetzki, MDR JUMP-Reporter Lars Wohlfarth und Feuerwehrmann Jörg Färber.

Der Wettkampf

Zwischen dem 26. Juli und dem 06. August standen sich jeden Tag zwei Feuerwehren auf einem Fitness-Parcours gegenüber. Jeder Tagessieger bekam dabei einen Pokal. Im großen Finale war es dann so weit: Nach dem letzten Duell wurde der Gesamtsieger Gräfenhainichen gekürt! Die Wettbewerbe wurden im MDR Fernsehen live übertragen und auch im Radioprogramm von MDR JUMP berichteten wir über die spannenden Wettkämpfe.

Endergebnis im Ranking

Bildrechte: MDR JUMP

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#fitwiediefeuerwehr - Seid ihr die fitteste Freiwillige Feuerwehr Mitteldeutschlands?

MDR JUMP und die Fernsehkollegen von MDR um 2 und MDR um 4 suchen die fitteste Freiwillige Feuerwehr Mitteldeutschlands. Schafft ihr es euch das Preisgeld von 5.000 Euro zu ergattern? Bewerbt euch hier!

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Die Aufgabe: Der Feuerwehr-Parcour

Tina und Jörg wissen es vor Ort ganz genau: Was sind die Probleme, Sorgen, Wünsche und Erfolge der freiwilligen Feuerwehren?

Tina Sawetzki

Bildrechte: MDR/Tom Schulze

Tina Sawetzki ist in einem Dorf am Stadtrand von Halle aufgewachsen. Ihr Berufswunsch stand schnell fest. Mit elf Jahren begann ihre journalistische Laufbahn mit der regelmäßigen Herausgabe einer Familienzeitung. Während der Schulzeit folgten erste Praktika bei der Zeitung und beim Rundfunk. Nach dem Abitur studierte sie in Leipzig Journalistik und Kulturwissenschaften und sammelte erste Erfahrungen als Moderatorin einer studentischen Sendung im Lokalfernsehen. Während ihres anschließenden Volontariats bei einem Fernsehsender berichtete sie aus Köln, New York und Leipzig. Seit 2010 ist Tina Sawetzki beim MITTELDEUTSCHEN RUNDFUNK und arbeitete seitdem als Reporterin, Autorin und Redakteurin für verschiedene Redaktionen. Seit 2017 gehört sie zum festen Reporter-Team von MDR um 2 und MDR um 4. In ihrer Freizeit versucht sie als ehemalige Leistungssportlerin so oft es geht Sport zu treiben, spielt besonders gern Beachvolleyball und geht im Winter Ski fahren. Privat liebt sie es zu verreisen, Klavier zu spielen und viel Zeit mit ihrer Familie zu verbringen.

Was verbindest du mit der Feuerwehr?

Schon als Kind war ich oft auf Feuerwehrfesten im Dorf dabei. Ich hatte auch Freunde, die sich schon als Jugendliche für die Feuerwehr engagiert haben. Die Feuerwehren sind für die Gemeinschaft gerade in kleinen Orten unheimlich wichtig und ich finde es bewundernswert, wie viel Engagement die Feuerwehrleute für ihr Ehrenamt aufbringen. Dank meiner Einsätze als Reporterin konnte ich in den vergangenen Jahren oft hautnah die Einsätze der Frauen und Männer miterleben, denen ich höchsten Respekt zolle.

Als Reporterin warst du schon viel in Mitteldeutschland unterwegs, hattest schon oft Berührungspunkte mit Feuerwehren. Welche Anekdoten gibt es dazu?

Was ich wohl nie wieder vergessen werde, ist, wie rutschig Löschschaum ist. Während einer meiner Live-Schalten ist ein Spaziergänger im Hintergrund mit seinen Hunden auf Löschschaum ausgerutscht. Zum Glück ist ihm nichts passiert. Aber das führte zu vielen Lachern während der Sendung. Mir ist das glücklicherweise währenddessen gar nicht aufgefallen, sonst hätte ich meine Schalte bestimmt nicht mehr ordentlich zu Ende gebracht.

Wie schätzt du die Wichtigkeit besonders der freien Feuerwehren ein?

