Hacker tippt auf Tastatur
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WPA2 gehackt Wie du deinen Router schützen kannst

Die WPA2-Verschlüsselung, die die meisten WLAN-Router verwenden, hat eine Sicherheitslücke. Damit könnten Dritte sensible Daten entschlüsseln und mitschneiden. Wir erklären, was du tun kannst, um deine Daten zu schützen.

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KRACK - die Sicherheitslücke

KRACK steht für "key installation attack", was bedeutet, dass KRACK die Verschlüsselung deines Routers angreift.

Die Router senden Daten und Passwörter verschlüsselt, die meisten davon mit dem sogenannten WPA2-Standard. Der galt bisher als sicher. Durch den Hack kann die Verschlüsselung aber geknackt werden. Die Daten und Passwörter liegen dann offen und können von Dritten mitgelesen und benutzt werden.

Kann jeder meine Chats lesen?

Nein. Nicht jeder kann deine Chats mitlesen, aber Hacker, die sich in deinen Router gehackt haben, könnten das.

Ein Angriff kann aber nur in unmittelbarer Funkreichweite stattfinden. Das heißt, der Angreifer muss schon in der Nähe des eigenen Routers zuhause sein, damit er dort einsteigen kann.

Dennis Schirrmacher, Sicherheitsexperte C'T-Magazin

Wenn das aber passiert, kann alles, was du über dein WLAN machst, mitgelesen werden: Onlinebanking, shoppen oder chatten. Besonders gefährlich wird es, wenn dabei deine Zugangsdaten geklaut und weiterverwendet werden.

Dabei ist es auch egal, welches Gerät du nutzt:

Im Grunde ist es so, dass jedes Gerät, das einen WLAN-Chip verbaut hat, bedroht ist. Und das ist schon ziemlich heftig, weil das sind dann Smartphones, Computer und Tablets.

Dennis Schirrmacher, Sicherheitsexperte C'T-Magazin

Besonders gefährdet seien Android- und Linux-Betriebssysteme. Geräte mit Apple- oder Windows-Betriebssystemen sind weniger betroffen, was aber nicht heißt, dass sie sicher sind. Es gilt also für alle: vorsichtig sein!

Wie kann ich mich schützen?

Bild mit Computer und Mann, der ein Smartphone hält, Text in einer Box
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Besonders geschützt sind außerdem private VPN-Netzwerke. VPN-Netzwerke von kostenlosen Anbietern analysieren deine Daten allerdings sowieso. Beim Shopping und Onlinebanking gibt es auch zusätzliche Schutzmechanismen: Der HTTPS-Standard ist so einer.

Das ist eine Transport-Verschlüsselung im Internet und die erkenne ich daran, dass noch mal ein Schlosssymbol im Webbrowser neben der Adresse ist. Und dann sind die Daten quasi noch mal extra verschlüsselt.

Dennis Schirrmacher, Sicherheitsexperte C'T-Magazin

Dieses Thema im Programm MDR JUMP am Abend | 17. Oktober 2017 | 19:20 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 17. Oktober 2017, 15:28 Uhr