Ich denke, dass gerade die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren einen enorm wichtigen und anstrengenden Job machen. Sie sind ja oft noch vor oder nach ihrer normalen Arbeit im Einsatz. Das ist dann wirklich ein enormes Pensum, das die Frauen und Männer da leisten. Immer hilfsbereit zu sein, immer in die Presche zu springen und manchmal sogar sein Leben zu riskieren für andere, das nötigt mir viel Respekt ab. Auch von den Chefs und den Kollegen ist natürlich viel Verständnis gefordert, wenn Feuerwehrleute während ihrer Arbeitszeit plötzlich zum Einsatz gerufen werden.

Denkst du, dass du selbst #fitwiediefeuerwehr bist?

Als Jugendliche war ich als Leistungssportlerin in der Leichtathletik aktiv und ich versuche auch heute noch, so viel freie Zeit wie möglich mit Sport und Bewegung zu verbringen. Fit bin ich also auf jeden Fall. Nur ob es für eine Karriere bei der Feuerwehr reichen würde, kann ich nicht einschätzen. Ich glaube, Feuerwehrleute brauchen auch eine sehr stabile „mentale Fitness“, um in größten Stresssituationen einen kühlen Kopf zu bewahren. Ich bin schon sehr gespannt, was unser Fitness-Parcours den Frauen und Männern abverlangen wird. Bestimmt werde mich daran auch mal versuchen – wenn keiner hinschaut.

Lars Wohlfarth

Bildrechte: MDR/Tom Schulze

Ist studierter Bankwirt, ebenfalls studierter Landwirt, vor allem aber: Allzweckwaffe im Mitteldeutschen Rundfunk. Als Moderator und Reporter ist er bereits Panzer gefahren, hat sich von Häuserwänden abgeseilt, hat Elefanten gefüttert oder Will Smith die Hand geschüttelt. Als Dorfkind brennt Lars natürlich auch für die großen und kleinen Radiogeschichten in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen!

Wie hat Dich die Freiwillige Feuerwehr geprägt?

Ich bin hart begeistert von der enormen Einsatzbereitschaft der Kameradinnen und Kameraden. Mit 13 Jahren hat mich Cathleen aus der Nachbarklasse beim Feuerwehrfest in meinem Heimatdorf zum erstmal Mal mit Zunge geküsst. Und auch sonst ziehe ich mein Cappi davor, wie die Freiwilligen jederzeit erreichbar sind und welch wichtigen Teil Feuerwehrleute für den gesellschaftlichen Zusammenhalt leisten.

Was ist Deine Aufgabe bei der Aktion #fitwiediefeuerwehr?

Ich werde als MDR JUMP Reporter bei den Duellen im Sommer vor Ort sein. Da schaue ich natürlich genau hin und bin gespannt, wie die Kameradinnen und Kameraden bis dahin trainieren und sich für den MDR Parcours warm machen. Neben der Aktion ist mir aber auch wichtig, hinzuhören und die Sorgen, Probleme und Wünsche von Freiwilligen Feuerwehren ins Radioprogramm und auf die Social Media Kanäle von MDR JUMP zu bringen.

Du hast den Parcours für die Aktion bereits absolviert, wird es schwer?

Mein Fitnesslevel ist aktuell zwar nicht atemberaubend, aber ich bin mir sicher: fitte Feuerwehren gibt es überall. Allerdings geht es in den einzelnen Stationen um jede Sekunde für die Gesamtwertung. An der Kraft würde es mir als freiwilliger Kamerad wohl nicht fehlen. Ich müsste jedoch an meinem Trödelfaktor arbeiten. Allein beim In-die-Feuerwehr-Klamotten-Schlüpfen habe ich mir zu viel Zeit gelassen.

Jörg Färber

Bildrechte: MDR/Tom Schulze

Feuerwehrmann, Spitzen- und Fernsehkoch, sowie Weltmeister – Jörg Färber ist ein echtes Multitalent und mit 46 Jahren in der Form seines Lebens.
Eine solide Kochausbildung erhielt er in der Hotelgastronomie der Messestadt Leipzig, seinen Stil verfeinerte er in einem Hamburger Zwei-Sterne-Lokal, kochte in Spitzen-Restaurants in Italien, Kanada, Mallorca und Hawaii.
Nach Jahren des Kochens heuerte er bei der Leipziger Berufsfeuerwehr an – nach seiner Ausbildung dort, ist er seitdem in seinen 24-Stunden-Diensten vielseitig einsetzbar. Als Oberbrandmeister im aktiven Einsatzdienst und als Notfallsanitäter auf dem Rettungswagen geht er tagtäglich an sein Limit, hilft Menschen in Notlagen und durchlebt immer wieder schöne Momente aber auch traurige Schicksale.
Der Zwei-Meter-Mann ist 13-facher Weltmeister der „World Police&Fire Games“, sie sind nach den Olympischen Spielen die zweitgrößte Sportveranstaltung der Welt.
Grenzerfahrungen gehören zu seinem Leben dazu, so nahm er mehrfach bei Ironmen, Ultramarathons und SwimRuns teil. Außerdem ist er mehrfacher Deutscher Meister im Retten und Schwimmen.
Seit 2009 kocht er im Nachmittagsprogramm des mitteldeutschen Rundfunk bei MDR um 4 und ist in zahlreichen Beiträgen zum Thema Fitness und Essen zu sehen.
Nach 30 Jahren im Berufsleben ist die Feuerwehr und der Rettungsdienst seine Berufung geworden und das Kochen seine Leidenschaft geblieben.

Wie hast du als Berufsfeuerwehrmann die Zusammenarbeit mit den Kollegen der freiwilligen Wehren erlebt?

Häufig sind Berufsfeuerwehrleute auch noch Mitglied einer Freiwilligen Feuerwehr. Wir alle sitzen bei den Einsätzen ja im selben Boot und geben unser Bestes, somit sind wir natürlich ein Team. Die Kollegen von den Freiwilligen Feuerwehren haben ja noch einen Beruf, somit investieren sie ihre Freizeit in die Feuerwehr und sind damit extrem motiviert - das merkt man vielen an und das werden wir auch bei unserer Sommeraktion merken.

Wie schätzt du ihre Leistungsfähigkeit und ihre Fitness ein?

Wer zur Freiwilligen Feuerwehr geht, weiß in jedem Fall, dass er eine gewisse sportliche Grundvoraussetzung haben sollte. Wer im aktiven Einsatzdienst tätig ist, muss jährlich auf die Atemschutzübungsanlage und sich alle drei Jahre einem Gesundheitscheck unterziehen. Aufgrund mangelnder Zeit und natürlich auch klammer Kassen in den Kommunen steht der regelmäßige Sport innerhalb der Freiwilligen Feuerwehren nicht an oberster Stelle. Der Fitnesszustand der Kameraden ist somit sehr breit gefächert.

Warum ist Feuerwehrmann für dich ein Traumberuf?

Nach vielen Jahren in der Gastronomie siegte in mir das Gefühl, mehr für meine  Mitmenschen da sein zu müssen. Es ist unglaublich schön und bereichernd zu wissen, dass man anderen helfen kann. Im richtigen Augenblick eine richtige Entscheidung zu treffen, nie zu wissen was dich im nächsten Einsatz erwartet aber auch die Vielfältigkeit der Arbeit machen mir immer wieder Freude. Einfach für Menschen da sein zu dürfen und ihnen zu helfen, ihnen die Hand zu reichen und dieDankbarkeit aus ihren Augen zu lesen, ist ein unglaubliches Gefühl. Immer wieder Grenzerfahrungen zu machen in Kombination mit dem Wissen aus 16 Jahren Feuerwehrerfahrung machen diesen Job zu (m)einem Traumberuf.

Ist dir in deiner Karriere als Feuerwehrmann schon einmal etwas Außergewöhnliches passiert?

Außergewöhnliche Dinge passieren immer wieder im Feuerwehr-und Rettungsdienst.
Von den lustigen und schönen Momenten, bis hin zu den tragischen und tief traurigen Erlebnissen. Von der Geburt eines Kindes bis hin zu unzähligen erfolglosen Reanimationen, erlebe ich immer wieder die volle Wucht des Lebens. Menschen aus Notlagen zu befreien, ihnen zu helfen und viel Kraft zu geben, ist jeden Tag aufs Neue eine Herausforderung. Das Feuerwehrleben ist ein extrem ereignisreiches  und  erfüllendes und somit ein außergewöhnliches Leben.

MDR JUMP ist eine Produktion des Mitteldeutschen Rundfunks